Schluss mit Fliegen, Heizen, Schlemmen -
Leiden für den Klimaschutz?
ahhhja, ist dies ein Hinweis darauf wie sich das Programm bei Illner gleich lasten wird?
Zitat:Täglich schön warm duschen, dann mit dem Auto zum Einkaufen und in die Firma, mit dem Lift ins Büro - und mittags gibt es in der Kantine chilenischen Spargel, auch kurz vor Weihnachten. Die Urlaubsreise mit dem Billigflieger ist längst geplant und die Aufregung darüber groß, dass Energiesparlampen kein so schönes Licht machen wie die gute alte Glühbirne.
Alltagsluxus, der uns selbstverständlich geworden ist, den wir genießen und nicht missen wollen. Aber vielleicht bald müssen?
In der kommenden Woche beginnt der Klimagipfel in Kopenhagen. Die Rede ist von der 'wichtigsten Konferenz in der Geschichte der Menschheit'. Die Kanzlerin spricht von einer der 'bedeutendsten Wirtschaftskonferenzen aller Zeiten'. Aber werden die versammelten Spitzenpolitiker auch konkrete, durchgreifende Ziele und Lösungen vereinbaren? Zeichen setzen zu radikalem Umdenken? Wohl eher nicht, prophezeien Beobachter. Zu kompliziert, zu teuer, zu anstrengend ... Mit mehr als einer 'klaren Absichtserklärung' sei erst mal nicht zu rechnen. Bleibt also alles wie gehabt?
Man kommt schon ins Grübeln: Was nützt uns all unser Luxus, wenn in absehbarer Zeit der Klimawandel nicht mehr nur ferne Polarkreise oder Wüstenregionen betrifft, sondern auch uns selbst? Dürre in Brandenburg, steigende Pegel an Nord- und Ostsee - die Folgen der Katastrophe werden wohl nicht an unseren Grenzen haltmachen. Müssen wir verzichten, müssen wir richtig leiden für den Klimaschutz? Oder sollen das erst mal die Amerikaner, die Chinesen und Inder tun? Wir Verbraucher sollen sparen, heißt es - an Strom, Wasser, Energie und CO2. Denn fest steht schon jetzt, dass Deutschland bis 2050 mindestens 80 Prozent Kohlendioxid einsparen muss. Was bedeutet das für unseren Lebensstil? Kann ein veränderter Lebensstil dazu beitragen, die Katastrophe abzuwenden?
Schon heute schmelzen die Pole viel schneller ab als erwartet. Erst vor kurzem kam die Schreckensmeldung, dass der Nordpol schon in zehn Jahren ohne Meereis sein werde. Was bedeutet das? Was kann die Politik noch tun? Die Wirtschaft? Und was bringt privater Klimaschutz in Deutschland? Darüber redet Maybrit Illner am Donnerstag mit ihren Gästen.
dürfen wir gespannt sein, wie sich da geäussert wird?
Mal schauen, gleich,
22:15 Uhr, bei Maybrit Illner auf ZDF
Ich hab die Sendung ausschnittsweise gesehen.
Der Typ von e.on hat meistens nicht sonderlich entspannt ausgesehen.
Und die Umweltaktivistin war ihm rhetorisch weeeeeeeeit überlegen. Fand ich gut :-)
Ranga und der andere Physiker waren gut besetzt. Sympathisch, kompetent und in der Lage auch zu Otto-Normalverbraucher zu sprechen.
140 Liter Wasser werden verbraucht, um eine Tasse Kaffee zu produzieren. Heftig! Da blieb mir mal kurz der Mund offen ...
Und wieviel CO2-Ausstoß hat im Durchschnitt jeder Mensch auf dieser Erde in den nächsten 50 Jahren noch gut, damit wir nicht mehr als 2 Grad Temperaturanstieg haben? (Kann mir Zahlen doch nicht merken ... *seufz*)
Auf jeden Fall def. zu wenig. Die dicke S-Klasse kommt damit 500.000 km weit. In 50 Jahren. Dann hat der Fahrer aber noch nix anderes konsumiert.
Mehr als 2 Grad Temperaturanstieg dürften wir uns nicht leisten. Darüber werden die Auswirkungen unbeherrschbar, sagte der Herr Doktor der Physik.
Ich bin mit nem mulmigen Gefühl ins Bett gegangen ... :-(
(05.12.2009 13:37)Abra schrieb: [ -> ]...140 Liter Wasser werden verbraucht, um eine Tasse Kaffee zu produzieren. Heftig! Da blieb mir mal kurz der Mund offen ...
Kannst den Mund wieder schließen, sobald Dir der Unterschied
zwischen "Ver"-brauch und "Ge"-brauch klar geworden ist,
und Du Dein obiges " ...140 L werden verbraucht..."
entsprechend korrigiert hast.

