Tierrechtsforen

Normale Version: Stierkampf in Katalonien verboten
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Endlich! Heute fand ich im Internet:

"Spanien | 28.07.2010
Abschied vom Stierkampf in Katalonien

Stier wirft Torero am Bein zu Boden (Foto: dpa)
Großansicht des Bildes mit der Bildunterschrift: Auch wenn er sich wehrt: der Stier ist immer das Opfer bei der 'Corrida'
Die Region Katalonien im Nordosten Spaniens verbietet den Stierkampf. Nach einer emotional geführten Debatte entschied das Parlament in Barcelona mehrheitlich gegen den traditionellen Kampf in der Arena.


Es ist ein historischer Sieg für Spaniens Tierschützer und eine bittere Niederlage für Traditionsbewusste: Das Parlament von Katalonien hat am Mittwoch (28.07.2010) die Abschaffung des Stierkampfes beschlossen. Damit verschwinden die blutigen Schaukämpfe ab 2012 aus der wohlhabenden Region im Nordosten des spanischen Festlandes, in der zehn Prozent der insgesamt 46 Millionen Spanier leben. Es ist das erste Verbot seiner Art auf dem spanischen Festland.

..."

Quelle: http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5845452,00.html
Habe ich heute im Radio gehört. Schon seit Jahren geht die Zuschauerzahl zurück, die Veranstaltungen werden nicht mehr im TV übertragen. Es ist zu hoffen und sieht ganz danach aus, dass die Tierquälerfront langsam bröckelt.
[Bild: hsu82t.jpg]
...tja, dann ratet mal, was jetzt mit den ganzen "überflüssigen" kampfstieren passiert, die nunmehr völlig renditefrei in der pampa grasen?
oder hat sich peta schon bereit erklärt, die süssen tierchen aufzunehmen, um sie comapssionate zu optionieren?
naivität kann scheinbar auch ein segen sein, anders kann ich den freudenjubel nicht erklären....
das schlachten wird ziemlich bald losgehen, ich hoffe, ihr berichtet dann auch so detailliert und unter freudentränen?Brav1
Bisschen verfrüht die Freude:
In der eigenständigen Region Katalonien spielte die Corrida in der Manege noch nie eine grosse Rolle. Dagegen gab es in Nordspanien öfter die Stierrennen ala Pamplona. Und sowas wurde gerade nicht verboten.
Bin mal der Meinung, das die jetzt wegfallenden Stierkämpfe vielleicht 2% ausmachen.
Ich denke, außer mit dem Tierschutzgedanken wollten sich die Katalanen mal wieder von den anderen Spaniern absetzen.
@greenlantern

Glaubst du vielleicht, die Stiere und Kühe wurden vorher nicht geschlachtet?
Ab 2012 werden sie nun zumindest nicht mehr in der Arena gequält.
Das IST ein Fortschritt!
Übrigens: Findest du Stierkampf vielleicht aufregend? Ist er für dich vielleicht ein "Kulturgut"? So wie dich hier zu Wort meldest, könnte man das vermuten.

@Hippolais
Über die Motive und die "geringe" Menge an Stieren bin ich sehr wohl informiert. Dennoch ist das ein Erfolg, denn zumindest werden die Stiere vor ihrem Tod beim Schlachter nun nicht mehr gequält.

Um den Tod sämtlicher Tiere zu vermeiden, müssten die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Ebro hinunterfließen.
deine vermutungen sind mir völlig egal.....
(30.07.2010 07:39)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Um den Tod sämtlicher Tiere zu vermeiden, müssten die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Ebro hinunterfließen.

Hi das wäre dann der Untergang aller Nutztierrassen, da ihre Existens nicht mehr notwendig wäre. Und da ca. 98% aller europäischen Nutztierrassen ohne die Pflege des Menschen nicht überlebensfähig sind und ich mir ziemlich sicher bin das niemand diesen harten, pflegeintensiven Job für nix und lau macht, wäre das ein richtiger Genozid v. epochalen Ausmasses.

