Tierrechtsforen

Normale Version: Was Angeln und Kopfschüsse gemeinsam haben ...
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Angeln entspannt. Genau wie ein Kopfschuss
nach der kritischen ersten Sekunde. Was
eigentlich zeigen sollte, dass Entspannung
nicht immer positiv besetzt ist, gerade wenn
es dabei um Leben und Tod geht. Trotzdem
führen Angler immer wieder diesen und anderen
als Argument getarnten Unsinn auf, um ihr
tierquälerisches Hobby zu verteidigen.

Aber halt, wer bin ich eigentlich, dass ich
hier jemanden vorschnell verurteile? Hören
wir uns doch erstmal die Gegenseite an. Viele
Angler erklären absolut glaubwürdig, dass es
ihnen bei ihrem Hobby nicht um Tierquälerei
geht, sondern um das "Erlebnis in der
Natur". Und dieses Erlebnis können sie
eben nur geniessen, wenn sie dabei eine an
einem Stock befestigte Schnur mit Haken
festhalten. Da kann man sich jetzt drüber
lustig machen, man kann sich natürlich auch
ärgern, wenn einer dieser Angler z. B. wieder
mit seiner Riesenrute im Kino vor einem sitzt
und man deshalb nicht richtig sehen kann, man
kann diese Leute überall diskriminieren, aber
sollten wir nicht eher diese Krankheit ernst
nehmen und versuchen, diesen Leuten zu
helfen? Vielleicht schafft man ja tatsächlich
durch Therapien, dass diese Angler ihr
Naturerlebnis wenigstens ohne Haken geniessen
können, das löst zwar nicht das Problem im
Kino und bei anderen kulturellen Ereignissen,
aber immerhin hätte man damit schon mal die
Fische gerettet, die durch Naturangler völlig
unnötig sterben. Natürlich dürften diese
Therapien nur echten Naturangler angeboten
werden, nicht Leuten, die sich mit der
Hobbyangabe "Angler" und der
dazugehörigen Begründung einen
Schwerbehindertenausweis ergaunern wollen.

Dann kommen wir zu den Anglern, die angeben,
die Fische ja wieder zurück in den See zu
werfen, weil sie ihnen leid tun. Auch diese
Leute werden viel zu schnell vorverurteilt,
die meisten von ihnen können sich einfach
nicht in die Lage eines Fisches versetzen,
dem ein Haken in sein sensibelstes
Tastzentrum, eben seinen Lippen, gebohrt
wird, der an diesem Haken dann meterweit
gezogen wird, um schließlich in einem für ihn
fremden Sauerstoffmedium das Gegenstück eines
menschlichen Erstickungsanfalls zu erleiden.
Auch hier können Therapien helfen, in denen
man zum Beispiel Anglern einen Haken durch
ihr Geschlechtsteil rammt, sie daran einmal
rund um den Rathausplatz ihrer Heimatstadt
zieht, um ihnen danach für ein paar Minuten
eine Plastiktüte über den Kopf zu stülpen.
Die wenigsten werden nach dieser Behandlung
ein Dankeschön piepsen und könnten deshalb
dann endlich ihren Akt der Gnade richtig
beurteilen. Für die Fälle, die diese
Behandlung gewohnt sind, weil sie sie auf
freiwilliger Basis einmal in der Woche bei
der Domina ihres Vertrauens buchen, müsste
man vielleicht verstärkt auf Gespräche
setzen.

Dann wären wir bei der Anglergruppe, die
davon ausgeht, dass Angeln für die Fische ein
neutrales Erlebnis darstellt, weil sie sonst
schreien würden. Auch diesen Leuten kann man
den quälerischen Sachverhalt sehr einfach und
plastisch erklären, ein dementsprechendes
Seminar bräuchte lediglich einen Eimer
Wasser. Mit Hilfe dieses Eimers lernt der
gelehrige Angler sehr schnell, wie schwierig
es auch für ihn ist, unter Wasser sein
Missfallen der Gesamtsituation zu
artikulieren, auch wird er von selbst
erkennen, dass seine dazugehörigen Zuckungen
keinen spontanen Steptanz der Freude
darstellen.

Ich kann abschließend also nur dazu aufrufen,
Angler nicht voreilig in eine Tierquäler-Ecke
abzuschieben, vielmehr sehe ich verstärkten
Aufklärungsbedarf, ich bin mir absolut
sicher, danach so manchen Angler schnell
wieder als geistig gesundes Mitglied in der
Gesellschaft begrüssen zu können.

