Tierrechtsforen

Normale Version: Borneo und ...der Regenwald
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aktuelles aus den Nachrichten z.B.:
Zitat:Ureinwohner kämpfen auf Borneo
David gegen Goliath im Regenwald

Malaysias Regierung lässt im Regenwald derzeit einen Staudamm zur Stromerzeugung bauen. Doch die Ureinwohner wehren sich gegen das Projekt: Sie werfen der Regierung vor, sie über das Projekt nicht informiert zu haben und den Regenwald als reines Spekulationsobjekt zu sehen.

ein weiterer interessanter Abschnitt in dem Artikel:
(im Text fett durch mich markiert)
Zitat:Verfahren vor dem Obersten Gericht gewonnen

Das haben rund 200 Dayaks getan, die meisten Verfahren laufen noch. Aber im Mai hat der oberste malaysische Gerichtshof in einem Verfahren den Dayaks recht gegeben. Es ging nicht um den Staudamm sondern um Palmölplantagen, für die Regenwald gerodet und Dayak-Stämme nach eigenen Angaben vertrieben werden. Palmöl ist ein gigantisches Geschäft. Malaysia ist der weltweit größte Exporteur: Fast 18 Millionen Tonnen waren es 2008, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr - eine Monokultur, die den begehrten Rohstoff für Kosmetika, Lebensmittel und Treibstoff auch nach Europa bringt. Die Umweltorganisation WWF schätzt, dass auf ganz Borneo bislang 3,5 Millionen Hektar Regenwald abgeholzt wurden, um Ölpalmen anzubauen. "Wir haben im Kampf gegen die Palmölplantagen recht bekommen, aber die Regierung respektiert das nicht," sagt der Sprecher der Dayak-Dachorganisation, Anthony.

hier der aktuelle Artikel

für weitere Informationen ist auch folgender Artikel durchaus interessant:
Pläne für zwölf Staudämme bedrohen Borneo
kleiner Auszug:
Zitat:Es geht hier um mehr als nur um ökologische Kritik an dem Vorhaben. Der ursprüngliche Vertrag überträgt die Verantwortung für das Projekt an den chinesischen Staatskonzern, der den umstrittenen Dreischluchtendamm am Jangtse-Fluss gebaut hat – ein Projekt das von Dai Quing, dem chinesischem Journalisten der die Kampagne gegen den Damm leitet, als ein “schwarzes Loch der Korruption” bezeichnet wird.
Danke Nicky!
Muss da an den Film: "We feed the world" denken!
hallo Masterfoods (°°)

ja unter anderem ...es gibt eigentlich viele Dokus oder Filme die auf die z.B. Regenwaldzerstörung und der draus resultierenden katastrophalen Verhältnisse aufmerksam machen wollen. Sei es betreffend speziell das Klima, die Umwelt, die sozialen und wirtschaftlichen Aspekte beleuchten wollen und/oder auch aufzeigen wollen, welche Leben davon weiter betroffen sind und ausgerottet werden.

Leider habe ich viel zu oft bei auch z.B. Filmen das Gefühl, dass sie wahrgenommen werden wie Krimis. Just in dem Moment wo Menschen über Medien darüber informiert werden scheinen sie betroffen durch die "grausamen Bilder" (wie sie es gerne selbst bezeichnen) und sind erschüttert über das was auf und mit unserer Erde los ist (als würde es ein Zustand sein, der halt so passierte und als hätten sie damit nichts zutun), jedoch ist der Film zu Ende zappen sie weiter und beschäftigen sich wie gehabt mit ihrem Alltag. Was ich damit sagen möchte ist, dass dies scheinbar unreal erscheint ...zu weit weg ist, nicht körperlich selbst betreffend erlebt und daher bleiben wenn dann Funken von Informationen hängen. "Der Regenwald" z.B. ist nicht vor der Tür hier. Auch sind hier keine Menschen, die unter solchen Bedingungen ausgebeutet werden wie einE PlantagenarbeiterIn in -wer-weiss-wo-; und ausserdem, die Entscheidungen werden getroffen und Knöpfe werden betätigt von Menschen, die in einer gaaaanz anderen Liga spielen auf die sie selbst auch keinen Einfluss haben. So wird von einem selbst alles schön weit weg geschoben. Der Finger auf andere gerichtet und der Spiegel verhängt.

Hier erfreut sich wer, wenn er als gesund angepriesenen Palmöl in die Pfanne hauen kann, sein Auto mit Biodiesel fährt, exklusive und besondere Nahrungsmittel und/oder Kleidung, oder technische Geräte günstig bekommen kann, McD bis spät in die Nacht geöffnet ist, usw usf. Ein soziales Netz fängt uns immer auf, hier läuft keiner mit dem bischen Hab und Gut, was gerade mal, wenn überhaupt den geringsten notwendigen Lebensstandart sichern könnte, ganze Berpässe längs auf der für viele tödlich endenden Flucht und der Suche nach einem "zu Hause". Hier muss keineR wochenlang warten bis wer mit eventuell medizinischen Wissen das gebrochene Bein stabilisieren kann, hier ist der/die 6jährige in der Vorschule und nicht von morgens bis abends mit Spitzhacke dabei den finanziellen Haushalt aufrecht zu erhalten, um mit 20 dann körperlich eigentlich schon komplett am Ende zu sein.

Hier können eigentlich immer Entscheidungen getroffen werden ...woanders kaum...

Innerhalb unserer geographischen Zone kennen die meisten z.B. Regenwaldgebiete und "ferne Länder" wenn überhaupt vom Namen her und sind glückllich wenn sie dort jemals Urlaub machen können und Postkarten an die Familie von dort versenden können, selbiger natürlich noch besondere exotische Attraktionen aus den Ländern mitbringen können. Und selbst wenn sie dort für 2 oder mehr Wochen sind, dann werden sie scheinbar kaum mit den Bedingungen konfrontiert oder lassen dies erst garnicht zu. 3-Sterne Hotel und zweimal am Tag Essen im Salon ist der Mindeststandard. Nachmittags gibts Führungen in die Gebiete, die die Tourismusbranche angepriesen hat und die gezeigt werden dürfen.

Und hier werden Klimaveränderungen gerade mal wahrgenommen, wenn im April der Ofen doch noch gefeuert werden muss und im Oktober der Pool im Garten doch noch nicht abgebaut wird. Welche Folgen das wirklich mit sich bringt wollen viele nicht wahrhaben und so dreht sich ihr Anliegen immer einzig um sich (und das direkte soziale Umfeld) und ihre persönlich erfahrenen "Probleme",
...die "Anderen" und alles "andere" sind zu weit weg...

