Tierrechtsforen

Normale Version: Über die Vorteile einer gediegenen Schulbildung im christlichen Abendland
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Ich weiß nicht, ob ihr es verfolgt habt:
Aber neulich hat doch tatsächlich ein Richter entschieden: Die Tatsache, dass der bairische Oberjäger seine Jagd als Passion bezeichnet, berechtigt Tierrechtler nicht, ihn als Lusttöter zu bezeichnen.
Tja liebe Freunde. Mit nur etwas klitzekleinem Aufpassen im Religionsunterricht oder ersatzweise im Lateinunterricht wäre dies sinnlose Verschwendung von Steuergeldern nicht passiert. Ihr wisst es sicher, aber den Nulpen von VC war es offenbar unbekannt:
Passion heißt nicht Lust sondern Leiden!
Oder war die Passion Christi eine Lust-Event?

Wieso haben wir Jäger dann eine Passion?
Na, weil wir im Interesse der Natur auch oft leiden, aber die Motive zu jagen überwiegen und wiegen das Leid auf.
Das ganze heißt dann Leidenschaft!

P.S. Auch Veganer dürfen sich in diesem Sinne als passioniert bezeichnen.Icon_wink
Wortspielalarm?
Rudi, nichts für ungut, Lusttöter. Lodenlümmel und so weiter löst bei mir ehrlich gesagt etwas eher Wortspielalarm aus.
(08.06.2010 21:24)Rudi schrieb: [ -> ]Wortspielalarm?
Aber Rudi,
Worte haben nun mal ihre Bedeutung, in denen sie korrekterweise gebraucht werden (sollen).
Derrida (R.I.P.) war zwar anderer Meinung, nämlich dass auch nachträglich Bedeutungen geändert werden können, aber er wurde zu Recht des Nihilismus bezichtigt.
Wenn man sich nicht einer gemeinsamen Sprache bedient, wie will man dann diskutieren (Und du willst dich doch nicht ausklinken).
Hi Henriette.
Den Ausdruck "lodenbemantelte Büchsenträger und Fallensteller mit der Lizenz zum Töten" empfinde auch ich ehrlich gesagt als literarisch wertvoller als "Lodenlümmel" [Bild: lol3.gif]
(08.06.2010 22:21)Western Taipan schrieb: [ -> ]Hi.
Den Ausdruck "lodenbemantelte Büchsenträger und Fallensteller mit der Lizenz zum Töten" empfinde auch ich ehrlich gesagt als literarisch wertvoller als "Lodenlümmel" [Bild: lol3.gif]
"Literarisch wertvoller" ist vielleicht nicht ganz angebracht, da die semantische Bedeutung eines Worte an sich wertfrei ist, obwohl im Sinne der formalen Semantik an Wahrheitsbedingungen geknüpft.
Im Diskurs am Stammtisch oder in Foren können zwar Wortbedeutungen schwanken, aber die folgende Beliebigkeit schmälert dann die weitere Wichtigkeit.
Ein Beispiel der Folgen einer falschen Übersetzung: Beliebt bei Tierrechtlern: Du sollst nicht töten. Pustekuchen - In der Bibel steht: Du sollst nicht morden!

Was hast du gegen lodenbemantelte Hoplophoren? Soll ich wegen dir ständig in Flecktarn rumlaufen und mich dem Vorwurf der Hinterhältigkeit aussetzen?
..Und mein Lümmel ist weder in Loden noch in Latex gekleidet.

Du hast den Terminus Lodenjockel vergessen. Wir Jäger diskutieren gerade wer und was einer ist.
(08.06.2010 22:49)Hippolais schrieb: [ -> ]...
Ein Beispiel der Folgen einer falschen Übersetzung: Beliebt bei Tierrechtlern: Du sollst nicht töten. Pustekuchen - In der Bibel steht: Du sollst nicht morden!

Keine Ahnung, ich bin kein Bibelforscher. Vielleicht hat ja aber auch der olle Luther bei der Übersetzung einen Fehler gemacht Wink

(08.06.2010 22:49)Hippolais schrieb: [ -> ]Was hast du gegen lodenbemantelte Hoplophoren? Soll ich wegen dir ständig in Flecktarn rumlaufen und mich dem Vorwurf der Hinterhältigkeit aussetzen?