Björn Hellmark
... da lebt aber einer seine Gewaltphantasien aus ...
Ach, und das was die Angler machen ist Ringelpitz-mit-Anfassen? Einem Lebewesen das Leben nehmen ist ja wohl auch gewaltätig (sofern ich kein Tierarzt bin, der das Tier lediglich erlöst)
Ringelpiez mit Anfassen ist wohl kein Argument.

Wie wäre es mit: Angler tradieren eine Form der menschlichen Nahrungsbeschaffung?
Dein Spezl dagegen will aus "pädagogischen Gründen" foltern. Da sehe ich schon einen klitzekleinen Unterschied...

Und das mit dem Lebewesen und Leben nehmen... wir alle leben von anderen Lebewesen*, je frischer desto besser.










*jaha, auch Pflanzen sind Lebewesen! Und die Unterscheidung zwischen Pflanze und Tier hat "der böse" Mensch ganz willkürlich vorgenommen Cool
Zitat:Ringelpiez mit Anfassen ist wohl kein Argument.
Gut, dann anders gefragt: ist Angeln eine Art Blümchensport, harmlos, nett ... ? (wobei man über das Wort Sport in diesem Bereich lediglich lächelnd stolpern darf)

Und Tradition ist ebenfalls kein Argument. Auf Schäferhundeplätze wird auch traditionsmäßig gerne mit Elektrohalsband ausgebildet (Stichwort: "Das haben wir schon immer so gemacht!"). Hat das Verwaltungsgericht vor ein paar Jahren auch nicht interessiert und die Dinger schlichtweg verboten. Traditon als Argument heranzuziehen bedeutet nichts anderes als Stillstand! (was die Arschlöcher natürlich nicht davon abhält, die Dinger trotzdem zu benutzen. Aber kommt Zeit, kommt Strafe ... )

Zitat:Und das mit dem Lebewesen und Leben nehmen... wir alle leben von anderen Lebewesen*, je frischer desto besser.

*jaha, auch Pflanzen sind Lebewesen!
Du hattest auch schon mal bessere Argumentationsphasen Big Grin
Das es einen grundlegenden Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren gibt, ist hinlänglich bekannt, wissenschaftlich bewiesen. Bisher konnte noch nicht nachgewiesen werden, daß Pflanzen Schmerz empfinden. Würde ja auch keinen Sinn machen.
Btw: es geht um Leidminderungen bzw. -vermeidung. Niemand muß Tiere essen um zu überleben (jaaahhaaa, die Inuits schon. Aber ich konnte in meinem Stammbaum noch keinen ausmachen).
Aber DIESE Diskussion müssen wir beide nicht führen. Da sind wir beide auf dem gleichen Kenntnisstand und das weißt DU auch Wink
(17.11.2009 18:13)Abra schrieb: [ -> ]
Zitat:Und das mit dem Lebewesen und Leben nehmen... wir alle leben von anderen Lebewesen*, je frischer desto besser.

*jaha, auch Pflanzen sind Lebewesen!
Du hattest auch schon mal bessere Argumentationsphasen Big Grin

Ich weiß.
Dein Stichwort gibt aber leider nicht mehr her... Lebewesen sind nun mal beide. Auf das Schmerzempfinden / Leidvermeiden stellst Du doch auch nicht ab, oder? Meines Wissens ist das auch kein Bestandteil der Definition für die Unterscheidung Tier / Pflanze...

(17.11.2009 18:13)Abra schrieb: [ -> ]... ist Angeln eine Art Blümchensport, harmlos, nett ... ? (wobei man über das Wort Sport in diesem Bereich lediglich lächelnd stolpern darf)

Ist es nicht. Wer sagt, daß Nahrungsbeschaffung harmlos oder nett sein muß? Ich sagte "tradierte" (überlieferte) Form der Nahrungsbeschaffung. Viel zu viele (handwerkliche) Fähigkeiten sind im letzten Jahrhundert schon verlorengegangen... für mich schon ein Argument pro.

"Traditon als Argument heranzuziehen bedeutet nichts anderes als Stillstand!" Rolleyes

Das Elektrohalsband führt in die Irre ... und wir sprechen vom Angeln, nicht vom "Fische anrufen" (Feldtelefon) oder Dynamitfischen. Hat auch Tradition...

(17.11.2009 18:13)Abra schrieb: [ -> ]Das es einen grundlegenden Unterschied zwischen Pflanzen und Tieren gibt, ist hinlänglich bekannt, wissenschaftlich bewiesen. Bisher konnte noch nicht nachgewiesen werden, daß Pflanzen Schmerz empfinden. Würde ja auch keinen Sinn machen.