Denn wenn alle Menschen Veganer sind, stellt sich wohl begründet die Frage ob man die Anbauflächen noch für Tiere verwendet die nutzlos sind. Oder ob man darauf Nahrung anbaut die den Eiweiß ausfall kompensiert?

Übrigens eine Milchkuh ist anders als Katze oder Hund kein gutes Kuschelhaustier.
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]
(30.07.2010 07:39)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Um den Tod sämtlicher Tiere zu vermeiden, müssten die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Ebro hinunterfließen.

Hi das wäre dann der Untergang aller Nutztierrassen, da ihre Existens nicht mehr notwendig wäre.

Ja, so sieht's aus. Und wenn Du ganz genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass eh schon fast alle Nutztierrassen untergegangen sind und Züchtungen Platz gemacht haben, welche unter einheitlichen Stallbedingungen am wirtschaftlichsten maximale Erträge bringen.

Und wenn Du noch genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass für die Produktion von Kraftfutter, z.B. Soja (90% der Weltsojaproduktion sind Viehfutter) Regenwald abgeholzt wird und täglich zig Arten aussterben. Würden also ein paar unserer Nutztierrassen aussterben, könnten dafür tausende andere Arten überleben

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Denn wenn alle Menschen Veganer sind, ...
was realistisch betrachtet in den nächsten 3 1/2 Monaten nicht passieren wird,

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]... stellt sich wohl begründet die Frage ob man die Anbauflächen noch für Tiere verwendet die nutzlos sind.
welche eigentlich eine blöde Frage ist, denn ohne Nutztiere, benötigt man natürlich kein Futter für diese Nutztiere mehr, da sie ja nicht mehr vorhanden sind. Ist doch wohl logisch oder? In der Realität passiert so eine Entwicklung eh nicht von heute auf morgen sondern wird sich - hoffentlich - entwickeln. Dann regelt der Markt was wo angebaut wird: Weniger Nutztiere bedeutet es wird weniger Futtermittel gebraucht, der Markt bietet aber mehr, der Preis für Futtermittel wird fallen, die Leute, welche die Pflanzen anbauen werden sich umorientieren.

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Oder ob man darauf Nahrung anbaut die den Eiweiß ausfall kompensiert?
Es wäre zu hoffen, dass sich die Menschen dann gesünder und nicht mehr mit einem solchen zuviel an Eiweiß ernähren, im Sinne der Volksgesundheit. Herz-Kreislauf Krankheiten z.B. würden zurückgehen, was der Chemieindustrie natürlich mißfällt. Interessant, dass die welche die Chemie für die Futterpflanzen herstellen, dann auch wieder an den kranken Menschen verdienen. Ein Depp wer Gutes dabei denkt, oder wie hieß das noch gleich? Ueberleg

Na ja und die Entwicklung ist eh schon so, dass immer mehr Landwirte sich zu "Energiewirten" mausern, da scheint besser verdient. Der Trend dürfte sich m.E. fortsetzen und falls wirklich mehr vom Fleisch wegkommen sogar verstärken, da für pflanzliche Nahrung ja viel weniger Fläche benötigt wird.

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Übrigens eine Milchkuh ist anders als Katze oder Hund kein gutes Kuschelhaustier.
Ich bin kein Kuschelhaustierhalter, finde aber Bullenkälber ziemlich süüß, habe gerade lila (blau-weiße) Kälber besucht, (sehen ähnlich aus wie hier: http://images.dhd24.com/42502301_small.jpg

die sind echt lieb. Aber Bullen mag ich dann nicht mehr so. Wegen mir müssen weder Kälber noch Hunde gezüchtet werden.
Danke bertel, für die Erklärungen für Miku. Ich hätte es nicht besser sagen können.

@Miku
Du scheinst zu glauben, dass ich Veganerin bin wegen der niedlichen Kälbchen. Ich finde die zwar niedlich, aber Veganerin bin ich nicht wegen ihrer großen Augen, sondern weil sie leidensfähig sind, wie alle sog. Nutztiere, ob sie nun niedlich sind oder nicht.