Interesse und Mitgefühl erwecken oft erst die Bereitschaft sich mit etwas zu beschäftigen und ggf. etwas verändern zu wollen. Aber die wenigstens haben Interesse, sich natürlich mit schrecklichen Bildern und Informationen, die sie nicht selbst direkt und spürbar betreffen, den Tag und die Stimmung zu verderben, "wenn sie doch eh nichts ändern könn(t)en". So wird die Verantwortung weitergereicht, an jene die ja dafür da sein sollen...

letzte Instanz eben, die eigene scheinbare Maxime...
"da kann ich doch eh nichts dran ändern, andere kümmern sich schon drum";
und so wird halt ne Komödie in den DVD geschoben;
am nächsten Tag wird dann vielleicht eine Spende überwiesen,
das Gewissen etwas beruhigt und alles kann weiter gehen...

Und diese Einstellung schlummert in so vielen Menschen...

Viele Grüsse Nicky
(13.07.2009 11:41)nicky schrieb: [ -> ]Interesse und Mitgefühl erwecken oft erst die Bereitschaft sich mit etwas zu beschäftigen und ggf. etwas verändern zu wollen. Aber die wenigstens haben Interesse, sich natürlich mit schrecklichen Bildern und Informationen, die sie nicht selbst direkt und spürbar betreffen, den Tag und die Stimmung zu verderben, "wenn sie doch eh nichts ändern könn(t)en". So wird die Verantwortung weitergereicht, an jene die ja dafür da sein sollen...

letzte Instanz eben, die eigene scheinbare Maxime...
"da kann ich doch eh nichts dran ändern, andere kümmern sich schon drum";
und so wird halt ne Komödie in den DVD geschoben;
am nächsten Tag wird dann vielleicht eine Spende überwiesen,
das Gewissen etwas beruhigt und alles kann weiter gehen...

Und diese Einstellung schlummert in so vielen Menschen...

Viele Grüsse Nicky

Ich habe mich mal eine damit beschäftigt, warum viele Leute so reagieren. Im Prinzip ist es sehr einfach: es ist eine Art Schutzreflex. Ein ökonomischer Mechanismus.
Die Lösung eines Problems setzt immer ein gewisses Maß an Frustration voraus. Bei Problemlösung, so ohne weiteres ohne Frust, läge kein Problem vor.
Die Problematik der Lösung der Ökologieprobleme trägt nun mal ein enorm großes Frustpotential. Vor allem für die Einzelperson. Wird einer Person dieses Frustpotential bewusst reagiert sie mit Apathie. Wie wohl jedes Lebewesen, strebt auch der Mensch nach der Erfüllung seiner Bedürfnisse. Im Umkehrschluss möchte er wohl alles Vermeiden, was dieser Erfüllung im Wege steht oder ihn zusätzlich belastet.
Maslow sagt:
Die menschlichen Bedürfnisse bilden die „Stufen” einer Pyramide und bauen aufeinander auf.
[Bild: 050825maslow.gif]
Der Mensch versucht demnach, zuerst die Bedürfnisse der niedrigsten Stufe zu befriedigen, bevor die nächste Stufe zum neuen und stärkeren Bedürfnis wird. Ein starkes Bedürfnis erhöht die Motivation es zu befriedigen.
Steht aber einem Bedürfnis ein extrem hoher Grad an Frustration gegenüber, so "lohnt" es sich nicht dieses Bedürfnis zu Erfüllen bzw. ein Problem zu lösen. Die Gefahr ständiger Frustrationserlebnisse ist einfach zu hoch. Er begnügt sich dann mit kleineren Freuden des Lebens, wie von die schon angesprochen.
Nun fragst du dich: Wenn dass aber nun alles so logisch sein soll, warum gibt es dann Leute die sich dennoch engagieren?
Diese Leute nennt man dann wohl Utopisten. Dieses Wort hat mittlerweile einen faden Beigeschmack, hervor gerufen durch deren Kritiker, die jene als unrealistisch gebrandmarkt haben. Aber wo wären wir heute ohne Utopisten? ;]
(13.07.2009 16:16)vBr schrieb: [ -> ]Nun fragst du dich: Wenn dass aber nun alles so logisch sein soll, warum gibt es dann Leute die sich dennoch engagieren?

nein das frage ich mich nicht Wink
Sorry. Alle, außer nicky fragen sich^^
um nochmal auf die von dir angesprochene Bedürfnispyramide zurück zu kommen. Smile

Ich kenne diese Ausführung dieser Pyramide auch, doch finde ich sie alleine so zu betrachten vereinfacht dies zu sehr und kann eher Missverständnisse (oder auch "Entschuldigung") liefern. Erstmal zu den Missverständnissen aber; Grundlegend dies hierarchisch zu betrachten mag zutreffend erscheinen, jedoch fliesst die eine Stufe doch auch in eine andere und das sich daraus resultierende Verhalten ist gesteuert durch viele weitere Faktoren die also eine grosse Rolle spielen. (Stufe 1 und 2 z.B. stehen innerhalb unserer Kultur eigentlich auf einer Stufe, oder fliessen eben ineinander über -meinen Hunger kann ich stillen, wenn ich meine finanzielle Absicherung dafür habe). Und wie schon dargestellt nochmal die Zusammenfassung der 3 Stufen ...sie gehen ineinander über und bieten somit ein Teil der Basis der nächsten Stufen. Bedürfnisse und gezeigtes Verhalten sollten auch unterschieden werden. So kann das Verhalten durch die eigene Entwicklung, Persönlichkeit, Kultur oder anderen Rahmenbedingungen heraus resultieren und sich dieser Formen annehmen, genauso wie ein Verhalten auch aus Bedürnisbefriedigung (einem oder mehrerer) her getragen wird. Zumal diese Darstellung auch gedacht ist, sich um Bedürftige "bedürfnisgerecht" zu kümmern, analysieren und danach Methoden anzuwenden; und nicht, um unser Verhalten nach unseren reellen eigenen Bedürfnissen an ihren Stufen auszurichten.

Ich bleibe mal, um auf meinen Text den du zitiertest zurückzukommen, bei einem Beispiel (nur ein Beispiel!) einer Person, die sagen wir mal in einer Wohnung in einer Stadt lebt mit PartnerIn, nem standartgemässem Job nachgeht, der gesellschaftlichen "Norm" entsprechen könnte. Diese sitzen abends und zappen, aus Versehen versteht sich, auf Arte oder Co und da läuft gerade etwas über die Zerstörung von hunderten Hektar Fläche des Regenwaldes.

