(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Natürlich ist die Erfüllung von Bedürfnissen kein digitaler Prozess. Dass sagt die Pyramide sagt das ja auch nicht aus. Die Aussage, die ich bezüglich der hier getätigten Diskussion aus der Pyramide ziehen würde ist folgende:
Je höher ein Bedürfnis einen Platz in dieser Pyramide findet, desto niedriger ist der Frustfaktor den ich bereit bin einzugehen, um dieses Bedürfnis zu erfüllen.
okay dann verstehe ich was du meinst^^
Der letzte Satz hats in dann klarer gemacht
Was die Pyramide aber eben an Missverständnissen aufweisen kann wollte ich verdeutlichen, wie gesagt kann sie nämlich sonst auch "als Entschuldigung" herangezogen werden. Und zusätzlich...naja egal hatte das ja schon ausgeführt
(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Es gibt auch Leute, die gegenteilig handeln. Beispielsweise nimmt manch einer einen leeren Kühlschrank in Kauf (Grundbedürfnisse), wenn er dadurch einen protzigen Wagen fahren kann. (Anerkennung)
Solche Leute gehören für mich aber nicht zur "Norm". Aber genau diesen großen Gesellschaftsteil will man doch für sich gewinnen.
ganz banal würde ich so ähnliche Einstellungen schon zu einer gewissen "Norm" zuzählen. Vielleicht gelingt mir das auch nur nicht sie "anders" zu erkennen, da ich da etwas gegenteilig erscheine und ich sehr wenig Menschen kenne und erlebe die da konform gehen. Was wiederum eben mit sich brigt, dass das grosse Umfeld, doch irgendwie so (wie beschrieben) lebt und daher für mich erscheint wie die "Norm der mich umgebenden Gesellschaft". Nicht jeder lässt jetzt gerade den Kühlschrank leer, aber um einem gewissen Status gerecht werden zu wollen (durch z.B. die hippesten Klamotten, x-fache Kosmetika, oder eben ne Karre, die mehr PS hat, als die der Nachbarn etc.) bringen sie mehr Geld auf, anstatt das finanzielle mehr in z.B. die Ernährung zu investieren, wovon langfristig der Körper und seine Gesundheit profitieren könnte. Nur so als Beispiel.
ja auch genau die, die Masse, sollten erreicht werden...
(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Ich hoffe, dass das niemals Jemand herausfindet, bzw. dieses Wissen in falsche Hände gerät.
Über diese Frage machen sich viele Köpfe breit ..nicht zuletzt besonders logisch die, die davon profitieren. Mit Erfolg. Jedes Produkt und jede Anwerbung ist danach gerichtet. Jeder Supermarkt ist danach ausgerichtet bestimmte Personengruppen auf bestimmte Produkte aufmerksam zu machen etc.. Die Medien und gerade Flimmerkisten machen da mal richtig keine Ausnahme, sondern transportieren zusätzlich. Und vielleicht gerade deshalb werden auch immer mehr solcher Filme oder Dokumentationen zielorientiert vermarktet. Earthlings läuft nicht in öffentlichen Kanälen, aber diverse Sendungen (mit ebensovielen Werbepausen) in denen die "schönen Bilder" mit nem Hauch von schaut-mal-was -"die-anderen"-kaputt-machen-Botschaften oder -slogans und Spendenaufrufen im Namen der Aufklärung laufen pausenlos. Was aber fehlt?
Also nochmal zur Frage
...sie zappen nicht weiter, weil irgendwas ihr Interesse geweckt hat hinzuschauen. Baby-Orang-Utans oder die fasziniernden Bäume ...oder vielleicht auch das Wissen darüber, dass gleich der Aufruf kommt wie geholfen werden könnte...oder oder es läuft gerade nichts anderes "Interessantes".