Außerdem wäre ich sehr dafür, der Natur wieder mehr Fläche zurückzugeben, denn auch die Wildtiere und hier vor allem die Schmetterlinge, Fledermäuse, Bienenarten, aber auch Bodenbrüter und sonstige Spezialisten brauchen dringend Hilfe, denn sie stehen bereits auf der roten Liste.
Weniger genutzte und ausgeräumte Landschaften und weniger Gift und Dünger auf den Feldern täten allen gut, auch uns.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]
(30.07.2010 07:39)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Um den Tod sämtlicher Tiere zu vermeiden, müssten die Menschen auf Fleisch und andere Tierprodukte verzichten, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Ebro hinunterfließen.

Hi das wäre dann der Untergang aller Nutztierrassen, da ihre Existens nicht mehr notwendig wäre.

Ja, so sieht's aus. Und wenn Du ganz genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass eh schon fast alle Nutztierrassen untergegangen sind und Züchtungen Platz gemacht haben, welche unter einheitlichen Stallbedingungen am wirtschaftlichsten maximale Erträge bringen.

Äh nein, ich habe mich umgesehen, es gab bis in die 90er eine Entwicklung hin zu den Hochleistungsrassen das stimmt. Und seit da gibt es ein Umdenken bsw. wurde die Förderung der seltenen Nutztierrassen im Rahmen des Österreichischen Umwelt- programms (ÖPUL) eingeleitet um regionale Bestände von Murbodner Braunvieh bsw. wieder zu etablieren oder im Burgenland das Ungarische Mangalica-Schwein. In Deutschland vorallem in der DDR war die Landwirtschaft seit je her im ein wenig "effizienter" und auf Gewinnmaximierung ausgelegt. Es kommt wohl immer auf die geistige Entwicklung der dortigen Menschen an.

(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Und wenn Du noch genauer hinschaust, wirst Du feststellen, dass für die Produktion von Kraftfutter, z.B. Soja (90% der Weltsojaproduktion sind Viehfutter) Regenwald abgeholzt wird und täglich zig Arten aussterben. Würden also ein paar unserer Nutztierrassen aussterben, könnten dafür tausende andere Arten überleben.

Ja Bertel natürlich, in der Anbausaison 2008/09 wurden 91% der Sojaernte in Ölmühlen gepresst. Produkte der Pressung sind zu etwa 80% Sojamehl und zu 20% Sojaöl. Deine Tiernahrung ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung für ein Speiseöl. Aber keine Angst wenn es keine Nutztiere mehr gibt werden das bestimmt auch Menschen essen oder halt wegschmeissen.
Übrigens 52% der weltweiten Sojaernte kommen aus Brasillien und Argentinien, die den Regenwald abholzen um Soja anzubauen. So mal rechnen 52% davon 80% als Viehfutter ergibt niemals deine 91% !

Wikipedia: Der überwiegende Anteil der Sojaernte wird zur Sojaölgewinnung eingesetzt, das vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für Biodiesel verwendet wird. Der verbleibende eiweißreiche Anteil der Bohne (rund 80 % der Masse), das Sojamehl, ist ein wichtiges Futtermittel in der Tierhaltung.

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Denn wenn alle Menschen Veganer sind, ...
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]was realistisch betrachtet in den nächsten 3 1/2 Monaten nicht passieren wird,

Realistisch wir das nie passieren Big Grin Mein Mann wird niemals auf sein Schnitzerl verzichten^^ Als ich ihn kennenlernte ass er jeden Tag Fleisch!!
Diese Eiweisübersättigung kann auf Dauer nicht gesund sein. Mit viel Mühe hab ich ihn dann umerzogen auf einmal Fleisch in der Woche.

