Tierrechtsforen

Normale Version: Tierrechtler(in nur als Veganer/in?
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Hmm ich habe mich hier durchgewühlt, und mir stellt sich die "philosophische" Frage...

Ich bin Vegetarierin, keine Veganerin (weil ich soviel unverträglichkeiten habe, so unkreativ und einseitig beim kochen bin usw.)... und ich frage mich da, ob ich trotzdem als "tierrechtlerin" gelte? Manche vermitteln den eindruck, dass man nur Tierhelfer und rechtler ist, wenn man gleichzeitig vegan lebt... keine frage, ich find veganismus gut, und wenn ich mich trauen würde und wüsste wie, wäre ich das auch =) wie auch immer, ich hoffe ihr versteht mich richtig Wink

liebe Grüße
Tili
Dr. Helmut Kaplan ( Website: http://www.tierrechte-kaplan.org ) bezeichntet sich (bspw.) doch auch als Tierrechtler (oder Tierrechtsphilosoph (?)) und ist lange Zeit Vegetarier gewesen und wahrscheinlich auch immer noch.
Hi,

aha was bin ich denn? Ich futtere Fleisch und verabscheue Gemüse. Liebe aber Salat Wink

Solche Fragen sind unsinnig, jeder der sich für Tiere einsetzt ist ein Tierrechtler,-schützer, -freund usw.

Nur weil jemand Tiere isst, kann er genauso diese respektieren und achten!

Grüße
Peter
(15.01.2010 21:26)campy schrieb: [ -> ]... jeder der sich für Tiere einsetzt ist ein Tierrechtler,-schützer, -freund usw.

Nur weil jemand Tiere isst, kann er genauso diese respektieren und achten!

Grüße
Peter
AusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnetAusgezeichnet
Knuddel
Wir sollten mal einen Preis für die dümmsten Beiträge des Monats verteilen.
mein Vorschlag:
Platz 1 mit obrigem Beitrag von Campy und auf Platz 2 Marcels Antwort.
Hmh...aber als was könnte man Campy dann bezeichnen,wenn er kranke Wildtiere aufzieht..?
@ Thel
um in Rudis Denkmuster zu bleiben und von ihm doch noch den Siegerpokal zu bekommen:

Leute die sich omnivor ernähren und sich um Tiere kümmern,
sie aufwändig großpäppeln, versorgen etc. und tatsächlich nebenbei auch noch manchmal Hähnchen oder Schnitzel essen, machen das nur um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen....Echte Tierfreunde leben sich doch am Monitor aus, weil die wahre Natur in der Realität zu hart ist.
Als Ersatz halten sie sich dann meist was zum Streicheln - die Echten, die Besseren, natürlich, die Ethiker, Du weißt. .
Cool Rolleyes Icon_mad
Marcel, das hat nichts mit Denkmustern zu tun. (Sowas gibts? *g*)
Ich empfand den Beitrag als etwas zu stolz oder frech ("Ich futtere Fleisch") um ihn nicht unkommentiert zu lassen.
Und da wir uns hier in einem Tierrechts-Forum befinden ist eine derartige Antwort schon etwas provozierend.
Hab ich so empfunden. Falls ich das falsch interpretiert haben solte, bitte ich um Pardon.
Das kommt natürlich auf die Definition an. Wenn man als Hundefreund solche Menschen bezeichnet, die Hunde wundervoll zubereitet auf dem Teller lieben, dann stimmt die Definition natürlich. Dann wären logischerweise Kannibalen auch "Menschenfreunde".

P.s.: Bin ich aber froh nicht der Freund von Marcel zu sein, sonst würde er mich ja logischerweise abballern. Schock
Ja ja, issscha guuuht ihr Zwei.
Ich kenn Euch ja...
:-)
Oh,ja..also das ist nunmal Campy..immer sehr direkt.
Und ich denke,er meinte es genau so,wie er es gechrieben hat.
Ohne bösen Hintergedanken allerdings.
Wird wohl seine Meinung sein.