Was ist mit der Mimose? Sie nimmt Berührungen nicht nur wahr, sie reagiert auch darauf... was mit den Bäumen, die bei Fraßschädlingbefall die Nachbarn alarmieren? Nur Beispiele... und was ist mit den Sämlingen, die Geschwister erkennen und kooperieren, während sie sich mit anderen Sämlingen derselben Art einen knallharten Kampf ums Dasein liefern?
Nur weil sie keine Stimme haben usw. Cool
Einerseits setzen sich Antiveganer sowas von dolle aber auch für Fleischfresserei ein, andererseits stellen sie so oft wie möglich fest, das auch Pflanzen ein Bewußtsein haben.
Ist das nicht etwas Chizzo?
Nö.

Mir ist beides bewußt. Eine echte Alternative zur Ernährung hat keiner von uns (auch wenn einige so tun als ob Wink , warum auch immer).
(17.11.2009 21:36)Rudi schrieb: [ -> ]Einerseits setzen sich Antiveganer sowas von dolle aber auch für Fleischfresserei ein, andererseits stellen sie so oft wie möglich fest, das auch Pflanzen ein Bewußtsein haben.
Ist das nicht etwas Chizzo?

Einerseits setzen sich Veganer sowas von dolle aber auch für Vermeidung von Fleischfresserei ein, andererseits stellen sie so oft wie möglich fest, dass auch Pflanzen vermutlich ein Bewußtsein haben.
Ist das nicht etwas Chizzo?

Vormund.av schrieb:... Eine echte Alternative zur Ernährung hat keiner von uns (auch wenn einige so tun als ob , warum auch immer).


So sieht es wohl aus.
Ich habe nie festgestellt das Pflanzen ein Bewußtsein haben. :-P
(18.11.2009 13:16)Rudi schrieb: [ -> ]Ich habe nie festgestellt das Pflanzen ein Bewußtsein haben. :-P
Sprich mal mit ihnen wie mit Deinen Hühnern,
widtme ihnen auch soviel Aufmerksamkeit.
Du wirst Dich wundern.
Rolleyes
;-)
sehr geil, ich ernenne hiermit abra zum besten depplef-arndt-imitator ever!!!
(18.11.2009 13:39)greenlantern schrieb: [ -> ]sehr geil, ich ernenne hiermit abra zum besten depplef-arndt-imitator ever!!!

Das hat Abra wirklich nicht verdient...
... der Eingangstext stammt von
Zitat:Björn Hellmark
, steht drunter.
(18.11.2009 13:16)Rudi schrieb: [ -> ]Ich habe nie festgestellt das Pflanzen ein Bewußtsein haben. :-P

Es gibt vieles, was ich noch nicht festgestellt habe und auch nie feststellen werde - trotzdem ist es da (oder auch nicht).
Nehmen wir z.B. Hagen (oder Bielefeld) ... da war ich noch nie. Es gibt zwar Leute, die da angeblich wohnen - aber festgestellt habe ich das noch nie... Cool ... und?
Zitat:Eine echte Alternative zur Ernährung hat keiner von uns

Da gebe ich Dir völlig Recht!
Aber man seine Ernährung so einrichten, daß sie möglichst leidfrei vonstatten geht. Daß Tiere über Leidensfähigkeit verfügen, bestreitet kein intelligenter Mensch. Dieses Leid kann ich schon mal mittels der entsprechenden Ernährung massiv eindämmen. Und das man kein Fleisch zum Gesund-Leben braucht, ist ebenfalls hinlänglich bekannt.

Ob sich letztendlich der Veganer, der Atkins-Anhänger, der Mittelmeer-Diät-Freak oder der Eisbein-Sauerkraut-Fetischist am gesündesten ernährt, ist letztendlich nur eine Frage der richtigen Statistik, die man zur Beantwortung zurate zieht. Ich kann für jede Behauptung zur Untermauerung eine Statistik finden.

Man kann sich gleichgültig ernähren oder man kann sein Gewissen mit einbeziehen. Ich gehe nicht hin und behaupte, daß Veganismus die gesündeste Ernährungsform ist. Es ist sicherlich die am größtmöglichen leidfreie. Und mir persönlich sind Menschen suspekt, die sich gleichgültig ernähren und denen das Leid von Tieren am Arsch vorbeigeht.
Es gab mal vor Jahren gefakte Berichte, das Pflanzen darauf reagieren, wenn ihnen Blätter abgeschnitten werden. Quatsch ist das.
@Vormund: Doch, hier wohnen Leute, auch viele Axels Smile
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