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]... stellt sich wohl begründet die Frage ob man die Anbauflächen noch für Tiere verwendet die nutzlos sind.
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]welche eigentlich eine blöde Frage ist, denn ohne Nutztiere, benötigt man natürlich kein Futter für diese Nutztiere mehr, da sie ja nicht mehr vorhanden sind. Ist doch wohl logisch oder? In der Realität passiert so eine Entwicklung eh nicht von heute auf morgen sondern wird sich - hoffentlich - entwickeln. Dann regelt der Markt was wo angebaut wird:


Noch sind sie vorhanden. Aber wenn alle Menschen und seine Haustiere vegan sind, was passiert dann mit den vielen Nutztieren?
Die Frage ist doch nicht schwer oder? Werden sie und ihre Produkte wie bsw. Eier, Milch, Wolle im Müll entsorgt? Kümmert sich wer darum? Findet man das nicht ethisch bedenklich oder gar moralisch verwerflich diesen Lebewesen die mit uns seit Jahrtausenden eine Symbiose eingingen so zu hintergehen? Wir würden sie zum aussterben verurteilen sie ausrotten.

(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Weniger Nutztiere bedeutet es wird weniger Futtermittel gebraucht, der Markt bietet aber mehr, der Preis für Futtermittel wird fallen, die Leute, welche die Pflanzen anbauen werden sich umorientieren.


Das schon weniger Fleischkonsum wäre mal ein erstrebenswerter Anfang.
Ach ja die Leute - meine Güte das sind Bauern - , nu nicht alle Gebiete der Welt taugen für den Getreideanbau. Viele werden weiterhin ihre Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und was es da noch so gibt halten müssen.

(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Oder ob man darauf Nahrung anbaut die den Eiweiß ausfall kompensiert?
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Es wäre zu hoffen, dass sich die Menschen dann gesünder und nicht mehr mit einem solchen zuviel an Eiweiß ernähren, im Sinne der Volksgesundheit. Herz-Kreislauf Krankheiten z.B. würden zurückgehen, was der Chemieindustrie natürlich mißfällt. Interessant, dass die welche die Chemie für die Futterpflanzen herstellen, dann auch wieder an den kranken Menschen verdienen. Ein Depp wer Gutes dabei denkt, oder wie hieß das noch gleich? Ueberleg

Mmh diese "Chemie" lol wird auch für den Getreideanbau v. uns Menschen verwendet.
In 20 Jahren wenn alle Phosphorvorkommen (natürlicher Mineraldüngerzusatz) ausgebeutet sind wird man auf Kunstdünger umsteigen müssen. Dann schlägt die Chemiekeule bei uns allen ein egal ob Bio obensteht oder nicht. Die einzige Möglichkeit wäre eine starke Bevölkerungsreduktion so die ca die Hälfte 3 Milliarden.

(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Na ja und die Entwicklung ist eh schon so, dass immer mehr Landwirte sich zu "Energiewirten" mausern, da scheint besser verdient. Der Trend dürfte sich m.E. fortsetzen und falls wirklich mehr vom Fleisch wegkommen sogar verstärken, da für pflanzliche Nahrung ja viel weniger Fläche benötigt wird.

Diese Energiegewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen ist auf Dauer zum scheitern verurteilt, da bullshit hoch subventionierter bullshit, aber als sekundärer Energielieferant ähnlich der Wind oder Solarkraft hat es was gutes man beruhigt die Bevölkerung und suggeriert ihr man tut was für die Umwelt *fg*. Andererseits verdient bsw. Brasilien mit diesen Wahnsinn sich ein goldenes Näschen, Soja eignet sich erwiesenermaßen hervoragend als Biotreibstoff und Energieträger zum heizen oder Strom erzeugen.

Man muss den Menschen nur mal beibringen das Fleisch, Eier und Milch wenn sie nicht darauf verzichten können, dann zumindest als das sehen was sie sind nämlich Luxuslebensmitteln mit dementsprechenden Preisen.
(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Danke bertel, für die Erklärungen für Miku. Ich hätte es nicht besser sagen können.

Er hat sehr schlecht geantwortet, alleine die produzentalen Angaben v. dem Soja war schlicht falsch.

(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]@Miku
Du scheinst zu glauben, dass ich Veganerin bin wegen der niedlichen Kälbchen. Ich finde die zwar niedlich, aber Veganerin bin ich nicht wegen ihrer großen Augen, sondern weil sie leidensfähig sind, wie alle sog. Nutztiere, ob sie nun niedlich sind oder nicht.


