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Normale Version: Mein Name ist Tier
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Mein Name ist Tier

Für euch verdammte Tierversuchsärzte empfinde
ich nichts außer Verachtung. Wie könnt ihr es
wagen, die Aussicht auf Forschungserfolge
über mein Schmerzempfinden und meine Qual zu
stellen? Wisst ihr eigentlich, wie
uninteressant es für mich ist, ob eure
Kosmetik hautverträglich ist? Ich benutze
solchen Schund nicht, schmiert es euch also
gefälligst selbst in die Augen, wenn ihr
wissen wollt, wie sehr es dort brennt. Könnt
ihr euch vorstellen, wie egal mir
Heilungsmethoden für menschliche Krankheiten
sind? Ich bekomme diese Krankheiten wenn dann
nur künstlich durch eure Hand, lasst mich
also in Ruhe und testet euren Dreck an euren
eigenen Kranken.

Ihr nennt mich Verbrauch, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Wie geisteskrank muss man sein, um Jagd auf
Wehrlose als sein Hobby zu ergreifen? Was
gibt es euch, wenn ihr feige aus dem
Hinterhalt Unschuldige ermordet? Unschuldige,
die ihr euch selbst regelmäßig heranzüchtet,
um dann genauso regelmäßig zu behaupten, ihr
müsstet sie ermorden, da die Population sonst
zu gross wird. Diese Population sind meine
Mütter, meine Väter, meine Brüder und
Schwestern, die ist nur in euren Mörderaugen
zu groß, und selbst wenn sie es wäre, hättet
ihr kein Recht auf einen Mord, eure dicken
Kinder und Verwandte werden trotz
Überpopulation ja auch nicht einfach
abgeknallt. Wie widerlich muss man überhaupt
sein, um aus unseren Leichen dann noch stolz
eine "Strecke" zu legen und diese
geifernd abzufotografieren? Gibt es etwas
Grausameres, als sich Köpfe von Leichen in
sein Wohnzimmer zu hängen, nur um aller Welt
zu zeigen, was für ein armes, feiges
Menschlein man ist?

Ihr nennt mich Wild, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Über euch Abschaum Metzger will ich mich
eigentlich gar nicht auslassen. Wie
stumpfsinnig muss man sein, um sein tägliches
Leben hauptsächlich damit zu verbringen, uns
die Kehlen durchzuschneiden, uns durch
künstliche Schlaganfälle umzubringen oder uns
auf andere bestialische Art und Weise zu
ermorden? Werdet ihr wenigstens manchmal
nachts wach, wenn unsere Todesschreie nicht
in euren Köpfen verklingen wollen? Oder seid
ihr selbst für einen Hauch von Gewissen schon
zu kalt?

Ihr nennt mich Schlachtvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Damit sind wir bei euch, die unsere Leichen
in sich reinstopfen und sich zur Verteidigung
rosarote Scheinwelten aufbauen. Diese
Scheinwelten sind aus meiner Sicht allerdings
blutrot, denn ich atme nicht auf, wenn ich
vor meiner Hinrichtung ein schönes Leben
hatte. Mich beruhigt es auch nicht, dass
meine Hinrichtung immer schneller vonstatten
geht, auch ist es für mich kein Anreiz, dass
meine Anfahrt zur Hinrichtung immer kürzer
wird, eure Kämpfe für diese Dinge könnt ihr
euch sonstwohin schieben, denn im Endeffekt
will ich einfach nicht sterben. Weder
schnell, noch gut, noch schmerzlos oder was
weiß ich, was für pervertierte Adjektive ihr
zu eurer Verteidigung aufbauen wollt.

Ihr nennt mich Nahrung, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Dann kommen wir zu euch, die es als nicht
schlimm empfinden, von seiner Mutter getrennt
zu werden. Wenn dem so ist, warum macht ihr
so ein Theater daraus, wenn eurer Mutter
etwas zustösst? Ist Mutterliebe in euren
Augen nur beim Menschen vorzufinden? Wer gibt
euch das Recht, uns Muttermilch,
Menstruationsprodukte, Wolle, Honig und was
weiß ich noch zu rauben und das Ganze dann
damit zu verteidigen, dass wir das gerne
geben würden und uns die Qual dafür egal
wäre? Ihr seht Zufriedenheit in meinen Augen,
wenn wir uns treffen? Warum spüre ich diese
Zufriedenheit dann nicht und warum sehe ich
in euren Augen nur Selbstüberschätzung und
Arroganz? Warum melkt ihr nicht eure eigene
Art, wenn das so natürlich ist? Warum pumpt
ihr nicht eurer Art Ejakulat ab, wenn ihr
damit unbedingt eure Perversitäten
befriedigen müsst? Weil das bei eurer Art
unwürdig und gesundheitlich bedenklich wäre?
Und weil ich keine Würde und kein Recht auf
Gesundheit habe?