Ist schießen vom Hochsitz aus nicht hinterhältig? Auf Flecktarn-Bekleidung kommt es dann auch nicht mehr an Big Grin

(08.06.2010 22:49)Hippolais schrieb: [ -> ]..Und mein Lümmel ist weder in Loden noch in Latex gekleidet.

Mit was du deinen Lümmel bekleidest oder auch nicht, interessiert vielleicht die Mädels hier im Forum Big Grin

(08.06.2010 22:49)Hippolais schrieb: [ -> ]Du hast den Terminus Lodenjockel vergessen. Wir Jäger diskutieren gerade wer und was einer ist.

Lodenjockel ist mir kein Begriff Ueberleg Lodengockel schon eher Smile Ich bleibe bei "lodenbemantelte Büchsenträger und Fallensteller mit der Lizenz zum Töten" (wenn das nur nicht so verdammt lang wäre Ueberleg )
(08.06.2010 21:16)Hippolais schrieb: [ -> ]Oder war die Passion Christi eine Lust-Event?

Klares Ja. Mit welcher Hingabe die Kirchenkunst sich gerade diesem Thema gewidmet hat, da muß man schon blind sein um die masochistischen Untertöne nicht zu bemerken.
(08.06.2010 23:18)Western Taipan schrieb: [ -> ]Ich bleibe bei "lodenbemantelte Büchsenträger und Fallensteller mit der Lizenz zum Töten" (wenn das nur nicht so verdammt lang wäre )
Copy & paste ? Aetsch
Zitat:lodenbemantelte Büchsenträger und Fallensteller mit der Lizenz zum Töten
=
Lobüfalitten, woll´n wa´ das so bei Wikipedia hinterlegen? Wink
(08.06.2010 23:18)Western Taipan schrieb: [ -> ][quote='Hippolais' pid='92619' dateline='1276030182']
...
Ein Beispiel der Folgen einer falschen Übersetzung: Beliebt bei Tierrechtlern: Du sollst nicht töten. Pustekuchen - In der Bibel steht: Du sollst nicht morden!

Keine Ahnung, ich bin kein Bibelforscher. Vielleicht hat ja aber auch der olle Luther bei der Übersetzung einen Fehler gemacht Wink
Hat er tatsächlich: Sowohl in der jüdischen Tora als auch in der (sonst eher schlechter übersetzten) katholischen Vulgata ist eindeutig das Morden verboten.
(08.06.2010 22:49)Hippolais schrieb: [ -> ]Was hast du gegen lodenbemantelte Hoplophoren? Soll ich wegen dir ständig in Flecktarn rumlaufen und mich dem Vorwurf der Hinterhältigkeit aussetzen?

Ist schießen vom Hochsitz aus nicht hinterhältig? Auf Flecktarn-Bekleidung kommt es dann auch nicht mehr an Big Grin

Euch kann man es auch nie recht machen: Also nicht: Nichtsahnendes Wild, bumm, um,
sondern: Auf beunruhigtes, flüchtendes Wild schießen, möglichst "sportlich" freihändig, mit einer schlechten Waffe.
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Hi Rudi.
Lobüfalitten ins Wikipedia ist gut Lol4
Du könntest aber auch das Wort Jäger in die Bad Word-Liste eintragen und mit Lobüfalitten ersetzen lassen Wink

Hi Hippolais.
(09.06.2010 21:11)Hippolais schrieb: [ -> ]Hat er tatsächlich: Sowohl in der jüdischen Tora als auch in der (sonst eher schlechter übersetzten) katholischen Vulgata ist eindeutig das Morden verboten.

Da ich Protestant bin, halte ich mich dann natürlich an Luthers Übersetzung: "Du sollst nicht töten" Smile Martin war schließlich fast ein Nachbar von mir. Nur 12 km von meinem Heimatort entfernt wurde er geboren und dort starb er auch. R.I.P. Smile

(09.06.2010 21:11)Hippolais schrieb: [ -> ]Euch kann man es auch nie recht machen: Also nicht: Nichtsahnendes Wild, bumm, um,
sondern: Auf beunruhigtes, flüchtendes Wild schießen, möglichst "sportlich" freihändig, mit einer schlechten Waffe.
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Besser ist es, gar nicht zu schießen Smile Ich würde weder Freund noch Feind heimtückisch erschießen wollen. Das widerspräche meinem Naturell. Mir ist schon klar, daß Jäger ein paar Neandertaler-Gene mehr in sich tragen als normale Menschen (ca. 6%) und deshalb der Urtrieb "Jagen" bei ihnen stärker ausgeprägt ist, aber mit der richtigen Therapie (z.B. Tontaubenschießen, Agility) läßt er sich doch hoffentlich umlenken Big Grin Bei meinen "beutelüsternen" Jagdhunden schafft das schon ein einfacher Tennisball.