Nein überhaupt nicht ich liebe auch Tiere darum bin ich seit Jahren schon Vegetarierin^^

(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Außerdem wäre ich sehr dafür, der Natur wieder mehr Fläche zurückzugeben, denn auch die Wildtiere und hier vor allem die Schmetterlinge, Fledermäuse, Bienenarten, aber auch Bodenbrüter und sonstige Spezialisten brauchen dringend Hilfe, denn sie stehen bereits auf der roten Liste.
Weniger genutzte und ausgeräumte Landschaften und weniger Gift und Dünger auf den Feldern täten allen gut, auch uns.

Mmh hör mal bei uns in der Region düngen die Bauern hauptsächlich mit Kuhscheisse also 100% ökologisch korrekt. Spritzmittel gegen Schädlinge sind leider immer noch weit verbreitet da müsste man verstärkt vorgehen und Alternativen finden. Grosse Landschaftsgebiete werden mehr durch Autobahnbau und dem zersiedeln (weil jeder Mensch unbedingt ein eigenes Häuschen draussen in der NATUR haben MUSS!) zerstört weniger durch Viehahltung welche sich v. den Wiesen hin in die Ställe verlagerte. Ich bin mia nicht ganz sicher aus welchen Gebiet du stammst "Lasst sie leben" aber bei uns sieht die Gegend so aus --->

http://s1.directupload.net/file/d/2244/r8fz2mvc_gif.htm
http://s7.directupload.net/file/d/2244/zmezod9m_jpg.htm
http://s3.directupload.net/file/d/2244/yha4scbw_jpg.htm

aber in vielen Gegenden Europas siehts leider so aus---->

http://s10.directupload.net/file/d/2244/...i7_jpg.htm
http://s3.directupload.net/file/d/2244/ajt3jzda_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/2244/9uhovmzi_jpg.htm

Eine Agrawüste nach der anderen um auf immer kleineren Anbauflächen den Ertrag nach oben zu schrauben. Den wöchentlich gehen alleine in Europa viele gute Böden und Wälder oder Wiesen für eine neue Einfamilienhaussiedlung, Tanke, Hotelkomplex oder Einkaufszentrum verloren.
(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]...
Und wenn Du ganz genau hinschaust, wirst Du feststellen, dass eh schon fast alle Nutztierrassen untergegangen sind und Züchtungen Platz gemacht haben, welche unter einheitlichen Stallbedingungen am wirtschaftlichsten maximale Erträge bringen.

Äh nein, ich habe mich umgesehen, es gab bis in die 90er eine Entwicklung hin zu den Hochleistungsrassen das stimmt. Und seit da gibt es ein Umdenken ...
... wohl doch nicht wirklich, denn wenn selbst "Arche Warder", ein Verein der die (Aus-) Nutzun von Tieren ausdrücklich befürwortet und sich dem Erhalt der "alten Rassen" gewidmet hat, schreibt:
Zitat:Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges hat eine starke Veränderung im Bereich der Nutztierhaltung eingesetzt. Der Großteil der Tierbestände setzt sich aus einigen wenigen Hochleistungsrassen zusammen. Eine Vielzahl von alten Haus- und Nutztierrassen – über Generationen und Jahrhunderte gezüchtet – ist inzwischen ausgestorben oder nur noch in kleinen Restbeständen vorhanden.