Ihr nennt mich Nutzvieh, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Und was ist bei euch geistig schiefgelaufen,
die ihr uns einkaserniert, uns den Willen
brecht und uns dann stolz eurer Art
präsentiert? Gibt euch das ein Gefühl von
Macht, wenn ihr uns gefangen haltet und uns
ein artgerechtes Leben in Freiheit
verweigert? Ist das der Grund, warum ihr uns
gnadenlos weiterzüchtet, um noch gnadenloser
immer mehr Käfige mit uns zu füllen? Fühlt
ihr euch gut amüsiert, wenn wir unsere Würde
aufgeben und für Futter oder aus Angst vor
Strafe irgendwann Männchen machen oder auf
Fahrrädern durch Zirkuszelte fahren?

Ihr nennt mich Zoo-, Dressur- oder Haustier, mein Name ist Tier und ich hasse euch.


Zum Schluss sind wir bei euch angelangt, der
verschwindend kleinen Gruppe von Menschen,
die uns Tiere achtet, ohne dafür eine
Gegenleistung zu erwarten. Ich liebe euch
nicht, ich mag euch nicht und ich möchte
nicht unbedingt mit euch zusammenleben, aber
ich respektiere euch dafür, dass ihr das auch
gar nicht verlangt und das Fehlen von Liebe
und Unterwerfung nicht mit meinem Tod
bestraft. Vielleicht bekommen wir irgendwann
mal eine Chance, uns auf Augenhöhe
kennenzulernen, wir werden sehen, wie ich
euch dann beurteile.

Ihr nennt mich Tier, das ist mein Name und ihr seid eine Hoffnung.

von Jens Grote (mit freundlicher Genehmigung)
donnernder applaus , einweisung wurde beantragt....
(17.11.2009 13:33)greenlantern schrieb: [ -> ]einweisung wurde beantragt....
Du armer, wann sehen wir Dich wieder?
Oh, ob Greeni dann zu mir auf die Wohngruppe kommt? Wird bestimmt lustig. In seinen Individuellen Hilfeplan werde ich aufnehmen "Erlernen von Empathie, Anstand und Demut" - therapeutischer Zeitaufwand: mehrere Stunden am Tag

Big Grin
(17.11.2009 14:44)Abra schrieb: [ -> ]Oh, ob Greeni dann zu mir auf die Wohngruppe kommt? Wird bestimmt lustig. In seinen Individuellen Hilfeplan werde ich aufnehmen "Erlernen von Empathie, Anstand und Demut" - therapeutischer Zeitaufwand: mehrere Stunden am Tag

Big Grin

Fehlt da ein auch zwischen dann und zu?
Bei Herrn Grote scheint mir das Empathietraining ein wenig übertrieben worden zu sein... und er ist scheinbar trotzdem ein Anthropozentriker und Speziidingsbums.
Jens ist mir persönlich bekannt und ich kann reinen Gewissens behaupten, daß er ein völlig normaler Mensch ist, der weiter denkt, als bis zur Ladentheke des Metzgers oder bis zum Flintenschrank für den hübschen Sonntagmorgensausflug. Eine Eigenschaft, die hier ja so manchem abgeht. Ich halte jedenfalls einen Spezidingens für deutlich gesünder im Hirn als manch einen, der das Töten von Tieren als sein Hobby bezeichnet.

Es gibt übrigens ein wunderbares Buch "Irre - wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen" geschrieben von einem Psychiater. Manch Jäger bezeichnet sich ja gerne als "normal" ... vielleicht wäre für manch einen Jäger eine Therapie nicht verkehrt. Aggressionen könnten sie in einer Gummizelle auslassen. Dafür müßte kein Tier mehr sterben ...
Was ist schon "normal"? Vielleicht markieren Herr Grote und unser greenlantern jeweils die Grenze. Ich kenne von beiden nur das hier veröffentlichte

Beutetrieb und Agression sind nicht dasselbe... nur mal so. Und Du weißt das auch.
Au weia, ich stelle bei mir Resistenz fest.
Zitat:Was ist schon "normal"? Vielleicht markieren Herr Grote und unser greenlantern jeweils die Grenze.
Ja, vielleicht. Wobei ich jemandem, der ethisches und moralisches Handeln in Bezug auf Mitgeschöpfe etwas *räusper* besser beherrscht, gerne mehr Normalität zusprechen möchte.

Zitat:Beutetrieb und Agression sind nicht dasselbe...
Natürlich weiß ich das!
Aber welcher Mensch muß seinen Beutetrieb ausleben, indem er Tiere tötet? Ist DAS normal?
Was machen die Menschen, die keine Tiere töten denn mit ihrem Beutetrieb?