MfG

Thel

PS: Ebenfalls ohne provozieren zu wollen,aber ist vegetarische bzw. vegane Ernährung nicht auch irgendwo "Das Gewissen beruhigen wollen"?
Zumindest wäre doch ein schlechtes Gewissen da,wenn man sich nicht dran hält und einmal(aus welchem Grund auch immer) Fleisch isst. Oder nicht?
Guten Morgen,

ich verabscheue eigentlich nur eingeschränkte Sichtweisen. Da ich eigentlich mit fast jeder Gesinnung kann, weil ich fast alles respektiere und jeder so leben soll, wie er es für sich persönlich entschieden hat, geht mir immer dabei einer ab, wenn ich lese: Wir sind der Nabel der Welt und der Rest macht alles verkehrt.

Wenn jemand isst, worauf er Lust hat, soll er es doch ( evtl. kauft diese Person ja auch bewußt ein, Eier aus Freilandhaltung, Fleisch aus Biohaltung usw...). Wenn jemand Vegetarier ist, soll er doch ( ich esse auch für mein Leben gerne Tofu und Salate). Wenn jemand Vegan ist, soll er doch ( ich bewundere die Kunst sich so gezielt ernähren zu können)

Und nach meiner Sichtweise, können alle 3 Gesinnungen z.B. im Tierschutz gleichwertig aktiv sein, nur halt jeder aus seiner Sicht heraus.

Jetzt bitte mal nicht böse auf mich sein, wie oben geschrieben ich respektiere fast alle Meinungen. Ich habe jetzt mal in diversen Veganforen gestöbert, dabei sind mir Fragen aufgefallen, ob man nicht bestimmte Tiere auch vegan ernähren könnte. Gebt mal ner Katze, oder nem Rabenvogel Tofu! Jemand der sich intensiv mit Tieren beschäftigt und etwas über deren körperlichen Aufbau kennt, würde sagen: (*Achtung Provokant*) Tierquälerei!

Also müsste man ja daraus schliessen, Veganer sind Tierrechtler, aber nur als Schreibtischtäter.....weil im aktiven Tierschutz, können sie Tiere überhaupt nicht adäquat versorgen!

Darum sollte man doch über jede Person froh sein, die sich aktiv und passiv für die Bedürfnisse der Tiere einsetzt. Halt jeder soviel, wie er selber für sich geben kann.

Grüße
Peter
(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Guten Morgen,
Servus Peter!

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]ich verabscheue eigentlich nur eingeschränkte Sichtweisen. Da ich eigentlich mit fast jeder Gesinnung kann, weil ich fast alles respektiere und jeder so leben soll, wie er es für sich persönlich entschieden hat, geht mir immer dabei einer ab, wenn ich lese: Wir sind der Nabel der Welt und der Rest macht alles verkehrt.
Ich habe auch eine irgendwie eingschränkte Sichtweise. Für nationalsozialistisches Gedankengut z.B. bin ich überhaupt kein bisschen offen, kann das auch nicht wirklich respektieren. Ich versuche aber dennoch auch für einen Nazi Mitgefühl zu haben, vielleicht ist es ja die Erziehung, mangelnder Intellekt oder sonst etwas, was ihn dazu gemacht hat und vielleicht kann man ihm ja helfen etwas klarer in die Welt zu sehen. Natürlich ist das für andere gleich wieder "Missionierung". Klar, wenn ich z.B. erkannt habe, dass die Verwendung von Produkten, für die der Regenwald gerodet, die indigene Bevölkerung vom Land verjagd oder umgebracht wird, nicht korrekt ist, versuche ich andere Menschen davon zu überzeugen solche Produkte nicht zu konsumieren, da ich es für falsch halte. Ist auch eine Art der Missionierung. Ich missioniere auch, indem ich Menschen dazu bringe Energie einzusparen und regenerative Energien einzusetzen. Weil ich es für richtig halte und noch dazu Geld damit verdiene. Tongue

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Wenn jemand isst, worauf er Lust hat, soll er es doch [...]. Wenn jemand Vegetarier ist, soll er doch ( ich esse auch für mein Leben gerne Tofu und Salate). Wenn jemand Vegan ist, soll er doch ( ich bewundere die Kunst sich so gezielt ernähren zu können)
Würde jemand Säuglinge essen wäre das für Dich auch ok? Das Fleisch eines Säuglinges ist mit Sicherheit sehr zart. Unabhängig von der Gesetzeslage, nur von der ethischen Warte aus. Nachdem Abtreibungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt straffrei sind könnte man das ja auch mit Föten diskutieren, ab man die entsorgt oder ißt ... ?