Zuerst stellt sich mir da die Frage, die ich nämlich auch sehr interessant fände:
Was könnte den Grund geben, warum sie nicht weiter zappen,
sondern das Bild betrachten und vielleicht sogar zuhören wollen?

Und wenn sie weiterzappen würden oder ähnlich nach meiner Aussage hin sich verhalten würden, (versuche deine Sätze mal in einem darzustellen, und möchte nachfragen bevor ich dich, oder das was du aussagen wolltest, falsch verstehe) Siehst du dann dieses von mir beschriebene desduktrive Verhalten darin begründet, weil eben die innewohnenden Bedürfnisse zum Teil nicht ausreichend befriedigt erscheinen (zu Hause gibts gerade keine Cornflakes und die Stromrechnung ist auch noch offen, ausserdem sind die beiden vielleicht verkracht) und somit die aufgebaute Frustration dafür Sorge trägt keine Motivation für "die andere/die nächste Stufe" zu entwickeln; und sie somit der Hierarchie der Pyramide also Rechnung tragen? Und welche Sufe sollte es in dem Beispielfall sein?

We ich oben schon schrieb sind wir meist in der Lage Entscheidungen zu treffen; Entscheidungen wie wir uns verhalten wollen, ...daher hier die Hierarchie dieser Pyramide zur Analyse des Verhaltens der Beispielpersonen zu verwenden reicht glaub nicht aus, oder? Sie würde aber vielleicht helfen, um die Bedürfnisse "anderer" (vll auch derer die sich nicht entscheiden können) besser zu erkennen und mit ihnen umgehen zu können... Aber auch dafür muss Interesse vorhanden sein...

Viele Grüsse Nicky
(13.07.2009 21:06)nicky schrieb: [ -> ]Ich kenne diese Ausführung dieser Pyramide auch, doch finde ich sie alleine so zu betrachten vereinfacht dies zu sehr und kann eher Missverständnisse (oder auch "Entschuldigung") liefern. Erstmal zu den Missverständnissen aber; Grundlegend dies hierarchisch zu betrachten mag zutreffend erscheinen, jedoch fliesst die eine Stufe doch auch in eine andere und das sich daraus resultierende Verhalten ist gesteuert durch viele weitere Faktoren die also eine grosse Rolle spielen. (Stufe 1 und 2 z.B. stehen innerhalb unserer Kultur eigentlich auf einer Stufe, oder fliessen eben ineinander über -meinen Hunger kann ich stillen, wenn ich meine finanzielle Absicherung dafür habe). Und wie schon dargestellt nochmal die Zusammenfassung der 3 Stufen ...sie gehen ineinander über und bieten somit ein Teil der Basis der nächsten Stufen. Bedürfnisse und gezeigtes Verhalten sollten auch unterschieden werden. So kann das Verhalten durch die eigene Entwicklung, Persönlichkeit, Kultur oder anderen Rahmenbedingungen heraus resultieren und sich dieser Formen annehmen, genauso wie ein Verhalten auch aus Bedürnisbefriedigung (einem oder mehrerer) her getragen wird. Zumal diese Darstellung auch gedacht ist, sich um Bedürftige "bedürfnisgerecht" zu kümmern, analysieren und danach Methoden anzuwenden; und nicht, um unser Verhalten nach unseren reellen eigenen Bedürfnissen an ihren Stufen auszurichten.

Natürlich ist die Erfüllung von Bedürfnissen kein digitaler Prozess. Dass sagt die Pyramide sagt das ja auch nicht aus. Die Aussage, die ich bezüglich der hier getätigten Diskussion aus der Pyramide ziehen würde ist folgende:
Je höher ein Bedürfnis einen Platz in dieser Pyramide findet, desto niedriger ist der Frustfaktor den ich bereit bin einzugehen, um dieses Bedürfnis zu erfüllen.
Es gibt auch Leute, die gegenteilig handeln. Beispielsweise nimmt manch einer einen leeren Kühlschrank in Kauf (Grundbedürfnisse), wenn er dadurch einen protzigen Wagen fahren kann. (Anerkennung)
Solche Leute gehören für mich aber nicht zur "Norm". Aber genau diesen großen Gesellschaftsteil will man doch für sich gewinnen.

(13.07.2009 21:06)nicky schrieb: [ -> ]Ich bleibe mal, um auf meinen Text den du zitiertest zurückzukommen, bei einem Beispiel (nur ein Beispiel!) einer Person, die sagen wir mal in einer Wohnung in einer Stadt lebt mit PartnerIn, nem standartgemässem Job nachgeht, der gesellschaftlichen "Norm" entsprechen könnte. Diese sitzen abends und zappen, aus Versehen versteht sich, auf Arte oder Co und da läuft gerade etwas über die Zerstörung von hunderten Hektar Fläche des Regenwaldes.

Zuerst stellt sich mir da die Frage, die ich nämlich auch sehr interessant fände:
Was könnte den Grund geben, warum sie nicht weiter zappen,
sondern das Bild betrachten und vielleicht sogar zuhören wollen?

Ich hoffe, dass das niemals Jemand herausfindet, bzw. dieses Wissen in falsche Hände gerät.

(13.07.2009 21:06)nicky schrieb: [ -> ]Und wenn sie weiterzappen würden oder ähnlich nach meiner Aussage hin sich verhalten würden, (versuche deine Sätze mal in einem darzustellen, und möchte nachfragen bevor ich dich, oder das was du aussagen wolltest, falsch verstehe) Siehst du dann dieses von mir beschriebene desduktrive Verhalten darin begründet, weil eben die innewohnenden Bedürfnisse zum Teil nicht ausreichend befriedigt erscheinen (zu Hause gibts gerade keine Cornflakes und die Stromrechnung ist auch noch offen, ausserdem sind die beiden vielleicht verkracht) und somit die aufgebaute Frustration dafür Sorge trägt keine Motivation für "die andere/die nächste Stufe" zu entwickeln; und sie somit der Hierarchie der Pyramide also Rechnung tragen? Und welche Sufe sollte es in dem Beispielfall sein?