Allein in Deutschland stehen rund 90 Rassen auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztiere. Weltweit ist jede dritte Rasse vom Aussterben bedroht. Jeden Monat stirbt eine Rasse!
Quelle: http://www.arche-warder.de/arche_idee.php
so wird doch etwas Wahres dran sein. Aber dennoch werden natürlich die Arten ausgeblendet, welche für die Produktion des Viehfutters verschwinden. Eigentlich doch ein Tauschgeschäft.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]... Deine Tiernahrung ist ein Abfallprodukt bei der Herstellung für ein Speiseöl. Aber keine Angst wenn es keine Nutztiere mehr gibt werden das bestimmt auch Menschen essen oder halt wegschmeissen.
Sojaschrot ist bestimmt kein "Abfallprodukt", sondern ein hochwertiger Eiweißlieferant und sehr vielseitig im Einsatz, so wird daraus z.B. der beliebte und durch den Staat gegenüber Kuhmilch künstlich verteuerte Soja-drink hergestellt. Auch eine Form der Förderung der Volkskrankheit und des Klimawandels. Wink

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Übrigens 52% der weltweiten Sojaernte kommen aus Brasillien und Argentinien, die den Regenwald abholzen um Soja anzubauen. So mal rechnen 52% davon 80% als Viehfutter ergibt niemals deine 91% !
Bitte genauer lesen, ich schrub:
Zitat:dass für die Produktion von Kraftfutter, z.B. Soja (90% der Weltsojaproduktion sind Viehfutter) Regenwald abgeholzt wird und täglich zig Arten aussterben.
Das mit dem Viehfutte4r steht in Klammern, ist also nur eine Anmerkung. Die Aussage ist also, dass für den Anbau von Soja Regenwald abgeholzt wird und täglich zig Arten aussterben. Und das stimmt nunmal.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Wikipedia: Der überwiegende Anteil der Sojaernte wird zur Sojaölgewinnung eingesetzt, das vor allem als Lebensmittel, aber z. B. auch für Biodiesel verwendet wird. Der verbleibende eiweißreiche Anteil der Bohne (rund 80 % der Masse), das Sojamehl, ist ein wichtiges Futtermittel in der Tierhaltung.
Es kann natürlich sein, dass sich meine Quelle auf die Verwendung des Sojaschrotes bezog, was so ich mich erinnere nicht so ersichtlich war. Werde das so ich es nicht vergesse und dazu komme nochmal überprüfen. Jedenfalls kann Sojaschrot entweder als Viehfutter oder als Grundlage für Sojadrinks oder andere Sojaprodukte verwendet werden. Der überwiegende Anteil landet jedoch in Tiermägen, mit einem Wirkungsgrad von rund 10%, d.h. rund 90 % sind Verluste. (!!!) Ökologisch und ökonomisch absoluter Blödsinn.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 03:19)Miku schrieb: [ -> ]Denn wenn alle Menschen Veganer sind, ...
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]was realistisch betrachtet in den nächsten 3 1/2 Monaten nicht passieren wird,

Realistisch wir das nie passieren Big Grin Mein Mann wird niemals auf sein Schnitzerl verzichten^^
Dein Mann lebt auch nicht ewig, also sage nicht "nie" ... Icon_wink

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Als ich ihn kennenlernte ass er jeden Tag Fleisch!!
Diese Eiweisübersättigung kann auf Dauer nicht gesund sein. Mit viel Mühe hab ich ihn dann umerzogen auf einmal Fleisch in der Woche.
Na, das ist ja schonmal sehr löblich von Dir, meine Glückwünsche! Kriegst dafür ein Blümchen zur Anerkennung: Rosegift

Damit hilfst Du seiner Gesundheit, der Umwelt und auch den Tieren.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Aber wenn alle Menschen und seine Haustiere vegan sind, was passiert dann mit den vielen Nutztieren?
Die Frage ist doch nicht schwer oder? Werden sie und ihre Produkte wie bsw. Eier, Milch, Wolle im Müll entsorgt? Kümmert sich wer darum? Findet man das nicht ethisch bedenklich oder gar moralisch verwerflich diesen Lebewesen die mit uns seit Jahrtausenden eine Symbiose eingingen so zu hintergehen? Wir würden sie zum aussterben verurteilen sie ausrotten.
Wie wir schon festgestellt haben, wird diese Entwicklung langsam, kontinuierlich vonstatten gehen und nicht innerhalb weniger Wochen. Es ist doch so, dass die Nutztiere entsprechend der Nachfrage produziert werden. Besteht weniger Nachfrage, werden weniger Produktionseinheiten produziert, deswegen werden keine Tiere verfrüht umgebracht. Und ja, irgendwann wird jedes Nutztier umgebracht oder "ausgerottet" wie Du sagst, denn es ist das Los der Nutztiere getötet zu werden, wenn sie nicht mehr von Nutzen sind.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Weniger Nutztiere bedeutet es wird weniger Futtermittel gebraucht, der Markt bietet aber mehr, der Preis für Futtermittel wird fallen, die Leute, welche die Pflanzen anbauen werden sich umorientieren.