Anstoss
Was die Passion Christi angeht, ich muss mal wieder Das Leben des Brian gucken, einmal im Jahr ist Pflicht Smile
Was religiöse Bewegungen angeht, seien sie kathopädophilisch, evangelisch oder islamisch... nichts mit am Hut.
Es gibt keinen Gott, keinen Allah oder wie auch immer. Tot ist tot. Keine Jungfrauen, kein Paradies, das weisse Licht ist eine chemische Reaktion des Körpers beim Eintritt des Todes.
Wie auch immer, ob ich nun an einen Gott glaube oder nicht, das Leben jedes Lebewesen sollte respektiert werden. Ob Fliege oder Katze oder Kuh.
(09.06.2010 22:33)Western Taipan schrieb: [ -> ]Mir ist schon klar, daß Jäger ein paar Neandertaler-Gene mehr in sich tragen als normale Menschen (ca. 6%) und deshalb der Urtrieb "Jagen" bei hnen stärker ausgeprägt ist, ....
Tja, da muss ich dich enttäuschen:
1.) Ist unser Anteil an Neandertaler-Genen sehr viel niedriger. Nur vereinzelt gab es wohl Paarungen zwischen den Neandertalern und uns (Cro-magnon) und es ist durchaus möglich, dass die Kinder sich nicht fortpflanzen konnten (wg. verschiedener Chromosomensätze).
2.) Waren unsere gemeinsamen Vorfahren trotz relativ schlechter körperlicher Bedingungen (die Neandertaler waren robuster, gedrungener, besser der noch herrschenden Kälte angepasst) auf Grund höherer Intelligenz und Sozialisierung bei der Jagd einfach cleverer:
Anders als die Neandertaler, die einen lebensgefährlichen Frontalangriff auf das Wild riskieren mussten, setzten unsere gemeinsamen Vorfahren Fernwaffen ein und konnten somit das Wild "hinterlistiger" töten.
Auch entwickkelten sie Fischspeere, die bei den Neandertalern völlig unbekannt waren.
Fazit: Die bessere Technik bei der Jagd ermöglichte unseren Vorfahren das Überleben und bedingte das Aussterben der jagdlich sich nicht fortentwickelnden Neandertalern.

BTW: Die geschah vor etwa 25 bis 30 tsd. Jahren. Erst seit einem 5tel dieser Zeit - seit etwa 6.000 Jahren ermöglicht es die neolithische Revolution dem Menschen sich notfalls auch teilweise pflanzlich zu ernähren.
(09.06.2010 23:16)Rudi schrieb: [ -> ]....das weisse Licht ist eine chemische Reaktion des Körpers beim Eintritt des Todes.

Hat dir das eines deiner Hühner nach einem Nah-Tod - Erlebnis erzählt?
- Oder beim Tischerücken danach?
Also denken Jäger wie vor 6000 Jahren. Das erklärt einges Smile
Ich ziehe die andere Variante vor. Ich baue pflanzliche Nahrung an und
könnte mir auch nicht vorstellen ein anderes Lebewesen zu töten.
Jäger lehnen vegetarische /vegane Ernährung grundsätzlich ab.
Jäger lehnen es auch ab, keine Tiere zu erschießen.
Jäger brauchen das Gefühl der "Herrschaft" über Leben und Tod.
Jäger lehnen tierrechtskonforme Alternativen zur Regulierung des Bestandes
im Wald ab, da sie sonst ja nichts mehr erschießen können.
Gut betuchte Jäger machen auch gerne mal Jagdtourismus und erschießen für
viel Geld Löwen, Tiger oder andere vom Aussterben bedrohte Tiere.
Jäger Hegen und Pflegen. Lol4
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