Ich setze den Umweltschutz (nicht für mich selbst sondern ausgehend von der "Norm") auf die oberste Stufe. (Jeder, der aktiv etwas für die Umwelt tut wird das wohl anders sehen. Um diejenigen geht es ja aber nicht.)
Ebenso wie der Versuch kreativ zu sein, so liegt im Umweltschutz ein hohes Maß an Misserfolg. Alleine diese Tatsache reicht meiner Meinung aus, um beim Menschen diesen Schutzreflex auszulösen, um zu sagen: Daran kann ich sowieso nichts ändern. Ganz egal, welche anderen Sachen ihn gerade frustrieren.
Im Prinzip wie beim Resignieren, nur mit dem Unterschied einen Misserfolg hinsichtlich des Problems nie erlebt zu haben, sondern von vornherein von Misserfolgen auszugehen. Hilflosigkeit ist erlernbar, dass haben schon Studien bewiesen und darum weitet sich dieses Phänomen auch auf andere Probleme aus. Das Problem löst sich aber nicht von selbst auf und darum wird es in Zukunft ignoriert. Erinnierungen daran sind unbequem und werden mit einer ablehnenden Haltung verworfen. Für manche Menschen scheint es sogar derart unbequem zu sein, dass sie in ihrer eigenen Hilflosigkeit Menschen kritisieren und ins lächerliche stellen, die sich enragieren. Woher sonst kommt das Vorurteil des langhaarigen Hardcore-Esoterikers vom Umweltschützer (unterernährten faschistoiden Veganers, Liste beliebig lang fort zusetzen)?

(13.07.2009 21:06)nicky schrieb: [ -> ]We ich oben schon schrieb sind wir meist in der Lage Entscheidungen zu treffen; Entscheidungen wie wir uns verhalten wollen, ...daher hier die Hierarchie dieser Pyramide zur Analyse des Verhaltens der Beispielpersonen zu verwenden reicht glaub nicht aus, oder? Sie würde aber vielleicht helfen, um die Bedürfnisse "anderer" (vll auch derer die sich nicht entscheiden können) besser zu erkennen und mit ihnen umgehen zu können... Aber auch dafür muss Interesse vorhanden sein...

ACK
(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Natürlich ist die Erfüllung von Bedürfnissen kein digitaler Prozess. Dass sagt die Pyramide sagt das ja auch nicht aus. Die Aussage, die ich bezüglich der hier getätigten Diskussion aus der Pyramide ziehen würde ist folgende:
Je höher ein Bedürfnis einen Platz in dieser Pyramide findet, desto niedriger ist der Frustfaktor den ich bereit bin einzugehen, um dieses Bedürfnis zu erfüllen.
okay dann verstehe ich was du meinst^^
Der letzte Satz hats in dann klarer gemacht

Was die Pyramide aber eben an Missverständnissen aufweisen kann wollte ich verdeutlichen, wie gesagt kann sie nämlich sonst auch "als Entschuldigung" herangezogen werden. Und zusätzlich...naja egal hatte das ja schon ausgeführt

(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Es gibt auch Leute, die gegenteilig handeln. Beispielsweise nimmt manch einer einen leeren Kühlschrank in Kauf (Grundbedürfnisse), wenn er dadurch einen protzigen Wagen fahren kann. (Anerkennung)
Solche Leute gehören für mich aber nicht zur "Norm". Aber genau diesen großen Gesellschaftsteil will man doch für sich gewinnen.

ganz banal würde ich so ähnliche Einstellungen schon zu einer gewissen "Norm" zuzählen. Vielleicht gelingt mir das auch nur nicht sie "anders" zu erkennen, da ich da etwas gegenteilig erscheine und ich sehr wenig Menschen kenne und erlebe die da konform gehen. Was wiederum eben mit sich brigt, dass das grosse Umfeld, doch irgendwie so (wie beschrieben) lebt und daher für mich erscheint wie die "Norm der mich umgebenden Gesellschaft". Nicht jeder lässt jetzt gerade den Kühlschrank leer, aber um einem gewissen Status gerecht werden zu wollen (durch z.B. die hippesten Klamotten, x-fache Kosmetika, oder eben ne Karre, die mehr PS hat, als die der Nachbarn etc.) bringen sie mehr Geld auf, anstatt das finanzielle mehr in z.B. die Ernährung zu investieren, wovon langfristig der Körper und seine Gesundheit profitieren könnte. Nur so als Beispiel.

ja auch genau die, die Masse, sollten erreicht werden...


(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Ich hoffe, dass das niemals Jemand herausfindet, bzw. dieses Wissen in falsche Hände gerät.

Über diese Frage machen sich viele Köpfe breit ..nicht zuletzt besonders logisch die, die davon profitieren. Mit Erfolg. Jedes Produkt und jede Anwerbung ist danach gerichtet. Jeder Supermarkt ist danach ausgerichtet bestimmte Personengruppen auf bestimmte Produkte aufmerksam zu machen etc.. Die Medien und gerade Flimmerkisten machen da mal richtig keine Ausnahme, sondern transportieren zusätzlich. Und vielleicht gerade deshalb werden auch immer mehr solcher Filme oder Dokumentationen zielorientiert vermarktet. Earthlings läuft nicht in öffentlichen Kanälen, aber diverse Sendungen (mit ebensovielen Werbepausen) in denen die "schönen Bilder" mit nem Hauch von schaut-mal-was -"die-anderen"-kaputt-machen-Botschaften oder -slogans und Spendenaufrufen im Namen der Aufklärung laufen pausenlos. Was aber fehlt?

Also nochmal zur Frage
...sie zappen nicht weiter, weil irgendwas ihr Interesse geweckt hat hinzuschauen. Baby-Orang-Utans oder die fasziniernden Bäume ...oder vielleicht auch das Wissen darüber, dass gleich der Aufruf kommt wie geholfen werden könnte...oder oder es läuft gerade nichts anderes "Interessantes".

(Vor-)Letzteres jedenfalls birgt leider meist mit sich, dass den Menschen in den (meisten Sendungen) nicht klargemacht wird, was sie selbst verändern könnten, welche Entscheidungen sie treffen können, um aktiv in ihrem alltäglichen Leben etwas zutun, sondern um sich ihrer alltäglichen Frustration wie gehabt zuwenden zu können mit nem reinen Gewissen sie wüssten Bescheid und sie haben was getan, wenn sie gespendet haben. Es werden auch Entschuldigungen transportiert ...die Saisontrends aufm Schirm, die Frisur sitzt, der Mantel kann morgen aus der Reinigung geholt werden, der Strom kommt wie gehabt aus der Steckdose, die Mikrowelle kann das Fastfood zubereiten und falls die kein Pommes vom Teller reisst gehts eben ab zum Imbiss oder King um die Ecke. Nichts, oder kaum etwas, in der Sendung hat sie dazu gebracht darüber nachzudenken, was (z.B.) das Abholzen der 100ten Hektar Regenwald ganz konkret auch für sie bedeuted, weil sie es nicht spüren, es nicht selbst erfahren und erleben, es scheint fern ab von ihrem Körper zu sein, von ihrem Leben. Einzig der Gedanke scheint da zu sein ...was hinterlassen wir unseren nächsten Generationen. Die bösen "anderen" wie können die bloss? Die armen Tiere ...mensch gut da gibt es Menschen die ne Auffangstation betreiben für die Waisen. Hoch ja aber ich kann von hier aus nichts tun. Medien sind nicht nur zur "objektiven" Aufklärung da, sondern die transportierten Informationen transportieren auch Botschaften (auch wie sich verhalten werden sollte) ...und zwar (auch in dem Sinne) von denen, die davon profitieren... *nachdenk*


