13.02.2010, 11:03
Immer wieder lese ich in anderen Foren, dass sich Menschen darüber aufregen, die Veganer wollen dauernd missionieren und andere Menschen überzeugen. Dieses penetrante Geschwurbel nervt ungemein. Warum? Da spricht bei mir einfach das Gerechtigkeitsempfinden dagegen und das sagt mir, dass diese Aussagen bis auf wenige Ausnahmen haltlos sind. Meist ist es sogar umgekehrt!
Ich habe mir einmal Gedanken gemacht, woher wohl diese Anschuldigungen kommen. Nun sie sind nicht einmal böse gemeint, rühren nur daher, dass die Menschen immer die Welt aus der eigenen Perspektive sehen, also nie real sondern immer nur das Zerrbild durch den Filter der eigenen Vorstellung. So ist es für einen Omnivoren "normal", tote Lebewesen oder Produkte von Lebewesen zu verwenden, deshalb sehen sie es als abartig, wenn jemand dies nicht tut und behandeln diese Personen entsprechend wie Perverse.
Doch einfach ein Beispiel aus der Praxis, um die Theorie zu verdeutlichen. Ich war eine Woche lang in einer Gruppe zusammen, ungefähr je die Hälfte Omnivore und Veggies und ich als einziger Veganer. In einem Gespräch sagte mir ein Mitglied aus der Gruppe, ich würde immer wieder, wenn auch nicht penetrant, so doch "missionieren". Ich habe das von mir gewiesen und erklärt, dass ich mich absolut darauf konzentriert hätte, niemanden meine Einstellung reinzudrücken, jedoch auf Fragen antworten würde. Alles was ich mache wären klare, sachliche Antworten auf die Fragen, mehr nicht. Meine Gesprächspartnerin meinte beim Überdenken dass das wohl so stimmen könnte. Lustigerweise begab es sich aber, dass wir nach dem Gespräch zusammen zum Essen gingen und mich mal wieder jemand fragte warum ich denn irgendwas davon nicht essen "dürfe". Meine Antwort knapp und sachlich, dass ich natürlich alles essen dürfe, sogar Kamelkotze oder Hundekacke, aber manches einfach nicht essen wolle. Danach kurz und prägnant warum für mich entsprechendes Produkt nicht in Frage kommt. Meine Gesprächspartnerin mußte nur lachen, sie hat sich in dem Gespräch davor mit meiner Lage auseinandergesetzt und anhand des praktischen Beispiels erkannt, wie es jemanden, der von der Norm abweicht, ergeht. Derjenige muß sich ständig für diese Abweichung rechtfertigen und wird dafür dann auch noch schief angesehen.
Was wäre die Alternative? Wenn man gefragt wird, weshalb man keine Toten verspeist oder als Erwachsener keine artfremde Muttermilch trinkt:
[ _ ] a) Die Menschen ignorieren und wie Luft behandeln?
[ _ ] b) Ihnen stattdessen die Funktionsweise eines Frequenzumrichters erklären?
[ _ ] c) Ihren Dackel mit dem Latthammer erschlagen (Picard No. 298) und noch blutig essen und sie so überzeugen, dass man seine Einstellung endlich geändert hat?
[ _ ] d) Dem Frager gepflegt eine aufs Maul hauen?
[ _ ] e) Dem nächsten Mädel die Bluse runterreißen und an ihrer Brust nuckeln?
[ _ ] f) Die Автомат Калашникова образца 47 antworten lassen?
[ _ ] g) Selbstmord begehen und somit niemand mehr mit der eigenen Normabweichung belästigen.
[ _ ] h) ......................................................................................
Kurz es ist mitnichten so, dass die Nichtveganer die vegane Lebensweise tolerieren, nein sie erwarten immer dass die Veganer sich zu rechtfertigen haben und versuchen dann noch mit aller Gewalt ihr eigenes Handeln zu rechtfertigen oder gar die Veganer zu missionieren doch wieder Kadaver oder Eier aus Käfighaltung zu verspeisen.
Wie oft hört man so Sachen wie:
Ach, wenn man bei allen Dingen so genau nachschauen muss, dann darf man ja gar nichts mehr essen, das darf man einfach alles nicht so hinterfragen, ...
