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Gast

Jagdfrevler töten zahlreiche geschützte Vögel

Flintbek - Jagdfrevler machen in Schleswig-Holstein Hatz auf geschützte Vögel. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist eine Rohrweihe in einem Fangeisen verendet, in Dithmarschen vergifteten Unbekannte Habichte und Mäusebussarde, und in Nordfriesland schoss ein Jäger seinen Osterbraten sogar in einem Naturschutzgebiet: (...) Diese Fälle sind nur die Spitze des Eisberges, ist sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sicher: "Die Dunkelziffer ist hoch, es werden nur Zufallsfunde bekannt" (...) Der Grund: In der ländlichen Bevölkerung schütze das soziale Kontrollsystem die "Tiermörder". Wer einen Jäger anzeigt, werde geächtet und sei schnell in allen Bereichen ausgeschlossen. lno
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/...oegel.html

(...) Eine Sprecherin (des Landesjagdvergandes) sagte am Mittwoch nur: «Schwarze Schafe gibt es überall.»
http://www.shz.de/nachrichtenticker-nord...7e531d4f01

da frag ich mich: wie weit ist es da mit dem bildungsauftrag des jägers in der ländlichen bevölkerung und unter den eigenen kollegen?
....wenige funde als beleg für vermutete dunkelziffern.....ade´, du land der dichter und denker...die generation DSDS hat dich fest im griff....

Gast

(15.04.2010 10:09)Gast schrieb: [ -> ]da frag ich mich: wie weit ist es da mit dem bildungsauftrag des jägers in der ländlichen bevölkerung und unter den eigenen kollegen?
der bildungsauftrag gilt doch nur kritikern und gegnern der jagd gegenüber. bevorzugt beschäftigen sich jäger unter dem denkmäntelchen des "bildungsauftrages" auch mit kindern, denen kann man mitunter alles erzählen und die lassen sich leicht beeinflussen. so werden zukünftige jäger und jagdfreunde "rekrutiert" oder zumindest versucht, für die zukunft der jagd eine positivere gesellschaftliche grundlage zu schaffen. da wunderst du dich, dass jäger nichts sinnvolles zu den oben genannten fällen zu sagen haben? die ländliche bevölkerung ist doch vorwiegend für die jägerschaft, die muss man nicht bekehren (sorry, ich meinte "bilden"). die decken laut beitrag ja sogar die jäger bei gesetzesverstöße. und die jäger schweigen...

Gast

(15.04.2010 12:18)Gast schrieb: [ -> ]bevorzugt beschäftigen sich jäger unter dem denkmäntelchen des "bildungsauftrages" auch mit kindern, denen kann man mitunter alles erzählen und die lassen sich leicht beeinflussen

ersetze "Jäger" durch "beinahe veganen Tierschutzlehrer" ...
(15.04.2010 12:18)Gast schrieb: [ -> ]...
die ländliche bevölkerung ist doch vorwiegend für die jägerschaft, die muss man nicht bekehren (sorry, ich meinte "bilden")
...

Schonmal darüber nachgedacht, woran das liegt? Warum die ländliche Bevölkerung im Gegensatz zu naturferneren Bevölkerungsgruppen eben keine Probleme mit der Jagd hat? Im Gegenteil, eher mit dem Unterlassen derselben?

Gast

(15.04.2010 12:38)Vormund.av schrieb: [ -> ]Schonmal darüber nachgedacht, woran das liegt? Warum die ländliche Bevölkerung im Gegensatz zu naturferneren Bevölkerungsgruppen eben keine Probleme mit der Jagd hat? Im Gegenteil, eher mit dem Unterlassen derselben?
sicher. ob bauern und ländliche personen grundsätzlich als besonders "naturnah" oder naturfreundlich anzusehen sind, lasse ich jetzt mal dahingestellt. ausnahmen gibt es natürlich auch hier.

es würde mich nicht überraschen, wenn sich in der gegend, in der die jäger von der ländlichen bevölkerung, auch oder gerade bei gesetzwidrigen handlungen, gedeckt werden, eine überdurchschnittlich hohe nutztierhaltungsdichte vorfinden läßt. landwirte mit intensiver nutztierhaltung sind naturschützern und tierschützern auch nicht gerade wohlgesonnen, und das schweißt sie mit den jägern zusammen.

Gast

zudem sind viele landwirte auch gleichzeitig jäger. in gegenden, in denen die nutztierhaltung weniger verbreitet ist, haben die jäger auch nicht immer ein so gutes ansehen in der bevölkerung.
....weil nämlich alle landwirte nutztiere halten...und wieder ein lustiger kleiner troll, der keine ahnung hat, wovon er schreibt....nimm dir ein schild!
(15.04.2010 12:55)Gast schrieb: [ -> ]ob bauern und ländliche personen grundsätzlich als besonders "naturnah" oder naturfreundlich anzusehen sind, lasse ich jetzt mal dahingestellt.

Naturfreundlich hast Du neu eingeführt. Ich habe "naturnah" geschrieben und wortwörtlich gemeint. Von "Landwirten" war keine Rede (aber ja, die wohnen auch dort und einige sind auch Jäger).