(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]Ich setze den Umweltschutz (nicht für mich selbst sondern ausgehend von der "Norm") auf die oberste Stufe. (Jeder, der aktiv etwas für die Umwelt tut wird das wohl anders sehen. Um diejenigen geht es ja aber nicht.)
Ebenso wie der Versuch kreativ zu sein, so liegt im Umweltschutz ein hohes Maß an Misserfolg. Alleine diese Tatsache reicht meiner Meinung aus, um beim Menschen diesen Schutzreflex auszulösen, um zu sagen: Daran kann ich sowieso nichts ändern. Ganz egal, welche anderen Sachen ihn gerade frustrieren.
Im Prinzip wie beim Resignieren, nur mit dem Unterschied einen Misserfolg hinsichtlich des Problems nie erlebt zu haben, sondern von vornherein von Misserfolgen auszugehen. Hilflosigkeit ist erlernbar, dass haben schon Studien bewiesen und darum weitet sich dieses Phänomen auch auf andere Probleme aus. Das Problem löst sich aber nicht von selbst auf und darum wird es in Zukunft ignoriert. Erinnierungen daran sind unbequem und werden mit einer ablehnenden Haltung verworfen. Für manche Menschen scheint es sogar derart unbequem zu sein, dass sie in ihrer eigenen Hilflosigkeit Menschen kritisieren und ins lächerliche stellen, die sich enragieren. Woher sonst kommt das Vorurteil des langhaarigen Hardcore-Esoterikers vom Umweltschützer (unterernährten faschistoiden Veganers, Liste beliebig lang fort zusetzen)?

Ja das denke ich auch. Gerade "Umwelt-Themen" bergen in besonderem Maasse diese Haltung "ich kann nichts daran ändern". Aber genau das ist das was ich als so fatal ansehe. Es ist doch eigentlich nicht mehr als ein Informationsdefizit. Es scheint so weit weg zu sein für manch eineN (örtlich genauso wie zeitlich), dass sie so reagieren, sich so abwenden. Unter anderem auch deshalb weil die Informationen nicht ins Interessenvisier gelangten. Wer in Geographie und Geschichte, Biologie oder Chemie und Physik ne 1 hatte, war schon AussenseiterIn. Völlig uninterressant. Ist doch wichtiger sich um die anderen "wirklichen Probleme des Alltagslebens" zu kümmern. Oder eben für die scheinbar vom Himmel gefallenen Katastrophen, wenn bewiesen ist, dass der Mensch das verschuldet hat wenigstens jemand "anderen" zum Schaffott zu führen, als sich selbst. Dabei sollte doch klar sein, dass diese Erde unser Lebensraum ist. Unser enziger und lebensnotwendiger Raum. Wir zerstören (oder tragen unseren Teil dazu bei) in rasantem Tempo unsere Lebensgrundlage, ...die die Basis bildet unsere Grundbedürfnisse überhaupt befriedigen zu können... Also sollte es ein Anliegen sein diese Grundlage zu kennen und sie nicht weiter zu zerstören.

Ich will j nicht sagen, dass jedeR alles wissen muss, aber dass das Interesse fehlt sich mit eben jener Lebensgrundlage auseinander zu setzen und es immer "den anderen" zu überlassen oder in die Schuhe zu schieben stimmt mich doch sehr nachdenklich.

Beispiel: hier kamen letzt 2 junge Menschen vorbei und wollten Unterschriften. Ich frage wofür und überhaupt was gibts denn, also um was gehts? "Ja wir sammeln Unterschriften" ich: ja soweit waren wir schon^^, aber wofür oder wogegen?";
ein Mensch: "ähm ja wegen den Windrädern";
ich: "welche Windräder?";
darauf: "ja eben die wegen dem Strom und so";
ich: "ähm ja? also welche wo was genau?";
darauf: "ja hier (Ortsangabe)";
ich: "oh sollen hier welche hin?";
darauf: "Ja wollen die, aber wir wollen das nicht",
ich: "wer sind -die- und wer seid -ihr- und warum wollt ihr das nicht?";
darauf: "ja wir sind von hier";
ich "okay und weiter?";
darauf: "ja wir wollen die nich ham";
ich: "Kannst du mir das begründen? Also irgendwie n bischen mehr erzählen darüber, auch was genau geplant ist und warum du die nicht hier haben möchtest und welche Alternativen du vielleicht siehst?";
darauf: "ja wir wollen die hier halt nicht, deswegen ja die Unterschriften";
ich also nochmal: "Kannst du mir das begründen? Also irgendwie n bischen mehr erzählen darüber, auch was genau geplant ist und warum du die nicht hier haben möchtest und welche Alternativen du vielleicht siehst?";
darauf wieder: " ja nee, aber wir wollen die nicht";
ich also nächsten Versuch angesetzt: "sagt mal von wo kommt ihr eigentlich, also durch wen/was?;
darauf: "ja von hier"

wovon ich hier erzählt habe ist etwas was ich ziemlich häufig, wenn auch durch andere Situationen ergebend, erlebe. Soviel Unwissenheit ist ja kaum zum Aushalten denke ich mir da. Ich finds schon fast erbärmlich bis peinlich, so engagiert verpeilt loszulaufen, aber noch viel schlimmer jene, die sich durch eben solche auch noch angesprochen fühlen und die gnadenlos mit unterzeichnen, obwohl sie kein Meter irgendwas an Infos bekommen haben, sie also kein Bild vom ist-Zustand haben, gar um was genau es geht, als die "Meinung" die sie wenn überhaupt nebenbei beim Zappen in der Glotze aufgedrängt bekommen haben und da hat in dem von mir beschriebenen Fall z.B. halt ma wer gesagt die Räder erfüllen eben einen enormen Geräuschpegel, also sowas verschandelt unserer Idylle auf dem Land ...dann doch lieber das AKW 100 km weiter wech wieder weiter aufbauen... Respekt!