Das schon weniger Fleischkonsum wäre mal ein erstrebenswerter Anfang.
... ja, und weniger Eier- und Milchkonsum. Richtig. Und dafür kämpfe ich auch, natürlich ist es besser wenn jemand seinen Fleisch- und Milchkonsum um x-zig % senkt.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Ach ja die Leute - meine Güte das sind Bauern - , nu nicht alle Gebiete der Welt taugen für den Getreideanbau. Viele werden weiterhin ihre Schafe, Ziegen, Rinder, Pferde und was es da noch so gibt halten müssen.
Müssen gar nicht. Unrentable Höfe geben auf, das ist bei mir im Dorf nicht anders als in anderen Dörfern.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]... Dann schlägt die Chemiekeule bei uns allen ein egal ob Bio obensteht oder nicht. Die einzige Möglichkeit wäre eine starke Bevölkerungsreduktion so die ca die Hälfte 3 Milliarden.
Durch eine Verringerung der Produktion von Tierprodukten, werden ja auch um den Faktor 10 weniger pflanzliche Grundstoffe benötigt, somit Ressourcen geschont.

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 17:45)bertel schrieb: [ -> ]Na ja und die Entwicklung ist eh schon so, dass immer mehr Landwirte sich zu "Energiewirten" mausern, da scheint besser verdient. Der Trend dürfte sich m.E. fortsetzen und falls wirklich mehr vom Fleisch wegkommen sogar verstärken, da für pflanzliche Nahrung ja viel weniger Fläche benötigt wird.

Diese Energiegewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen ist auf Dauer zum scheitern verurteilt, da bullshit hoch subventionierter bullshit, aber als sekundärer Energielieferant ähnlich der Wind oder Solarkraft hat es was gutes man beruhigt die Bevölkerung und suggeriert ihr man tut was für die Umwelt *fg*.
Ich habe das nicht gelobt, sondern nur festgestellt. Ich habe die Entwicklung sehr eng verbunden erlebt, am Anfang stand wirklich "aus Scheiße Geld machen", inzwischen wird in manchen Anlagen hauptsächlich Maissilage Verfüttert oder gar Getreide verbrannt. Auch Freiflächensolaranlagen auf besten Ackerböden sind so ein ökologischer Unfug. Liegt daran, dass die verantwortlichen Politiker wohl ökologische Nichtswisser sind?

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]Man muss den Menschen nur mal beibringen das Fleisch, Eier und Milch wenn sie nicht darauf verzichten können, dann zumindest als das sehen was sie sind nämlich Luxuslebensmitteln mit dementsprechenden Preisen.
Ausgezeichnet
Meine volle Zustimmung!

(07.08.2010 11:12)Miku schrieb: [ -> ]
(06.08.2010 18:00)Lasst sie leben schrieb: [ -> ]Danke bertel, für die Erklärungen für Miku. Ich hätte es nicht besser sagen können.

Er hat sehr schlecht geantwortet, alleine die produzentalen Angaben v. dem Soja war schlicht falsch.
Wenn einzig und alleine eine Zahl falsch war, dann gehts ja noch.
@Miku
Du sagst, du seist Vegetarierin, aber du verteidigst die Fleisch"produktion"?
Das passt für mich nicht zusammen.

Eigentlich jede Vegetarierin weiß, dass die "Prouktion" von Fleisch (und auch anderen Tierprodukten) ein Vielfaches an Pflanzen plus einen sehr erheblichen Anteil Wasser erfordert. Wieso wusstest du das nicht?