Menschen, die Veganern beharrlich solchen Mist vorwerfen sollten einfach einmal den Selbstversuch machen, einen Monat lang vegan zu leben und mitbekommen welche Reaktionen ihnen aus ihrem Umfeld entgegenschlagen.
Ich habe mir einmal Gedanken gemacht, woher wohl diese Anschuldigungen kommen. Nun sie sind nicht einmal böse gemeint, rühren nur daher, dass die Menschen immer die Welt aus der eigenen Perspektive sehen, also nie real sondern immer nur das Zerrbild durch den Filter der eigenen Vorstellung. So ist es für einen Omnivoren "normal", tote Lebewesen oder Produkte von Lebewesen zu verwenden, deshalb sehen sie es als abartig, wenn jemand dies nicht tut und behandeln diese Personen entsprechend wie Perverse.
Doch einfach ein Beispiel aus der Praxis, um die Theorie zu verdeutlichen. Ich war eine Woche lang in einer Gruppe zusammen, ungefähr je die Hälfte Omnivore und Veggies und ich als einziger Veganer. In einem Gespräch sagte mir ein Mitglied aus der Gruppe, ich würde immer wieder, wenn auch nicht penetrant, so doch "missionieren". Ich habe das von mir gewiesen und erklärt, dass ich mich absolut darauf konzentriert hätte, niemanden meine Einstellung reinzudrücken, jedoch auf Fragen antworten würde. Alles was ich mache wären klare, sachliche Antworten auf die Fragen, mehr nicht. Meine Gesprächspartnerin meinte beim Überdenken dass das wohl so stimmen könnte. Lustigerweise begab es sich aber, dass wir nach dem Gespräch zusammen zum Essen gingen und mich mal wieder jemand fragte warum ich denn irgendwas davon nicht essen "dürfe". Meine Antwort knapp und sachlich, dass ich natürlich alles essen dürfe, sogar Kamelkotze oder Hundekacke, aber manches einfach nicht essen wolle. Danach kurz und prägnant warum für mich entsprechendes Produkt nicht in Frage kommt. Meine Gesprächspartnerin mußte nur lachen, sie hat sich in dem Gespräch davor mit meiner Lage auseinandergesetzt und anhand des praktischen Beispiels erkannt, wie es jemanden, der von der Norm abweicht, ergeht. Derjenige muß sich ständig für diese Abweichung rechtfertigen und wird dafür dann auch noch schief angesehen.
Was wäre die Alternative? Wenn man gefragt wird, weshalb man keine Toten verspeist oder als Erwachsener keine artfremde Muttermilch trinkt:
[ _ ] a) Die Menschen ignorieren und wie Luft behandeln?
[ _ ] b) Ihnen stattdessen die Funktionsweise eines Frequenzumrichters erklären?
[ _ ] c) Ihren Dackel mit dem Latthammer erschlagen (Picard No. 298) und noch blutig essen und sie so überzeugen, dass man seine Einstellung endlich geändert hat?
[ _ ] d) Dem Frager gepflegt eine aufs Maul hauen?
[ _ ] e) Dem nächsten Mädel die Bluse runterreißen und an ihrer Brust nuckeln?
[ _ ] f) Die Автомат Калашникова образца 47 antworten lassen?
[ _ ] g) Selbstmord begehen und somit niemand mehr mit der eigenen Normabweichung belästigen.
[ _ ] h) ......................................................................................
Kurz es ist mitnichten so, dass die Nichtveganer die vegane Lebensweise tolerieren, nein sie erwarten immer dass die Veganer sich zu rechtfertigen haben und versuchen dann noch mit aller Gewalt ihr eigenes Handeln zu rechtfertigen oder gar die Veganer zu missionieren doch wieder Kadaver oder Eier aus Käfighaltung zu verspeisen.
Wie oft hört man so Sachen wie:
Ach, wenn man bei allen Dingen so genau nachschauen muss, dann darf man ja gar nichts mehr essen, das darf man einfach alles nicht so hinterfragen, ...
Menschen, die Veganern beharrlich solchen Mist vorwerfen sollten einfach einmal den Selbstversuch machen, einen Monat lang vegan zu leben und mitbekommen welche Reaktionen ihnen aus ihrem Umfeld entgegenschlagen.







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und so ... könnte man das auch noch tolerieren?