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]( evtl. kauft diese Person ja auch bewußt ein, Eier aus Freilandhaltung,
Du weißt wieviel Eier ein Vogel üblicherweise jährlich legt? Dass männliche Küken für die Legehennenproduktion lebendig geschreddert werden? Wer "bewußt" Eier konsumiert, ist sich auch dieser Tatsachen bewußt. Also ist ihm der persönliche Genuss eindeutig wichtiger als das Leben zweier Vögel.

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Fleisch aus Biohaltung usw...)
Wieso werden Tiere eigentlich immer nur auf das Produkt reduziert? Es zeugt von mangelnder Achtung, wenn ein Tier nur als "Fleisch", welches "produziert" oder "erzeugt" wird bezeichnet wird, genauso als wenn eine Frau nur mit dem vulgären Ausdruck ihres Geschlechtsorganes bezeichnet wird. Nur mal so zum drüber nachdenken, ich weiß, es ist von Dir nicht bös gemeint, es ist halt so üblich, dass man nicht von Tieren sondern nur von "Fleisch", genauso wie Mann nicht von "Frauen" sondern nur von "Vo**en" spricht. Wink

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Und nach meiner Sichtweise, können alle 3 Gesinnungen z.B. im Tierschutz gleichwertig aktiv sein, nur halt jeder aus seiner Sicht heraus.
Wenn jemand liebend gerne und das sehr oft, nahezu täglich Wachtelbrustspitzen an Trüffelrahmsauce speist, einmal jährlich aber einigen Regenwürmern über die Straße hilft, ist der nun auch ein Tierschützer?

Wenn jemand jeden 2. Tag bei KFC Vögel futtert aber ein Brimborium um seinen Wellensittich im Käfig auf dem Küchenschrank macht?

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Jetzt bitte mal nicht böse auf mich sein, wie oben geschrieben ich respektiere fast alle Meinungen. Ich habe jetzt mal in diversen Veganforen gestöbert, dabei sind mir Fragen aufgefallen, ob man nicht bestimmte Tiere auch vegan ernähren könnte. Gebt mal ner Katze, oder nem Rabenvogel Tofu!
Ich habe schon gemerkt, daß manche Leute meinen Mensch müsse unbedingt und dauernd tote Tiere essen und wenn jemand das aus irgendwelchen Gründen nicht tut, dann aber "Tofu", welches genauso aussehen und möglichst auch schmecken muss wie tote Tiere. Von Ernährung haben die Leute aber keine Ahnung. Sorry, muß ich einfach so sagen. Wenn ich hier den Streunerkatzen "ami-Cat" vor die Tür haue, dann ist das artgerechter als wenn ein Stadtmensch einer Katze eine Dose mit gefärbter Pottasche e.t.c. aufmacht. Die Katze hat das Taurin, welches sie braucht und wenn sie eine Maus haben will, dann muß sie nur in die Scheune.

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Jemand der sich intensiv mit Tieren beschäftigt und etwas über deren körperlichen Aufbau kennt, würde sagen: (*Achtung Provokant*) Tierquälerei!
Ich kenne die Zustände in landwirtschaftlichen Betrieben, bin von solchen geradezu "umzingelt" und sage, nicht provokant sondern realistisch: Tierquälerei. Ist es natürlich nicht offiziell, denn es liegt ja ein Grund (nämlich der Genuss) vor, weshalb die Quälerei gerechtfertigt und damit keine Quälerei mehr ist. Zumindest auf dem Papier.

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Also müsste man ja daraus schliessen, Veganer sind Tierrechtler, aber nur als Schreibtischtäter.....weil im aktiven Tierschutz, können sie Tiere überhaupt nicht adäquat versorgen!
Soso, wenn ich Menschen dazu bringe die Konsumgewohnheiten zu überdenken, weniger oder gar kein "Fleisch" oder Tierprodukte zu konsumieren und dadurch Leid verringere hat das nichts mit "Schreibtischtäterei" zu tun, da ich mir dafür die Füße in den Bauch stehe und die Schlapp fusselig rede.

