(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ] (06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ] (30.07.2010 07:39)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Um den Tod sämtlicher Tiere zu vermeiden, müssten die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Ebro hinunterfließen.
Hi das wäre dann der Untergang aller Nutztierrassen, da ihre Existens nicht mehr notwendig wäre.
Ja, so sieht's aus. Und wenn Du ganz genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass eh schon fast alle Nutztierrassen untergegangen sind und Züchtungen Platz gemacht haben, welche unter einheitlichen Stallbedingungen am wirtschaftlichsten maximale Erträge bringen.
Äh nein, ich habe mich umgesehen, es gab bis in die 90er eine Entwicklung hin zu den Hochleistungsrassen das stimmt. Und seit da gibt es ein Umdenken bsw. wurde die Förderung der seltenen Nutztierrassen im Rahmen des Österreichischen Umwelt- programms (ÖPUL) eingeleitet um regionale Bestände von Murbodner Braunvieh bsw. wieder zu etablieren oder im Burgenland das Ungarische Mangalica-Schwein. In Deutschland vorallem in der DDR war die Landwirtschaft seit je her im ein wenig "effizienter" und auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Es kommt wohl immer auf die geistige Entwicklung der dortigen Menschen an.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Und wenn Du noch genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass für die Produktion von Kraftfutter, z.B. Soja (90% der Weltsojaproduktion sind Viehfutter) Regenwald abgeholzt wird und täglich zig Arten aussterben. Würden also ein paar unserer Nutztierrassen aussterben, könnten dafür tausende andere Arten überleben.
Ja Bertel natürlich, in der Anbausaison 2008/09 wurden 91% der Sojaernte in Ölmühlen gepresst. Produkte der Pressung sind zu etwa 80% Sojamehl und zu 20% Sojaöl. Deine Tiernahrung ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung für ein Speiseöl. Aber keine Angst wenn es keine Nutztiere mehr gibt werden das bestimmt auch Menschen essen oder halt wegschmeissen.
Übrigens 52% der weltweiten Sojaernte kommen aus Brasillien und Argentinien, die den Regenwald abholzen um Soja anzubauen. So mal rechnen 52% davon 80% als Viehfutter ergibt niemals deine 91% !
Wikipedia: Der überwiegende Anteil der Sojaernte wird zur Sojaölgewinnung eingesetzt, das vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für Biodiesel verwendet wird. Der verbleibende eiweißreiche Anteil der Bohne (rund 80 % der Masse), das Sojamehl, ist ein wichtiges Futtermittel in der Tierhaltung.
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Denn wenn alle Menschen Veganer sind, ...
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]was realistisch betrachtet in den nächsten 3 1/2 Monaten nicht passieren wird,
Realistisch wir das nie passieren

Mein Mann wird niemals auf sein Schnitzerl verzichten^^ Als ich ihn kennenlernte ass er jeden Tag Fleisch!!
Diese Eiweisübersättigung kann auf Dauer nicht gesund sein. Mit viel Mühe hab ich ihn dann umerzogen auf einmal Fleisch in der Woche.
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]... stellt sich wohl begründet die Frage ob man die Anbauflächen noch für Tiere verwendet die nutzlos sind.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]welche eigentlich eine blöde Frage ist, denn ohne Nutztiere, benötigt man natürlich kein Futter für diese Nutztiere mehr, da sie ja nicht mehr vorhanden sind. Ist doch wohl logisch oder? In der Realität passiert so eine Entwicklung eh nicht von heute auf morgen sondern wird sich - hoffentlich - entwickeln. Dann regelt der Markt was wo angebaut wird:
Noch sind sie vorhanden. Aber wenn alle Menschen und seine Haustiere vegan sind, was passiert dann mit den vielen Nutztieren?
Die Frage ist doch nicht schwer oder? Werden sie und ihre Produkte wie bsw. Eier, Milch, Wolle im Müll entsorgt? Kümmert sich wer darum? Findet man das nicht ethisch bedenklich oder gar moralisch verwerflich diesen Lebewesen die mit uns seit Jahrtausenden eine Symbiose eingingen so zu hintergehen? Wir würden sie zum aussterben verurteilen sie ausrotten.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Weniger Nutztiere bedeutet es wird weniger Futtermittel gebraucht, der Markt bietet aber mehr, der Preis für Futtermittel wird fallen, die Leute, welche die Pflanzen anbauen werden sich umorientieren.
Das schon weniger Fleischkonsum wäre mal ein erstrebenswerter Anfang.
Ach ja die Leute - meine Güte das sind Bauern - , nu nicht alle Gebiete der Welt taugen für den Getreideanbau. Viele werden weiterhin ihre Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und was es da noch so gibt halten müssen.
