Tierrechtsforen

Normale Version: "Neues Deutschland" über "Veganismus als politische Bewegung"
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Bärchen

Bärchen: In der Sozialistischen Tageszeitung "Neues Deutschland" von Freitag, dem 4. September 2009 ist ein Artikel über "Veganismus als politische Bewegung" erschienen.

Zitat:Nun sind viele Menschen gegen winzige Hühnerkäfige und Tierversuche. Antispeziesismus ist aber etwas ganz anderes als Tierschutz: Tierschützer wollen die Haltungsbedingungen von Tieren verbessern; Antispeziesisten lehnen Tierhaltung prinzipiell ab. Das ist ihre Prämisse. [...] Eine menschliche Besonderheit lassen aber alle politischen Veganen gelten: die Fähigkeit zur Moral.

Bärchen: Kurz gesagt: da hat's mal einer kapiert. Zwischendrin ein paar grundlegende Bezüge, die immer wieder mal zitiert werden, darin gleich drei Strömungen auszumachen scheint allerdings etwas überzogen. Der Schluss ist dann etwas wirr. That's it.

Zitat:Wie eine bessere Gesellschaft frei von den Zwängen der Profitmaximierung ihr Verhältnis zu Tieren gestaltet, lässt sich heute nicht klären. Aber sicher bringt uns Veganismus der befreiten Gesellschaft keinen Schritt näher. Im Gegenteil: Die Verwischung der Grenze zwischen Mensch und Tier führt in die Irre.

Bärchen: Zum gesamten Artikel geht es hier.
Nachdem die "neuen, alten Linken", kurz SED keine Mauer mehr haben um dort jemanden einzusperren, dann eben Tiere. Etwas plakativ, aber gerade so könnte es einen vorkommen.

Die Autorin müht sich wirklich redlich gegen den Veganismus zu argumentieren:
Zitat:Die Art und Weise wie wir an Lebensmittel kommen, wie wir sie zubereiten und die soziale und psychische Bedeutung des Essens sind durch Bewusstsein und gesellschaftliche Arbeitsteilung geschichtlich vermittelt. Tiere fressen dagegen, was sie finden können. Wer da keinen Unterschied erkennen kann, will es schlicht nicht und leugnet damit die Besonderheit menschlicher Gesellschaft.

Hat sie sich einmal Gedanken gemacht, in welchem sozialen Netzwerk Bienen ihre Nahrung und die ihrer Nachkommen produzieren?

Hat sie einmal in einem bayerischen Bierzelt einen Besoffenen die Schweinshaxn fressen - äääh pardon - speisen sehen? Ja klar, der wählt seine Speisen mit Bedacht.


Auf die Auswirkungen des Tierproduktekonsums auf die Welternährungssituation, darauf, daß für ihr Steak im Regenwald Menschen von ihrem Lamd vertrieben werden, um den Regenwald zu roden und dort Viehfutter anzubauen, geht sie natürlich nicht ein. Es würde ja offenbaren, daß die Guteste neben Tieren auch Menschen im neokolonialistischen Stil ausbeutet, nur für den kleinen Kitzel ihrer gäumlichen Geschmacksknospen.
Ich kann dir nur uneingeschränkt Recht geben, bertel. Frau Vogelsang hat sich hier wirklich KRAMPFHAFT bemüht, auch nur ein Argument für die weitere Ausbeutung der Tiere zu finden - es ist ihr nicht gelungen.

Danke Bärchen für den Link!

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