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Darum sollte man doch über jede Person froh sein, die sich aktiv und passiv für die Bedürfnisse der Tiere einsetzt. Halt jeder soviel, wie er selber für sich geben kann.
Wie froh muß man sein, wenn jemand ein Tier rettet, dafür 10 Tiere tötet? Klar, ist besser als würde er kein Tier retten und 20 Tiere töten. So gesehen muß man über jeden froh sein, denn er könnte ja schlimmeres tun. Oder sehe ich das jetzt irgendwie falsch?

(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Grüße
Peter
Grüße zurück vom Bertel und nix für ungut. Nur so meine Meinung.


p.s.:
(16.01.2010 10:16)campy schrieb: [ -> ]Wenn jemand Vegan ist, soll er doch ( ich bewundere die Kunst sich so gezielt ernähren zu können)
Es ist keine Kunst leckeres Gemüse, Salate, Früchte, Hülsenfrüchte, Getreide, Obst e.t.c. in allen möglichen Variationen frisch und schmackhaft zubereitet zu genießen, sondern einfach nur frisch, gesund und lecker.
Hallo Tilidine,
erst mal nichts zu deinem Thema aber etwas persönliches von dir-soweit mir eine Indiskretion bei meinem erst zweitem Beitrag erlaubt sei -
Warum nennst du dich ausgerechnet Tilidin?
Du "hängst" doch hoffentlich nicht an diesem Stoff?
Oder hängt jemand an dir wie an diesem synthetischen Opiat (Wirkstoff von Valoron)?
Könnte gefährlich werden, nenn dich doch gleich Kokain Kiff

Hippolais, der erst mal etwas herumschnuppert und versucht euch einzuordnen, bevor er euch an seinen Weisheiten teilhaben lässt.
(15.01.2010 21:26)campy schrieb: [ -> ]Solche Fragen sind unsinnig, jeder der sich für Tiere einsetzt ist ein Tierrechtler,-schützer, -freund usw.

Nur weil jemand Tiere isst, kann er genauso diese respektieren und achten!

Wie kann ich denn Tieren im Allgemeinen Respekt entgegen bringen, indem man sie tötet und isst? Oder bringt man nur solchen Tieren Respekt entgegen die "plüschig und süß" aussehen, oder in sonst einer Art und Weise für einen attraktiv wirken?

Heute finde ich es erschreckend das sich die Leute für "tierliebe" Menschen halten, obwohl sie durch ihre Essensgewohnheiten hunderte von Tieren das leben kosten. Ich kann es einfach nicht begreifen, das z.B. ein Schwein als Tier ein anderes Tier als z.B. ein Hund oder eine Katze sein soll. Es sind beides Tiere, aber nur ganz wenige Leute zeugen dem Schwein dem selben Respekt wie ein Hund.

(16.01.2010 09:45)Thel schrieb: [ -> ]PS: Ebenfalls ohne provozieren zu wollen,aber ist vegetarische bzw. vegane Ernährung nicht auch irgendwo "Das Gewissen beruhigen wollen"?
Zumindest wäre doch ein schlechtes Gewissen da,wenn man sich nicht dran hält und einmal(aus welchem Grund auch immer) Fleisch isst. Oder nicht?

Ich für meinen Teil denke, das nur die Leute die sich nicht vegan oder zumindest vegetarisch Ernähren und in dem Bewusstsein leben etwas "böses" zu tun, ständig ihr Gewissen beruhigen. Warum soll ich mein Gewissen als Veganerin beruhigen wollen, denn in Punkto Ernährung habe ich mir nichts vorzuwerfen.

Für mich gibt es keinen Grund Fleisch zu essen. Und wer sich nicht "dran hält" aus welchen Gründen auch immer, kann es schon mal nicht aus Überzeugung tun. Mit den Gedanken und den Konsequenzen die ich aus meiner veganen Ernährung gezogen habe gehe ich für meinen Teil nicht mal eben hin und werfe sie für eine "Außnahme" über Board. Ganz oder gar nicht!

Gruß Cindy
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