Tierrechtsforen

Normale Version: Wenn das Raubtier dem Tier begegnet
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http://www.tierschutznews.ch/radar/jagd/...omment-183

Mich würde mal interessieren, was Jäger von diesem Artikel halten ...
Eigentlich hätte ich dir ein paar dieser pseudowissenschaftlichen "Erkenntnisse" zerpflückt - aber auf einen komplett debilen Dorftrottel zu antworten der skandiert:

[...son­dern meis­tens kranke und geis­tes­ge­störte Lust-Töter, die sich hin­ter­lis­tig mit hoch­tech­ni­sier­ten Aus­rüs­tun­gen ver­ste­cken und nicht sel­ten mit der Schnaps­fla­sche in der Hand war­ten, bis ihnen etwas vors Visier läuft...]
ist zuviel der Ehre !
(23.11.2009 18:46)Abra schrieb: [ -> ]http://www.tierschutznews.ch/radar/jagd/...omment-183

Mich würde mal interessieren, was Jäger von diesem Artikel halten ...

Ich bin zwar ganz und gar kein Jäger und halte deshalb die sachlichen Punkte in diesem Artikel durchaus für diskussionswürdig. Leider sind sehr viele sehr unsachliche Angriffe in diesem Text enthalten, die den Wert des ganzen Beitrages extrem minimieren und die guten Diskussionsansätze wieder torpedieren. Ich verstehe nicht, wie man einen eigenen eigentlich guten Artikel durch plakative Hassparolen so gedankenlos selbst abschießen kann.

So wird natürlich nicht die Diskussion darüber geführt werden, welcher Schaden nun wirklich durch die Jagd entstehen kann oder entsteht, sondern um die Definition von Mord. Na prima, wozu dann eigentlich eine Recherche?


P.s.: Mit solch markigen Sprüchen erntet der Autor den Beifall derer, die sowieso seiner Meinung sind. Unentschlossene Menschen schreckt er so eher ab, die kann man besser durch sachliche Argumentationen überzeugen. Was also soll der Sinn dieses Beitrags sein?
(23.11.2009 19:24)amiplempe schrieb: [ -> ]Eigentlich hätte ich dir ein paar dieser pseudowissenschaftlichen "Erkenntnisse" zerpflückt - aber auf einen komplett debilen Dorftrottel zu antworten der skandiert:

[...son­dern meis­tens kranke und geis­tes­ge­störte Lust-Töter, die sich hin­ter­lis­tig mit hoch­tech­ni­sier­ten Aus­rüs­tun­gen ver­ste­cken und nicht sel­ten mit der Schnaps­fla­sche in der Hand war­ten, bis ihnen etwas vors Visier läuft...]
ist zuviel der Ehre !
Oh, die Antworten haben sich wohl überkreuzt, aber genau das meinte ich!

So kommt es natürlich zu keiner Diskussion. Was ist also gewonnen?
(23.11.2009 19:29)bertel schrieb: [ -> ]Mit solch markigen Sprüchen erntet der Autor den Beifall derer, die sowieso seiner Meinung sind. Unentschlossene Menschen schreckt er so eher ab, die kann man besser durch sachliche Argumentationen überzeugen. Was also soll der Sinn dieses Beitrags sein?


Die Frage hast Du Dir gerade selbst beantwortet: Sinn des Beitrages ist einzig der Beifall der Peer-Group.

Der Rest sind die üblichen wiedergekäuten "Argumente", die den Jägern und Heimatkundelehrern die Verzweiflung ob der Merkbefreiung ins Gesicht treiben (das Reh als tagaktives Tier der offenen Flächen...).
Witzig finde ich, daß bei den vielen angeblich jagdfrei florierenden Gebieten einzig auf den Hobby-jagdfreien Kanton Genf verwiesen wird; Betonung auf Hobby.

Vor 60 Jahren sah man keine Jäger... nur Förster und (bewaffnete?) Bauern?
Egal, nur einen Link weiter reitet man auf dem 75jährigen Jagdgesetz herum...
... und wieder einen Link weiter ist es die böse "Pferde-Mafia" die "trotz Pferdepaß" und Schutzvertrag schlachtet. Ich liebe diese Seiten... die sind mit Elan und Kraft und viel Geifer, dafür durch keine Sachkenntnis getrübt, verfaßt. Kommen gleich vor den Ufo-Stories.
Wg. der Beleidigungen hatte ich das auch nicht gepostet ;-)

Die Argumente in diesem Text leuchten mir als Nichtjäger aber ein. Deshalb würde mich doch interessieren wie ihr Jäger die Sache seht.