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Oder ob man darauf Nahrung anbaut die den Eiweiß ausfall kompensiert?
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Es wäre zu hoffen, dass sich die Menschen dann gesünder und nicht mehr mit einem solchen zuviel an Eiweiß ernähren, im Sinne der Volksgesundheit. Herz-Kreislauf Krankheiten z.B. würden zurückgehen, was der Chemieindustrie natürlich mißfällt. Interessant, dass die welche die Chemie für die Futterpflanzen herstellen, dann auch wieder an den kranken Menschen verdienen. Ein Depp wer Gutes dabei denkt, oder wie hieß das noch gleich? 
Mmh diese "
Chemie" lol wird auch für den Getreideanbau v. uns Menschen verwendet.
In 20 Jahren wenn alle Phosphorvorkommen (natürlicher Mineraldüngerzusatz) ausgebeutet sind wird man auf Kunstdünger umsteigen müssen. Dann schlägt die Chemiekeule bei uns allen ein egal ob Bio obensteht oder nicht. Die einzige Möglichkeit wäre eine starke Bevölkerungsreduktion so die ca die Hälfte 3 Milliarden.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Na ja und die Entwicklung ist eh schon so, dass immer mehr Landwirte sich zu "Energiewirten" mausern, da scheint besser verdient. Der Trend dürfte sich m.E. fortsetzen und falls wirklich mehr vom Fleisch wegkommen sogar verstärken, da für pflanzliche Nahrung ja viel weniger Fläche benötigt wird.
Diese Energiegewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen ist auf Dauer zum scheitern verurteilt, da bullshit hoch subventionierter bullshit, aber als sekundärer Energielieferant ähnlich der Wind oder Solarkraft hat es was gutes man beruhigt die Bevölkerung und suggeriert ihr man tut was für die Umwelt *fg*. Andererseits verdient bsw. Brasilien mit diesen Wahnsinn sich ein goldenes Näschen, Soja eignet sich erwiesenermaßen hervoragend als Biotreibstoff und Energieträger zum heizen oder Strom erzeugen.
Man muss den Menschen nur mal beibringen das Fleisch, Eier und Milch wenn sie nicht darauf verzichten können, dann zumindest als das sehen was sie sind nämlich Luxuslebensmitteln mit dementsprechenden Preisen.
(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Danke bertel, für die Erklärungen für Miku. Ich hätte es nicht besser sagen können.
Er hat sehr schlecht geantwortet, alleine die produzentalen Angaben v. dem Soja war schlicht falsch.
(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]@Miku
Du scheinst zu glauben, dass ich Veganerin bin wegen der niedlichen Kälbchen. Ich finde die zwar niedlich, aber Veganerin bin ich nicht wegen ihrer großen Augen, sondern weil sie leidensfähig sind, wie alle sog. Nutztiere, ob sie nun niedlich sind oder nicht.
Nein überhaupt nicht ich liebe auch Tiere darum bin ich seit Jahren schon Vegetarierin^^
(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Außerdem wäre ich sehr dafür, der Natur wieder mehr Fläche zurückzugeben, denn auch die Wildtiere und hier vor allem die Schmetterlinge, Fledermäuse, Bienenarten, aber auch Bodenbrüter und sonstige Spezialisten brauchen dringend Hilfe, denn sie stehen bereits auf der roten Liste.
Weniger genutzte und ausgeräumte Landschaften und weniger Gift und Dünger auf den Feldern täten allen gut, auch uns.
Mmh hör mal bei uns in der Region düngen die Bauern hauptsächlich mit Kuhscheisse also 100% ökologisch korrekt. Spritzmittel gegen Schädlinge sind leider immer noch weit verbreitet da müsste man verstärkt vorgehen und Alternativen finden. Grosse Landschaftsgebiete werden mehr durch Autobahnbau und dem zersiedeln (weil jeder Mensch unbedingt ein eigenes Häuschen draussen in der NATUR haben MUSS!) zerstört weniger durch Viehahltung welche sich v. den Wiesen hin in die Ställe verlagerte. Ich bin mia nicht ganz sicher aus welchen Gebiet du stammst "Lasst sie leben" aber bei uns sieht die Gegend so aus --->
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aber in vielen Gegenden Europas siehts leider so aus---->
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Eine Agrawüste nach der anderen um auf immer kleineren Anbauflächen den Ertrag nach oben zu schrauben. Den wöchentlich gehen alleine in Europa viele gute Böden und Wälder oder Wiesen für eine neue Einfamilienhaussiedlung, Tanke, Hotelkomplex oder Einkaufszentrum verloren.