Warum Menschen denen, die sich damit beschäftigen (also scheinbar andere Stufensystemen nach orientiert leben) so entgegentreten, hast du glaub sehr gut erkannt. Entweder werden jene voller Respekt und Anmut betrachtet (damit gleich auch wieder n bischen das Unnahbare manifestiert), auch das Resignieren "so könnte ich das ja eh nicht" aufkommen lassen, oder aufgrund des Spiegeleffektes sie sofort lächerlich gemacht und/oder direkt angegriffen. Nicht zuletzt aber auch durch transportierte Botschaften in der Haltung unterstützt, von jenen ...die entgegengesetzt profitieren und die ja immer die Wahrheit verkünden, also wird sich auf die verlassen, die regeln dat ja schon. (s.o. nochmal)


(14.07.2009 17:28)vBr schrieb: [ -> ]ACK
was heisst das? Rolleyes
(14.07.2009 19:59)nicky schrieb: [ -> ][...] aber um einem gewissen Status gerecht werden zu wollen (durch z.B. die hippesten Klamotten, x-fache Kosmetika, oder eben ne Karre, die mehr PS hat, als die der Nachbarn etc.)

Mein Lieblingsthema: Fashion Victims Big Grin
Ich habe momentan viel in Köln zu tun. Wenn ich dort durch die Innenstadt gehe und mir die Leute betrachte hab ich ein Déjà-vu.... alle 30 Sekunden.^^ Jedem das, was ihm gefällt aber wenn der Trend es dermaßen vordiktiert, wie es momentan der Fall ist, lach ich dann doch mal gerne drüber.

(14.07.2009 19:59)nicky schrieb: [ -> ][...]
ganz konkret auch für sie bedeuted, weil sie es nicht spüren, es nicht selbst erfahren und erleben, es scheint fern ab von ihrem Körper zu sein, von ihrem Leben.

Manche sehen den Tatsachen halt erst ins Auge, wenn sie ihnen mitten ins Gesicht schlägt. Frag mal die Angehörigen des jungen Spaniers, der vor einigen Tagen durch Stier "Capuchino" ums Leben kam, was sie von der Stierjagd in Pamplona halten.
Genauso werden einige Menschen die Klimaveränderung erst dann bemerken, wenn sie beim Aus-dem-Haus-gehen auf befremdlich, sandigen Boden treten.^^
Das es auch anders geht zeigt der Feinstaub-Disput. Was hat man sich nicht aufgeregt... manchmal sogar noch nach dem anzünden der nächsten Zigarette. Hier konnte man aber auch entsprechend medienwirksam agieren.

(14.07.2009 19:59)nicky schrieb: [ -> ][...]"wirklichen Probleme des Alltagslebens"[...]
Code:
-Wer ist der Vater meines Kindes?
-Wer könnte der Vater meines nächsten Kindes sein?
-Wann kommt die nächst mögliche Gelegenheit mich ohne schlechtes Gewissen zu Betäuben?

Solche Probleme etwa? Das sind zumindest die Fragen, die Deutschland interessiert.

(14.07.2009 19:59)nicky schrieb: [ -> ]Medien sind nicht nur zur "objektiven" Aufklärung da, sondern die transportierten Informationen transportieren auch Botschaften (auch wie sich verhalten werden sollte) ...und zwar (auch in dem Sinne) von denen, die davon profitieren...

Die Medien sind dass neue Opium fürs Volk! Damit nicht Sodom und Gomorrha herrscht predigt nicht mehr der Pfarrer auf der Kanzel, sondern der Herr Moderator aus der Flimmerkiste.
Das lässt sich auch immer gut in der eigenen Verwandtschaft nachvollziehen: Einmal die RTL-Abendnews angesehen und ich weiß, welche Pro's und Contra's ich beim nächsten Familientreffen zu erwarten habe. Rolleyes
Aber psssst! Man munkelt, man leide unter Verfolgungswahn, wenn man solche Gedankengänge hat!

(14.07.2009 19:59)nicky schrieb: [ -> ]wovon ich hier erzählt habe ist etwas was ich ziemlich häufig, wenn auch durch andere Situationen ergebend, erlebe. Soviel Unwissenheit ist ja kaum zum Aushalten denke ich mir da. Ich finds schon fast erbärmlich bis peinlich, so engagiert verpeilt loszulaufen, aber noch viel schlimmer jene, die sich durch eben solche auch noch angesprochen fühlen und die gnadenlos mit unterzeichnen, obwohl sie kein Meter irgendwas an Infos bekommen haben, sie also kein Bild vom ist-Zustand haben, gar um was genau es geht, als die "Meinung" die sie wenn überhaupt nebenbei beim Zappen in der Glotze aufgedrängt bekommen haben und da hat in dem von mir beschriebenen Fall z.B. halt ma wer gesagt die Räder erfüllen eben einen enormen Geräuschpegel, also sowas verschandelt unserer Idylle auf dem Land ...dann doch lieber das AKW 100 km weiter wech wieder weiter aufbauen... Respekt!
Aber nicky!?! Hast du dich etwa nicht vom alltäglichen Dorftratsch davon überzeugen lassen, dass Windräder vom Leibhaftigen höchstpersönlich nur erschaffen wurden, um Leute zu Quälen? Big Grin
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Meine Favorites in meiner doch bisher sehr kurzen veganen Zeit:
-Platzende Kühe, wenn sie nicht gemolken werden.
-Fische sind keine Tiere!
-Nur Haribo mischt (Schweine) Gelatine in ihr Fruchtgummi!
-Versuch doch mal, dich in armen Ländern vegan zu ernähren!
Ich rede hier nicht von Internet. Sowas haben mir Leute im wahren Leben gesagt. Ich scheine den Ausverkauf von "Weltbild-Baukästen für Kreative" verpasst zu haben....