Gast

(15.04.2010 13:53)Vormund.av schrieb: [ -> ]Naturfreundlich hast Du neu eingeführt. Ich habe "naturnah" geschrieben und wortwörtlich gemeint. Von "Landwirten" war keine Rede (aber ja, die wohnen auch dort und einige sind auch Jäger).
ob die heutige landwirtschaft und die landwirte als besonders naturnah zu bezeichnen sind, bezweifle ist doch nicht weniger. ich halte es auch für verfehlt, bei der intensivierten und marktwirtschaftlich ausgerichteten landwirtschaft von "naturnähe" zu reden. landnah oder landwirtschaftsnähe wäre wohl bei deinen ausführungen treffender gewesen.

(15.04.2010 13:21)greenlantern schrieb: [ -> ]....weil nämlich alle landwirte nutztiere halten...und wieder ein lustiger kleiner troll, der keine ahnung hat, wovon er schreibt....nimm dir ein schild!
mit den ackerbauern verhält es sich etwas anders. die sind von den grünröcken nicht immer so ganz angetan weil sie oft genug der meinung sind, dass die jäger zu wenig für die landwirte tun. die jäger haben selbstverständlich auch keine lust tag und nacht die äcker der ganzen landwirte zu bewachen. denn dann würde ja das so intensive jagd- und naturerlebnis und das gefühl von freiheit der jäger auf der strecke bleiben. die wenigsten jäger richten ihre jagdausübung ausschließlich an den wünschen der landwirte aus, und da ja auch noch die forstwirte, die bedient werden wollen...

ich kenne großstädter, die viel von ihrer freizeit in der natur verbringen, und natur mitunter näher erfahren, als so mancher landwirt.

Gast

Zitat:ich kenne großstädter, die viel von ihrer freizeit in der natur verbringen, und natur mitunter näher erfahren, als so mancher landwirt.

Kenne ich auch, meistens irgendwelche wissenschaftlichen Hilfskräfte die nur nen halben Tag arbeiten, während Landwirte 12-14 Stunden am Tag / 7 Tage die Woche damit beschäftigt sind ihre Familie zu ernähren.
Solche Großstädter die dann möglichst noch aufs Dorf ziehen und sich über das Geräusch des Traktors aufregen haben sogar eine Bezeichnung:

Tierschutzlehrer oder auch Wohlstandsmade

Gast

(15.04.2010 14:23)Gast schrieb: [ -> ]...während Landwirte 12-14 Stunden am Tag / 7 Tage die Woche damit beschäftigt sind ihre Familie zu ernähren.
darum ging es doch gar nicht. ich weiß, wieviel landwirte mitunter arbeiten müssen (ich bin selbst auf dem land groß geworden). ich kenne aber auch sehr wohlhabende "landwirte", die es sich leisten können, billiglohnarbeiter für die schmutzarbeit einzusetzen, die nicht von maschinen bewältigt werden kann. und das betrifft den nutzpflanzenanbau genauso wie die nutztierhaltung.

es ist einfach nicht richtig, den landwirten grundsätzlich eine gewisse naturnähe zu unterstellen. und das gilt erst recht, wenn es auf die oben genannten fälle bezogen wird. rechtfertigst du etwa das vorgehen der jäger und landwirte im oben genannten fall?
Wie liest sich das denn... Gast im Selbstgepräch? Bitte meldet euch an oder gebt Euch von mir aus für den Thread Nummern...

Gast, was hast Du nur mit Deinen Landwirten? Bis jetzt sind die allenfalls als Teilmenge der am Land lebenden Bevölkerung involviert.

Gast

Nur weil hier ein paar Gäste irgendwelche unbelegte Behauptungen aufstellen so etwa wie:

Zitat:in denen die nutztierhaltung weniger verbreitet ist, haben die jäger auch nicht immer ein so gutes ansehen in der bevölkerung.

soll ich irgendetwas gut heissen oder ablehnen ? Völliger Quatsch. Würden diese Gäste sich auskennen wäre denen klar, daß die Jäger bei Pflanzenproduzenten sogar noch beliebter sind als bei Tierproduzenten. Das hat den ganz einfachen Hintergrund, daß das Wild zwar Pflanzen frisst und eine Rotte Wildschweine mal ratzbatz ein Feld umflügt, aber Rinder uns Schweine im Stall normalerweise stehen lässt.
Zumindest bin ich froh wenn ein Jäger mir den Bestand an Wildschweinen so gering wie möglich hält. von mir aus könnte er sie in den anliegenden Wäldern sogar ganz ausrotten.
(15.04.2010 15:20)Gast schrieb: [ -> ]Völliger Quatsch. Würden diese Gäste sich auskennen wäre denen klar, daß die Jäger bei Pflanzenproduzenten sogar noch beliebter sind als bei Tierproduzenten. Das hat den ganz einfachen Hintergrund, daß das Wild zwar Pflanzen frisst und eine Rotte Wildschweine mal ratzbatz ein Feld umflügt, aber Rinder uns Schweine im Stall normalerweise stehen lässt.
Und würde dieser Gast sich auskennen, wüßte er, dass die Maisäcker, die von den wilden Sauen umgepflügt werden, meistens Agrarökonomen mit Viehwirtschaft gehören. Warum denn nur?

Ach ja, so langsam ändert es sich, da in die Fütterung der Biogasanlagen ähnliches verfüttert wird wie an das liebe Vieh.

(15.04.2010 15:20)Gast schrieb: [ -> ]Zumindest bin ich froh wenn ein Jäger mir den Bestand an Wildschweinen so gering wie möglich hält. von mir aus könnte er sie in den anliegenden Wäldern sogar ganz ausrotten.
Der Bauer braucht kein Wild, das ist klar.
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