Tierrechtsforen

Normale Version: Ist ewiges Wachstum möglich?
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Ich meine nein, unsere Volkswirtschaften, das Rentensystem, das Geldsystem, alles geht von einem ewigen Wachstum aus. Ein Jahr mit einem Nullwachstum bedeutet schon eine Kriese. Ist ewiges Wachstum nicht auch ein Schneeballsystem und dazu verurteilt irgendwann zu kollabieren?

Es stellte sich hier die Frage nach dem Bevölkerungswachstum:
(03.05.2010 03:32)spellon schrieb: [ -> ]Oh je, das Thema "Überbevölkerung" und "Grenzen des Wachstums "wird von kritischen Experten schon seit Jahrzehnten propagiert.Wer Tiere an ihrer Ausbreitung hindert müsste eigentlich wissen dass es auch für den Menschen Grenzen geben muss. Wer Tiere abknallt denkt da wohl auch beim Menschen gleich an dieselbe Methode (und diese wird ja auch in den vielen Kriegsgebieten praktiziert). Dabei weiß jeder: Vorbeugen (durch Verhütung) ist besser als mit Blei durchbohren oder Verhungern. Grundsätzlich geht es um die Frage: gehört der Planet alleine den Menschen oder haben auch andere Arten eine Existenzberechtigung.Wenn man letzteres bejaht, sind weite Teile der Erde und wohl auch Deutschland unter diesem Aspekt überbevölkert. Doch statt den natürlichen Bevölkerungsrückgang (In Dtl) willkommen zu heißen wird die Vermehrung wieder künstlich angekurbelt...
Werden Kriege nicht nur dazu geführt die Bevölkerung künstlich zu dezimieren, sondern auch dazu um Wirtschaftsgüter kaputtzumachen? So kann wieder Wachstum von vorne beginnen, die Rüstungsproduktion, der Wiederaufbau, all das ermöglicht Wachstum.
Nur blöd, dass die Ressourcen nicht mitwachsen.

"Vorbeugen (durch Verhütung) ist besser als mit Blei durchbohren..."
Stimmt natürlich, aber Geburtenkontrolle hängt auch und vor allem mit Bildung zusammen. Dort wo mehr Bildung, soziale Sicherheit vorhanden ist, gehen die Geburtenzahlen zurück. Würde der Bildungsstandard in betreffenden Ländern erhöht, brauchten sie weniger unser "know how", die Exporte würden geschwächt. Und das wäre natürlich schlecht für diesen "Wachtumsmarkt", wir wollen ja einen Außenhandelsüberschuß. Dass den irgendjemand mit Defiziten zahlen muß, ist logisch. Die Hungerleider natürlich, die sind es ja gewohnt. Die Frage ist nun, ob eine Bildung in diesen Ländern in unserem Interesse ist, oder ob doch besser Rüstungsgüter und irgendwelcher Überschuß dorthin gekippt werden, damit hier weiter Wachstum herrschen kann.

"auch Deutschland unter diesem Aspekt überbevölkert. Doch statt den natürlichen Bevölkerungsrückgang (In Dtl) willkommen zu heißen wird die Vermehrung wieder künstlich angekurbelt..."
Deutschland gehört zu den am dichtest besiedelten Ländern der Welt, kein weiteres Bevölkerungswachstum wäre mehr als wünschenswert. Allerdings ist eben das ganze Wirtschafts- und Rentensystem auf ein Schneeballsystem aufgebaut, man hofft, dass durch weiteres Wachstum erst die nächste Generation - die dann noch dickere Suppe - auslöffeln muß. Die Alternative wäre, eine grundsätzliche Reform einzuleiten, weg von einem Schneeballsystem, hin zu einem selbst finanzierten System. Dabei würde es einige Verlierer geben, Pfründe gingen verloren, das kostet Wählerstimmen. Ungemütliche Maßnahmen sind unpopulär, selbst wenn überlebenswichtig. Versprechen, die Geld auf Pmp kosten sind zwar schädlich, kommen aber beim Wahlvolk an und bringen Stimmen. Das ist ein Problem der Demokratie, Nachhaltigkeit kann es nur innerhalb einer Wahlperiode geben.

Ich ärgere mich auch, dass die Politik nun wieder versucht künstlich ein Bevölkerungswachstum zu generieren mit allen möglichen Geschenken, die die normale arbeitende Bevölkerung zahlen muß.
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