Ob ihr vielleicht nicht doch und so und überhaupt ... ? *Wimper klimper*

Vielleicht schaffen wir das ja auch ohne Rudifans Fleißarbeit ... Rolleyes
(24.11.2009 17:36)Abra schrieb: [ -> ]Wg. der Beleidigungen hatte ich das auch nicht gepostet ;-)
Weiß ich, drum gab's auch keine Verwarnung! Big Grin Tongue

(24.11.2009 17:36)Abra schrieb: [ -> ]Vielleicht schaffen wir das ja auch ohne Rudifans Fleißarbeit ... Rolleyes
pssssst! Bring ihn nicht noch auf Ideen! Cool
(24.11.2009 17:36)Abra schrieb: [ -> ]Die Argumente in diesem Text leuchten mir als Nichtjäger aber ein. Deshalb würde mich doch interessieren wie ihr Jäger die Sache seht.

Ob ihr vielleicht nicht doch und so und überhaupt ... ? *Wimper klimper*
Wäre dann vielleicht sinnvoll, wenn Du den Text ausschnittweise zitieren würdest, die Beleidigungen einfach weglassen, dann wäre das Ganze auch etwas handlicher. Wink

Auf eine Sache hat der Vormund schon mit dem Zaunpfahl hingewunken, daß ist die Sache mit dem
Zitat:[...]Hobby-jagdfreien Kanton Genf [...] Betonung auf Hobby.
Es ist halt so, daß der Kanton nur Hobby-jagdfrei ist, aber nicht jagdfrei, festgesetzte Abschußpläne werden durch Berufsjäger erfüllt. Ob das unbedingt besser ist? In dem Revier, wo ich wohne würde mehr Wild geschossen, würden die Pläne erfüllt.
Ihr müßt Euch erst einmal klar werden, was Jagd für Euch bedeutet. Der Begriff ist doch recht vielschichtig.

Alle "Argumente" des Artikels auf einmal zur Diskussion zu stellen, gibt nur ein wüstes Hin- und Hergespringe.
Ich reiße einfach mal einen Absatz raus:

Zitat:Die Jäger neh­men also den fried­li­chen Tie­ren den Lebens­raum und beschul­di­gen sie auch gleich­zei­tig, dass sie Schä­den anrich­ten.

Na, wer findet die Fehler?
Kleiner Hinweis:
1) Haben wirklich "die Jäger" die Landschaft zersiedelt, mit Straßen gepflastert, Felder anstelle von Wald angelegt usw.?
2) Beschuldigen die Jäger? Wohl doch eher die Bauern, deren Flächen geplündert werden und die Autofahrer, deren "Heiligs Blechle" Schaden nimmt... und die wenden sich dann an die Jäger, noch nicht an die Experten der TierRechtsOrgas (warum? weil von denen keine Hilfe zu erwarten ist, darum).

Zitat:Man müsse den Bestand regeln, weil wir in einer Kul­tur­l­an­schaft leben und die Raub­tiere (von Jägern aus­ge­rot­tet) ver­schwun­den sind . Der Jäger als Ersatz für feh­lende Raub­tiere? Raub­tiere haben die Wild­be­stände nie nen­nens­wert regu­liert, son­dern Krank­hei­ten, Win­ter­härte und Nah­rungs­man­gel. Jäger lösen keine Pro­bleme, sie ver­ur­sa­chen aber viel Leid und noch mehr Schaden.

Ich hoffe doch, an der Kulturlandschaft besteht kein Zweifel? So mit den ganzen Feldern voller nahrhafter Dinge drauf? Und wenn Ihr jetzt zu den regulierenden Faktoren springt, seht Ihr da "Nahrungsmangel" ... der tritt gegenwärtig wohl eher selten überall gleichzeitig ein. Im Feld ist immer was zu finden.
Das Problem hat auch nicht "der Jäger" gemacht, sondern "der Bauer" - und auf dessen Schultern steht Ihr.
Und ich will jetzt keinen blöden Mist lesen von wegen wir brauchen keine Landwirtschaft, wir kaufen im Reformhaus / Veganversand o.ä.

Die regulierenden Faktoren... sonst ist immer angebliche "Leidvermeidung" das Argument. Unter diesem Gesichtspunkt: was verursacht dem entsprechenden Tier mehr Leiden: eine gutgezielte Kugel aus dem Hinterhalt oder das Verrecken an Hunger und/oder Krankheiten?