ACK ist die Abkürzung für Acknowledged und ist in Foren eine gebräuchliche Formel um seine Zustimmung zu Äußern.

mfg
(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]Mein Lieblingsthema: Fashion Victims Big Grin
Ich habe momentan viel in Köln zu tun. Wenn ich dort durch die Innenstadt gehe und mir die Leute betrachte hab ich ein Déjà-vu.... alle 30 Sekunden.^^ Jedem das, was ihm gefällt aber wenn der Trend es dermaßen vordiktiert, wie es momentan der Fall ist, lach ich dann doch mal gerne drüber

ja teils kann ich da auch echt nur drüber lachen. Aber irgendwie finde ich es auch traurig ... das Bedauerliche daran ist auch, dass sie scheinbar nicht merken wie vordiktiert das alles ist. Was Markenfetisch angeht scheinen sich immer alle/einige einem Status zugehörig und einig, jedoch tun sie glatt so, als wären sie alle völlig emanzipiert und ach so individuell. Sie plappern davon ganz wichtig: "das mache ich weils nur mir gefällt, nicht wegen jemand anderem." Tun als wäre Inspiration von ihnen selbst ausgegangen und bemerken dabei garnicht, wie sehr sie doch die eigentlichen Marionetten in der Komödie sind.

achja auch n lustiges Thema^^


(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]Manche sehen den Tatsachen halt erst ins Auge, wenn sie ihnen mitten ins Gesicht schlägt. Frag mal die Angehörigen des jungen Spaniers, der vor einigen Tagen durch Stier "Capuchino" ums Leben kam, was sie von der Stierjagd in Pamplona halten.
Genauso werden einige Menschen die Klimaveränderung erst dann bemerken, wenn sie beim Aus-dem-Haus-gehen auf befremdlich, sandigen Boden treten.^^
Das es auch anders geht zeigt der Feinstaub-Disput. Was hat man sich nicht aufgeregt... manchmal sogar noch nach dem anzünden der nächsten Zigarette. Hier konnte man aber auch entsprechend medienwirksam agieren.

hmm was den jungen Spaniers seine Familie angeht vermag ich nicht zu beurteilen, aber ich würde nicht pauschal behaupten, dass der Umkehrschluss zwingend dann der ist, dass sie diese Tradition auf einmal aus anderem Blickwinkel sehen und sie auf Teufel komm raus jetzt gegen das Treiben und Kämpfen stehen. Könnte sogar in solchem Falle auch dazu führen, dass er der "Held" ist. Ein tapferer Märtyrer im Traditionsgeschehen. Beachte für alle Vorurteilsbehafteten, dass ich sinngemeint schrieb "es könnte sein"! Wie gesagt können darüber wohl nur sie selber Auskunft geben.


Zu deinem Beispiel: "Feinstaub-Disput". Stimmt medienwirksam konnte agiert werden. Viele der "Kommunen und/oder Kreise" haben jetzt Vorschriften durchgesetzt bekommen, jedoch mal im Ernst was ist bei der "Bevölkerung" hängengeblieben? Allenfalls wissen die, die Autos fahren welche Plaketten sie benötigen, was es kostet (!), oder dass jetzt jedeR "auf frische Luft" klagen dürfe (hier wieder ähnlich dem Motto:: "gib der Bevölkerung das Gefühl sie haben oder bekommen Rechte, dann fühlen sie sich wohler und meckern nicht unnötig rum") Ansonsten aber schert sich doch kaum wer drum, weiss gar was eigentlich zu der Gesetzeslage geführt hat. Aber wenigstens ist Smog in der Innenstadt scheinbar direkter spürbar als eben die Folgen der von mir eingangs aufgeführten Abholzung der Regenwälder. Wie ich schon sagte -hier- sind die Menschen nicht direkt konfrontiert. Es umgibt sie nicht direkt.

Zum Thema Regenwald: z.B. Borneos Wirtschaft unterliegt den Bodenschätzen Erdöl und Kohle, das subtropische Land wird nun gerodet für Palmölplantagen. Das Land wird ausgebeutet und zerstört, EinwohnerInnen vertrieben und/oder weiterhin kolonialisiert, Tier- und Pflanzenwelt ausgerottet. was verbinden die Menschen (TV-Generation) mit dem Land? Sie wissen von "Hilfesuchende" Orang-Utans, Nasenbären, oder Nashörner wenns hoch kommt, vielleicht auch, dass Borneo eine der Inseln die politisch gesehen zu drei Staaten (Brunei, Indonesien und Malaysia) gehört und wenige neue Informationen wie über "Biodiesel" und "Palmöl" bringen den Namen der Insel wieder ins Gedächtnis, aber weiter damit was anfangen können sie scheinbar nicht, oder selten.

Genauso wie z.B. auch Brasilien ein hohes ökonomischen Potenzial zugeschrieben bekommt. Das Land verfügt ebenfalls über eine Menge an Rohstoffen und der grosse Export von jenen und Artikeln "sichert" die Wirtschaft des Landes. Dass Brasilien über das wohl grösste zusammenhängende Ökosystem verfügt ist unumstritten. Dass sich der Regenwald Brasiliens in den letzten Jahren auf ein drittel (!) verringert hat spottet jeder Beschreibung. "verringert hat" lässt darauf schliessen, dass es halt so passierte. Dass die Wälder (ver-)schwinden ist aber auf menschliches Einwirken aufgrund politischer Aneignungsansichten und wirtschaftlicher Interessen zurückzuführen, nech.

Ähnlich speziell auch die Treibhausgasdebatte: Dass sich das Klima verändert und warum dies passiert wissen Dank der in den letzten Jahren herausgebrachten Studien, Berichte etc. viele. Sogar wie das eingedämmt werden könnte und was zutun wäre, jedoch "klären" das ja dann abgeschottet eben wieder die aus "Politik" und "Wirtschaft", bringen Verordnungen raus, die allen Rechnung tragen sollen und die "Bevölkerung" lässt sich das vordiktieren und nimmt es so an. "Ich selbst und allein kann ja nicht, aber die wissen Bescheid und vorallem schon was sie machen, dafür sind sie ja da, die klären das schon". Vor 15 Jahren z.B. haben Klimaforscher darauf hingewiesen (irgendwann kann halt jedeR öffentlich doch zu Wort kommen und die Stimmen werden nicht unterdrückt werden können) was die Erderwärmung für katastropahle Auswirkungen auf uns haben könnte. Die Rede war derzeit davon, dass dies schon um 0,7° angestiegen sei und doch unbedingt weiteres verhindert werden sollte, um der Klimazonenveränderung entgegentreten zu können. Ab 2° Erhöhung wären unumkehrbare dramatische Folgen zu erwarten (Verschiebung der Klimazonen, heftige Regenfälle und gegensätzig Dürre, Abschmelzen der Pole und Ansteigen der Meeresspiegel etc.), so die Forscher. Zur Klimaerwärmung trägt auch zum Teil die Abholzung der Regenwälder mit bei übrigens (bedenke zum Thema) Was passierte bis jetzt?