(Vor-)Letzteres jedenfalls birgt leider meist mit sich, dass den Menschen in den (meisten Sendungen) nicht klargemacht wird, was sie selbst verändern könnten, welche Entscheidungen sie treffen können, um aktiv in ihrem alltäglichen Leben etwas zutun, sondern um sich ihrer alltäglichen Frustration wie gehabt zuwenden zu können mit nem reinen Gewissen sie wüssten Bescheid und sie haben was getan, wenn sie gespendet haben. Es werden auch Entschuldigungen transportiert ...die Saisontrends aufm Schirm, die Frisur sitzt, der Mantel kann morgen aus der Reinigung geholt werden, der Strom kommt wie gehabt aus der Steckdose, die Mikrowelle kann das Fastfood zubereiten und falls die kein Pommes vom Teller reisst gehts eben ab zum Imbiss oder King um die Ecke. Nichts, oder kaum etwas, in der Sendung hat sie dazu gebracht darüber nachzudenken, was (z.B.) das Abholzen der 100ten Hektar Regenwald ganz konkret auch für sie bedeuted, weil sie es nicht spüren, es nicht selbst erfahren und erleben, es scheint fern ab von ihrem Körper zu sein, von ihrem Leben. Einzig der Gedanke scheint da zu sein ...was hinterlassen wir unseren nächsten Generationen. Die bösen "anderen" wie können die bloss? Die armen Tiere ...mensch gut da gibt es Menschen die ne Auffangstation betreiben für die Waisen. Hoch ja aber ich kann von hier aus nichts tun. Medien sind nicht nur zur "objektiven" Aufklärung da, sondern die transportierten Informationen transportieren auch Botschaften (auch wie sich verhalten werden sollte) ...und zwar (auch in dem Sinne) von denen, die davon profitieren... *nachdenk*
(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Ich setze den Umweltschutz (nicht für mich selbst sondern ausgehend von der "Norm") auf die oberste Stufe. (Jeder, der aktiv etwas für die Umwelt tut wird das wohl anders sehen. Um diejenigen geht es ja aber nicht.)
Ebenso wie der Versuch kreativ zu sein, so liegt im Umweltschutz ein hohes Maß an Misserfolg. Alleine diese Tatsache reicht meiner Meinung aus, um beim Menschen diesen Schutzreflex auszulösen, um zu sagen: Daran kann ich sowieso nichts ändern. Ganz egal, welche anderen Sachen ihn gerade frustrieren.
Im Prinzip wie beim Resignieren, nur mit dem Unterschied einen Misserfolg hinsichtlich des Problems nie erlebt zu haben, sondern von vornherein von Misserfolgen auszugehen. Hilflosigkeit ist erlernbar, dass haben schon Studien bewiesen und darum weitet sich dieses Phänomen auch auf andere Probleme aus. Das Problem löst sich aber nicht von selbst auf und darum wird es in Zukunft ignoriert. Erinnierungen daran sind unbequem und werden mit einer ablehnenden Haltung verworfen. Für manche Menschen scheint es sogar derart unbequem zu sein, dass sie in ihrer eigenen Hilflosigkeit Menschen kritisieren und ins lächerliche stellen, die sich enragieren. Woher sonst kommt das Vorurteil des langhaarigen Hardcore-Esoterikers vom Umweltschützer (unterernährten faschistoiden Veganers, Liste beliebig lang fort zusetzen)?
Ja das denke ich auch. Gerade "Umwelt-Themen" bergen in besonderem Maasse diese Haltung "ich kann nichts daran ändern". Aber genau das ist das was ich als so fatal ansehe. Es ist doch eigentlich nicht mehr als ein Informationsdefizit. Es scheint so weit weg zu sein für manch eineN (örtlich genauso wie zeitlich), dass sie so reagieren, sich so abwenden. Unter anderem auch deshalb weil die Informationen nicht ins Interessenvisier gelangten. Wer in Geographie und Geschichte, Biologie oder Chemie und Physik ne 1 hatte, war schon AussenseiterIn. Völlig uninterressant. Ist doch wichtiger sich um die anderen "wirklichen Probleme des Alltagslebens" zu kümmern. Oder eben für die scheinbar vom Himmel gefallenen Katastrophen, wenn bewiesen ist, dass der Mensch das verschuldet hat wenigstens jemand "anderen" zum Schaffott zu führen, als sich selbst. Dabei sollte doch klar sein, dass diese Erde unser Lebensraum ist. Unser enziger und lebensnotwendiger Raum. Wir zerstören (oder tragen unseren Teil dazu bei) in rasantem Tempo unsere Lebensgrundlage, ...die die Basis bildet unsere Grundbedürfnisse überhaupt befriedigen zu können... Also sollte es ein Anliegen sein diese Grundlage zu kennen und sie nicht weiter zu zerstören.