(05.12.2009 13:37)Abra schrieb: [ -> ]140 Liter Wasser werden verbraucht, um eine Tasse Kaffee zu produzieren. Heftig! Da blieb mir mal kurz der Mund offen ...
das ist nicht der wasserverbrauch, den du dir vorstellst. es handelt sich im wesentlichen um regen:
http://www.antivegan.de/wiki/index.php?t...rverbrauch (sehr kurz)
http://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Wasser (völlig konfus)
deutlich besser die englische wikipedia:
Zitat:The virtual-water content of a product consists of three components, called green, blue and grey components.[10]
The ‘green’ virtual-water content of a product is the volume of rainwater that evaporated during the production process. This is mainly relevant for agricultural products, where it refers to the total rainwater evaporation from the field during the growing period of the crop (including transpiration by the plants and other forms of evaporation).
The ‘blue’ virtual-water content of a product is the volume of surface water or groundwater that evaporated as a result of the production of the product. In the case of crop production, the blue water content of a crop is defined as the sum of the evaporation of irrigation water from the field and the evaporation of water from irrigation canals and artificial storage reservoirs (although for practical reasons the latter component has been left out from our studies). In the cases of industrial production and domestic water supply, the blue water content of the product or service is equal to the part of the water withdrawn from ground or surface water that evaporates and thus does not return to the system where it came from.
The ‘grey’ virtual-water content of a product is the volume of water that becomes polluted during its production. This can be quantified by calculating the volume of water required to dilute pollutants emitted to the natural water system during its production process to such an extent that the quality of the ambient water remains beyond agreed water quality standards.
http://en.wikipedia.org/wiki/Virtual_water
speziell zu kaffee:
http://kaffee-blog.maskal.de/umwelt-kaff...rmangel-1/
Zitat:Der bewässerungsintensive Anbau konzentriert sich also in erster Linie auf Brasilien, Indien und Vietnam und umfasst eine Fläche von ca. 920 Tausend Hektar, etwas mehr als die Fläche Korsikas und etwa 9 % der weltweiten Kaffeeanbaufläche.
der weit überwiegende teil der 140l wird also regen aka "green virtual water" sein und ist völlig unbedenklich.
Ranga sagt aber def. VERbraucht:
http://maybritillner.zdf.de/ZDFde/inhalt...55,00.html
"Die Leute müssen begreifen, dass für eine Tasse Kaffee 140 Liter Wasser verbraucht werden."
2006 stand es so in der Süddeutschen. Leider ist der Original-Artikel nimmer online.
Ausgerechnet hat das John Anthony Allan:
"Einkalkuliert sind dabei sämtliche Arbeitsvorgänge, die die Herstellung und Gewinnung wie auch Transport dieser Produkte verursachen."
http://www.kanadaria.de/wasserreporter/i...Allan.html
Danke, Pünktchen für die Unterschiedserklärung. Hab ich nicht gewußt. *seufz*
EDIT: Wäre es denn nicht möglich, daß Allan bei der Berechnung eure Gedanken schon mit eingerechnet hat und es TROTZDEM so viel ist?
Ich meine, der Typ bekommt doch keinen Nobelpreis für etwas, in dem so eklatante Fehler stecken ... ?
So, jetzt gehe ich auf mein Krankenlager *hust*
(05.12.2009 15:14)Abra schrieb: [ -> ]...Ich meine, der Typ bekommt doch keinen Nobelpreis für etwas, in dem so eklatante Fehler stecken ... ?
So, jetzt gehe ich auf mein Krankenlager *hust*
Betr.: Rangar. Auch er darf mal über den feinen Unterschied nachdenken. "Deutsch" besitzt nun mal feine sprachliche Nuancen,
Betr.: Nobelpreis
Och, Obama bekam auch den Friedensnobelpreis und schickt
4 Wochen später 30 Tsd. Soldaten zusätzlich los.
Zu Dir: Gute Besserung! Heißer Tee mit Rum ( Honig möchtest Du nicht?) soll helfen.