Und am Rande: Raubtiere regulieren schon... fragt die Naturschutzfuzzis mit ihren Vogelschutzgebieten auf diversen Inselchen doch einfach mal, warum Katze und Fuchs dort so extrem unerwünscht sind.
(25.11.2009 13:22)Vormund.av schrieb: [ -> ]Und ich will jetzt keinen blöden Mist lesen von wegen wir brauchen keine Landwirtschaft, wir kaufen im Reformhaus / Veganversand o.ä.

Ich brauche keine Landwirtschaft, weil ich bei meinem Biolandbauern oder Biolandgärtner kaufe.
Kiff BiggrinangelA
Rolleyes
Lieber Vormund,

dass wir Landwirtschaft brauchen ist keine Frage. Die Frage ist: Welche FORM von Landwirtschaft brauchen wir, um uns ausreichend zu ernähren?

1. Heute triffst du in bestimmten Bereichen der Stadt (Gartenstadt z.B.) mehr Tier- und Pflanzenarten an als auf dem Land, weil die vom "Bauernsterben" übriggebliebenen Bauern alles getan haben (vor allem unprofitable Feldrandgehölze vernichtet), um noch mehr Geld zu verdienen.
2. Die EG und spätere EU hat die landwirtschaftliche "Produktion" von Tierprodukten massiv durch Subventionen unterstützt. Vor allem große Betriebe profitierten und profitieren von dieser Politik.
Dadurch wurde immer mehr Fleisch und Milch und wurden noch mehr Eier produziert - zu einem sehr günstigen Preis - aber natürlich auf Kosten der Tiere. Doch auch der Verbraucher wird nicht unbedingt glücklich mit seinem Leichenfraß (entschuldige, das musste sein).
3. Diese Massen an Tieren müssen ja irgendwie ernährt werden. Dazu reicht aber die heimische Produktion längst nicht mehr aus, so dass sogar Tierfutter in sehr großem Umfang eingeführt werden muss.
4. Sehr klar ist, dass die Menschen der Welt auf gar keinen Fall alle so ähnlich leben könnten - und vor allem essen könnten - wie wir es tun. Erst recht nicht wie die US-Amerikaner es tun (USA: ca. 120 kg Fleisch pro Jahr - D: 65 kg). Daher wäre es nicht nur aus ethischen Gründen angebracht, wenn wir unseren Fleischkonsum herunterschraubten.
5. Wenn - und wir arbeiten daran - der Verbrauch an Tierprodukten immer mehr zurückgeht, dann werden wir eines Tages sogar wieder mehr als genug Land haben, das landwirtschaftlich nutzbar ist. Und vor allem: Wir müssen kein Tierfutter mehr importieren. Der Landwirt könnte sogar wieder Knicks anpflanzen und den Wildtieren könnte wieder mehr Raum zugestanden werden. Damit stünde sogar der Rückkehr des Wolfes nichts mehr entgegen.
Fazit: Ich möchte also eine Landwirtschaft, die auf lange Sicht keine Tiere mehr nutzt. Dies käme wirklich allen zugute: Den Tieren selbst (denn sie würden gar nicht erst geboren), dem Boden und den Gewässern, den Wildtieren (sie hätten deutlich mehr Platz) und last but not least auch den Menschen hier (denn sie ernährten sich deutlich gesünder) und weltweit (denn sie könnten sich auf ihren Ackerflächen zumindest teilweise selbst versorgen).

Lasst sie leben
ich bestreite jedweden von dir angeführten "ethischen" grund, kein fleisch essen zu dürfen...meine ethik sieht so eine einschränkung nämlich nicht vor.
(28.11.2009 19:49)greenlantern schrieb: [ -> ]ich bestreite jedweden von dir angeführten "ethischen" grund, kein fleisch essen zu dürfen...meine ethik sieht so eine einschränkung nämlich nicht vor.

Klar, wenn es uns Europäern hier gut geht, weshalb sollten wir auf etwas von unserem Luxus verzichten? Wieso einschränken nur damit diese Kaffern nicht verrecken? Scheiß Ethik dieser blöden Gutmenschen, die sich um andere kümmern, nech? Jedem ist die eigene Wampe am nächsten und gesunde Ellenbogen sind gefragt. Außerdem haben wir wohl die "Gnade der europäischen Geburt" nicht wahr?

Diese Einstellung ist mir durchaus bekannt, so etwas höre ich oft bis sehr oft.
Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen...
Und wahrlich ich sage euch: Es wird kommen der Tag da werden die Heringe aus ihren Tonnen springen und mit ihren schuppigen Schwänzen an die Scheiben klopfen, und ich werde unter ihnen sein.
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