Ich will j nicht sagen, dass jedeR alles wissen muss, aber dass das Interesse fehlt sich mit eben jener Lebensgrundlage auseinander zu setzen und es immer "den anderen" zu überlassen oder in die Schuhe zu schieben stimmt mich doch sehr nachdenklich.
Beispiel: hier kamen letzt 2 junge Menschen vorbei und wollten Unterschriften. Ich frage wofür und überhaupt was gibts denn, also um was gehts? "Ja wir sammeln Unterschriften" ich: ja soweit waren wir schon^^, aber wofür oder wogegen?";
ein Mensch: "ähm ja wegen den Windrädern";
ich: "welche Windräder?";
darauf: "ja eben die wegen dem Strom und so";
ich: "ähm ja? also welche wo was genau?";
darauf: "ja hier (Ortsangabe)";
ich: "oh sollen hier welche hin?";
darauf: "Ja wollen die, aber wir wollen das nicht",
ich: "wer sind -die- und wer seid -ihr- und warum wollt ihr das nicht?";
darauf: "ja wir sind von hier";
ich "okay und weiter?";
darauf: "ja wir wollen die nich ham";
ich: "Kannst du mir das begründen? Also irgendwie n bischen mehr erzählen darüber, auch was genau geplant ist und warum du die nicht hier haben möchtest und welche Alternativen du vielleicht siehst?";
darauf: "ja wir wollen die hier halt nicht, deswegen ja die Unterschriften";
ich also nochmal: "Kannst du mir das begründen? Also irgendwie n bischen mehr erzählen darüber, auch was genau geplant ist und warum du die nicht hier haben möchtest und welche Alternativen du vielleicht siehst?";
darauf wieder: " ja nee, aber wir wollen die nicht";
ich also nächsten Versuch angesetzt: "sagt mal von wo kommt ihr eigentlich, also durch wen/was?;
darauf: "ja von hier"
wovon ich hier erzählt habe ist etwas was ich ziemlich häufig, wenn auch durch andere Situationen ergebend, erlebe. Soviel Unwissenheit ist ja kaum zum Aushalten denke ich mir da. Ich finds schon fast erbärmlich bis peinlich, so engagiert verpeilt loszulaufen, aber noch viel schlimmer jene, die sich durch eben solche auch noch angesprochen fühlen und die gnadenlos mit unterzeichnen, obwohl sie kein Meter irgendwas an Infos bekommen haben, sie also kein Bild vom ist-Zustand haben, gar um was genau es geht, als die "Meinung" die sie wenn überhaupt nebenbei beim Zappen in der Glotze aufgedrängt bekommen haben und da hat in dem von mir beschriebenen Fall z.B. halt ma wer gesagt die Räder erfüllen eben einen enormen Geräuschpegel, also sowas verschandelt unserer Idylle auf dem Land ...dann doch lieber das AKW 100 km weiter wech wieder weiter aufbauen... Respekt!
Warum Menschen denen, die sich damit beschäftigen (also scheinbar andere Stufensystemen nach orientiert leben) so entgegentreten, hast du glaub sehr gut erkannt. Entweder werden jene voller Respekt und Anmut betrachtet (damit gleich auch wieder n bischen das Unnahbare manifestiert), auch das Resignieren "so könnte ich das ja eh nicht" aufkommen lassen, oder aufgrund des Spiegeleffektes sie sofort lächerlich gemacht und/oder direkt angegriffen. Nicht zuletzt aber auch durch transportierte Botschaften in der Haltung unterstützt, von jenen ...die entgegengesetzt profitieren und die ja immer die Wahrheit verkünden, also wird sich auf die verlassen, die regeln dat ja schon. (s.o. nochmal)
(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]ACK
was heisst das?