VG
Marcel
Hallo Abra,
das mit dem "Verbrauch" ist nur eine rhetorische Spitzfindigkeit. Natürlich wird nirgens Wasser verbraucht. Auch wenn ich in der Wüste in einem Plumsklo Wasser für eine Klospülung verwende, so wird es nicht verbraucht sondern nur umgewandelt, es wird wohl verdunsten. Daher ist das Bild vom "virtuellen Wasser" treffender, denn es beschreibt wirklich den Weg, welchen das Wasser eben "virtuell" geht und ist nicht darauf angewiesen auf die Umwandlung - z.B. Verdunstung - Rücksicht zu nehmen. Interessant bei der Betrachtung der Reise des "virtuellen Wassers", daß das Wasser von vorwiegend wasserarmen Gebieten in Wasser-(und Geld- )reiche Gebiete wandert. Eine sehr bedenkliche Sache.
Was das mit der Herumreiterei auf dem Begriff angeht, ist das eigentlich etwas kleinkariert, dient m.E. vor allem darum, zu verschleiern, wo viel Wasser gebraucht wird, wer sich die Rechte sichert e.t.c. An der Sache ändert das nichts. Ähnliches kenne ich von der Elektrotechnik, ein elektrisches Betriebsmittel wird sogar offiziell als "Verbraucher" tituliert, obwohl Energie, auch elektrische Energie, nie verbraucht sondern nur umgewandelt wird, siehe Energieerhaltungssatz.
(05.12.2009 16:59)bertel schrieb: [ -> ]... das mit dem "Verbrauch" ist nur eine rhetorische Spitzfindigkeit. Natürlich wird nirgens Wasser verbraucht. ...
Da hast Du Recht, Bertel.
Desto lauter muß man auf diese Überspitzung hinweisen... sonst kommt dann irgendein Spezi daher und berechnet mir anhand der Weltwasservorräte, wie wenig Tassen Kaffee pro Mensch noch getrunken werden können, bis wir alle auf dem Trockenen sitzen, gar kein Wasser mehr da ist.
(07.12.2009 10:48)Vormund.av schrieb: [ -> ]... sonst kommt dann irgendein Spezi daher und berechnet mir anhand der Weltwasservorräte, wie wenig Tassen Kaffee pro Mensch noch getrunken werden können, bis wir alle auf dem Trockenen sitzen, gar kein Wasser mehr da ist.
Sag mal, kannst Du etwa unbegrenzt Kaffee trinken ohne zu pieseln?
Aber Spaß beiseite, es stimmt schon nachdenklich, wenn man bedenkt, wieviel Wasser
gebraucht (

) wird für eine Tasse Kaffee, und das vielleicht auch noch in einem Land, welches mit Wasser nicht so reich gesegnet ist wie wir.
Egal ob ihr mich jetzt mal wieder als "Bessermenschen" belächelt, ich meine wir sollten uns viel mehr darüber bewußt werden, was unser Tun für Folgen hat. Gedanken- und rücksichtslos durchs Leben zu gehen, macht das wirklich zufrieden?
(07.12.2009 21:44)bertel schrieb: [ -> ]Sag mal, kannst Du etwa unbegrenzt Kaffee trinken ohne zu pieseln? 
Die letzte Stufe des Wasser
verbrauchs beim Konsum einer Tasse Kaffee... bei der Formulierung solltest Du auch dazu imstande sein

, also tu' nicht so schockiert

.
Die letzte Stufe natürlich ohne Wasser
verbrauch!
Zitat:Der in den Urimat eingesetzte, patentierte und austauschbare Geruchsverschluss-Einsatz nimmt den Urin auf und leitet ihn (ohne Wasserverbrauch!) in die Kanalisation ab.
Oder einfach in den Garten . . .