Und Aggression kann man wunderbar beim Squash (z.B.) ausleben. Auch dafür muß kein Lebewesen sterben.

Wer trotzdem der Meinung ist für seinen Beutetrieb und seine Aggression müssen Lebewesen sterben ... sorry, aber der gehört in der Tat in die Gummizelle.
Kein Grund zur Besorgnis, Franziska.
(17.11.2009 14:25)Rudi schrieb: [ -> ]
(17.11.2009 13:33)greenlantern schrieb: [ -> ]einweisung wurde beantragt....
Du armer, wann sehen wir Dich wieder?
bei deiner prognose: nicht so bald, es wird dauern, bis du wieder raus kommst......
(17.11.2009 18:03)Abra schrieb: [ -> ]
Zitat:Beutetrieb und Agression sind nicht dasselbe...
Natürlich weiß ich das!

Eigentlich wollte ich nur dezent zu verstehen geben, daß man nicht aus Agression jagt...

(17.11.2009 18:03)Abra schrieb: [ -> ]Aber welcher Mensch muß seinen Beutetrieb ausleben, indem er Tiere tötet? Ist DAS normal?
Das solltest Du mich nicht fragen... die Antwort kennst Du. Alles andere sind nur Ersatzhandlungen. Spiele... Machtspiele. Die können mehr Leben kosten als Jagd, nur nebenbei.

(17.11.2009 18:03)Abra schrieb: [ -> ]Und Aggression kann man wunderbar beim Squash (z.B.) ausleben. Auch dafür muß kein Lebewesen sterben.

Da stimme ich Dir zu.

(17.11.2009 18:03)Abra schrieb: [ -> ]Wer trotzdem der Meinung ist für seinen Beutetrieb und seine Aggression müssen Lebewesen sterben ... sorry, aber der gehört in die Tat in die Gummizelle.

Schuldig im Sinne der ersten Alternative. Schon mal ein Möhrchen geerntet? Dann werden wir vielleicht Nachbarn Cool wir sehen uns dann zur Gruppentherapie.
Ist es eigentlich erlaubt, hier einen bebilderten Bericht über
einen Labradormischling zu schreiben, der (vermutlich nach
Verkehrsunfall) mit heraushängenden Gedärm über eine
Stunde in einer Hofeinfahrt (bei uns im Dorf) gelegen ist?
Am hellichten Samstag Nachmittag.

Wo

1.) Ein Hundeführer der Polizei sich als Totalversager erwies, weil
er sich den Hund nicht zu erschießen traute. Statt dessen über
30 Minuten nach Tierärzten telefonierte (nachdem er bereits über
30 Minuten brauchte, bis er an der Unfallstelle eintraf).

2.) Der (endlich) herbeigerufene Tierarzt die Chancen 50:50 einschätze,
wenn er den Hund wieder zusammenflickt. Dann das Tier aber doch
einschläferte, weil sich nicht ermitteln ließ, wem der Hund gehört
und wer die Kosten für die OP bezahlt?

3.) Der anwesende Jäger rein gar nichts ausrichten konnte, ausser
die gesamte Nachbarschaft herauszuklingeln, um in Erfahrung zu
bringen, wem der Hund gehört?

Echt, ich habe deswegen einen richtig dicken Hals! Wenn es
erlaubt ist und ich dann Zeit habe schreibe ich es hier auf.
Abra,

ich stimme dir absolut zu.

Franziska,

der von dir geschilderte Fall ist wirklich krass. Zur Empathie gehört in seltenen Fällen wie diesem mitunter auch, dass man erkennt, wann ein Tier nicht mehr zu retten ist.

Gerade Tierärzte sind da oft, wie ich aus eigener schlimmer Erfahrung weiß, geradezu tierquälerisch veranlagt. Aus meiner Sicht ein Mangel an Mitgefühl - wie bei dem von dir vorgestellten Tierarzt.

Lasst sie leben
Das Elend hat doch bereits mit dem Hundeführer (!) der Polzei angefangen! Der Jäger (ich selber habe das alles im Nachhinein
erfahren) wollte den Hund erlösen, war aber der Meinung, daß er
im Dorf (befiedeter Bezirk) die Waffe nicht benutzen darf. Er wollte seinen Jagdschein nicht riskieren. Was der Mann nicht wußte ist, daß er auf Anordnung der Polizei (die ja vor Ort war) sehr wohl den Hund erschießen durfte. Wie auch immer. Es muß ein jämmerlicher Anblick und für den Hund eine elendige Plagerei gewesen sein. Erst als der Jäger dem Polizisten mit Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz gedroht hat, wenn er nicht sofort was unternimmt, ist der Mann langsam aus seinen Puschen gekommen. Ein SKANDAL! Ich könnte deswegen noch immer Gift und Galle spucken!
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