Wenn es dir um seltene Nutztierrassen geht, die du gern erhalten wissen möchtest, so könnten einige Exemplare auch durch Liebhaber erhalten werden. Die Zahl der armen Hochleistungstiere, die heute den allergrößten Anteil an Nutztieren stellen, sollen sehr gern auf Null gehen. Sie wären nämlich am besten nicht geboren, denn ihr Leben bedeutet Leid. Sie werden mit Recht als Qzualzuchten bezeichnet.

Das Düngen mit Tierscheiße ist nicht so ökologisch, wie du glaubst, denn es belastet die Gewässer und das Grundwasser erheblich.
Es ist auch eine vegane Düngung möglich.

Wo ich dir absolut zustimme ist, dass die Zahl der Menschen erheblich reduziert werden muss, da Menschen ja nicht nur essen wollen, sondern auch sonst jede Menge an Ressourcen verbrauchen, die nur zu einem geringen Teil recycelt werden.
Die Geburtenrate von Deutschland wünsche ich mir für die ganze Welt.
Das wäre ein Riesenfortschritt für eine nachhaltige Entwicklung - auch des Menschen.
veganer dünger....nu habt ihrs geschafft, ich liege lachend am boden...!
Ach, du glaubst nicht, dass man mit Pflanzen düngen kann?

Frage doch mal einen Bauern deines Vertrauens nach "Gründüngung".
Ein Gärtner könnte dir etwas über Kompostdüngung erzählen.

Es gibt tatsächlich ökovegan wirtschaftende Bauern und Gärtner. Das habe ich mir nicht ausgedacht.

Aber schön, dass du diesen Thread liest. Das freut mich sehr.
@Miku

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und einige Zahlen zur Milchviehhaltung herausgesucht.
Im Land Niedersachsen, anerkanntermaßen das Land mit dem größten Anteil an Landwirtschaft, gab es im Berichtsjahr 2006/07 (neuere Zahlen liegen leider noch nicht vor)

- insgesant 615.510 Kühe.

Davon waren
- 577.226 Holstein Schwarzbunt
- 28.981 Holstein Rotbunt

und nur 9.303 andere Rassen, davon nur 34 Angler.

Der Anteil der Hochleistungsrasse Holstein Schwarzbunt betrug also 93,7 %.
So viel zu deiner Ansicht, es würde ein Umdenken stattfinden.

Vergleichen wir doch mal die "Milchleistungen" heutiger und früherer Kühe.

1950 gab es in Niedersachsen 2.145.700 Rinder, davon waren 1.030.000 Milchkühe. Diese "erzeugten" 3.407.200 Tonnen Milch (p.a.), also 3,3 t pro Kuh im Jahr.
1980 waren es 3.115.000 Rinder, davon 1.080.000 Milchkühe, die 5.511.900 t Milch "erzeugten", also 5,1 t pro Kuh und Jahr.
Im Jahr 2000 beherberte Niedersachsen 2.810.566 Rinder, davon 758.419 Milchkühe, die insgesamt 5.077.427 t Milch hergeben mussten, also 6,69 t Milch pro Kuh im Jahr, was eine VERDOPPELUNG gegenüber 1950 darstellt.
Im Jahr 2006, zu dem die letzten Zahlen bezüglich der Milchmenge vorliegen, ergibt sich eine Milchleistung pro Kuh im Jahr von 6,74 t (707.858 "gaben" 4.773.496 t Milch).

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass von 192.553 Milchkuhhaltern im Jahr 1950 heute noch 14.219 übrig geblieben sind.

Quelle: http://www.ml.niedersachsen.de/live/live...&_psmand=7

Auf der linken Seite wird eine pdf-Datei mit dem Titel: Tierproduktion in Niedersachsen 2007 angezeigt.

Wer übrigens die Milchleistung pro Tag aus meinen Angaben ausrechnet, sollte bedenken, dass die Tiere in jedem Jahr einige Tage "trocken stehen". Um Milch zu "geben" muss die Kuh immer wieder ein Kalb gebären.
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