Gipfeltreffen, die den Grenzwert auf 2° festgelegt haben. Hallo? Die meisten Klimaforscher sind sich aber einig, dass, um den Grenzwert, das Ziel der maximalen Erwärmung um 2° einzuhalten, die Treibhausgasemissionen rasch und drastisch gesenkt werden müssten. Gesenkt nicht angepasst! Die politische Entscheidung sich auf das Grenzwertziel der 2° zu einigen ist nur eine Absichtserklärung, "die ohne Verringerung des Treibhausgasausstoßes beinahe wirkungslos bleibt." Prognosen zufolge kann es durchaus sein, dass der Spielraum der verbleibenden 1,3° zwischen 1,6° bis 6,4° bedingt durch verschiedene Faktoren bis 2100 also variabel ist. Welche Veränderung bringt also die Grenzwertsetzung? Wirds einfach heiter weiter gehen? So wie jetzt? Und wenn wir bei 2° angelangt sind, werden eben Vorkehrungen getroffen, wie wir jetzt und dann mit den spürbaren Folgen umgehen können/müssen und die Grenzwerte werden wieder aufs Neue berechnet? Wo bleibt denn die Veränderung im Sinne der wirklich Reduzierung? Fragen über Fragen, die nach einer Antwort suchen...

So bleibts also dabei ...es werden Vorkehrungen getroffen die "Bevölkerung" zur Ruhe zu bitten,
"dies-ist-und-wird-alles-garnicht-so-schlimm-Nachrichten" verbreitet, andere mundtod gemacht und überhaupt "DESWEGEN und für euch setzen wir Grenzen"-Wahlsprüche aufgezeigt. Es werden neben der Veränderungendiagnosen oder prognostierten Katastrophenverleugnung, um der eigenen Darstellung gerecht zu werden, länderübergreifend "Schuldige" gesucht, denen gesagt wird was sie nicht machen dürfen und wie sie sich verhalten sollen. "Fingerzeig" Dann wird "das Land" aufgefordert sich an Verordnungen, Richtlinien und Grenzwerte zu richten und sich selbst aus der Schussbahn genommen. Und wer ist eigentlich zuständig für das z.B. Abholzen? -Nur- die Menschen, die auf dem gerodeten Boden leb(t)en? Wohl kaum. Ist es nicht so, dass immer und egal um welches Land und egal um welches "Problem" es um die wirtschaftllichen Interessen derer geht, die sich parasitär verhalten? Über den gesamten Erdball werden die Menschen politisch unterworfen, die Böden und Meere ausgeraubt, vergiftet und alle GegensprecherInnen bekämpft. Und ist das eine Land ausgeschöpft werden neue Quellen gesucht.

(Egal um was es geht, es scheint immer einem solchen oder ähnlichem Muster zu entspringen)
Getreu nach dem Motto "wir regeln das schon für euch, denn wir sind ja auch dran interessiert"
Ja genau...^^

Politik und Ökonomie ist untrennbar miteinander verwoben. Und genau da liegt der Schwachpunkt. Solange Entscheidungen getroffen werden aus wirtschaftlichem Interesse heraus, kann es nicht zu Verbesserungen im Interesse aller kommen können.

*

(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]
Code:
-Wer ist der Vater meines Kindes?
-Wer könnte der Vater meines nächsten Kindes sein?
-Wann kommt die nächst mögliche Gelegenheit mich ohne schlechtes Gewissen zu Betäuben?

Solche Probleme etwa? Das sind zumindest die Fragen, die Deutschland interessiert.

hehe ja rauf und runter in der Glotze,
kaum ne Sendung die sich nicht um diese "Probleme" und der Klärung bemüht Smile

(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]Die Medien sind dass neue Opium fürs Volk! Damit nicht Sodom und Gomorrha herrscht predigt nicht mehr der Pfarrer auf der Kanzel, sondern der Herr Moderator aus der Flimmerkiste.
Das lässt sich auch immer gut in der eigenen Verwandtschaft nachvollziehen: Einmal die RTL-Abendnews angesehen und ich weiß, welche Pro's und Contra's ich beim nächsten Familientreffen zu erwarten habe. Rolleyes
Aber psssst! Man munkelt, man leide unter Verfolgungswahn, wenn man solche Gedankengänge hat!

Teils hab ich das Gefühl der Fernseher ist n Ventilator in den einfach reingeschissen wurde.
Opium fürs Volk triffts aber auch ganz gut.

Zum Glück habe ich solche "Familientreffen" nicht zu erwarten. Schrecklich am Tisch zu sitzen und über das was im Fehrsehen so gezeigt wurde zu debattieren, gar eben sich den Pros und Contras in Sachen Trends etc. (obs nu Fashion oder das "gut bürgerliche Dasein" angeht) so zu unterwerfen. Setz dich mal in ein Café und beobachte "Grüppchen" am Tisch (vornehmlich jüngere Menschen). Die sitzen da alle mit Handys und klamauken über den Schwachsinn viá SMS, haben sich aber so nichts mehr zu sagen. Tragisch^^

Hmpf ja ...was andere munkeln sei dahingestellt. Vielleicht hinterfragen und denken manchen auch einfach nur n bischen und andere widerum verstehen und belästern das als Verwolgungswahn Wink

(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]Aber nicky!?! Hast du dich etwa nicht vom alltäglichen Dorftratsch davon überzeugen lassen, dass Windräder vom Leibhaftigen höchstpersönlich nur erschaffen wurden, um Leute zu Quälen? Big Grin
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Meine Favorites in meiner doch bisher sehr kurzen veganen Zeit:
-Platzende Kühe, wenn sie nicht gemolken werden.
-Fische sind keine Tiere!
-Nur Haribo mischt (Schweine) Gelatine in ihr Fruchtgummi!
-Versuch doch mal, dich in armen Ländern vegan zu ernähren!
Ich rede hier nicht von Internet. Sowas haben mir Leute im wahren Leben gesagt. Ich scheine den Ausverkauf von "Weltbild-Baukästen für Kreative" verpasst zu haben....

platzende Kühe? *wechschmeiss* sach ma was geht? Das meinte die Person doch wohl nicht ernst oder? Weia wie erbärmlich doof können manche sein.


(15.07.2009 21:14)vBr schrieb: [ -> ]ACK ist die Abkürzung für Acknowledged und ist in Foren eine gebräuchliche Formel um seine Zustimmung zu Äußern.

mfg

ah wunderbar ...wieder was gelernt^^

viele Grüsse Nicky

*alle von mir aufgeführten Daten und Zahlen sind im Netz nachlesbar und verfügbar und keine Produkte meiner Phantasie; gar unterliegen irgendeiner Verschwörungsanhängselei oder nem Verfolgungswahntrip. Allenfalls kommen Fragen von mir auf, die vielleicht wer beantworten könnte?

p.s. sollte vielleicht der Thread gesplittet werden? Also weil ja so einiges aus unserem Dialog eigentlich garnicht dem Threadtitel entspricht? Nur mal ne Frage am Rande ...was denkt ihr?
Liebe Nicky und vBr,

ich stimme euch völlig zu.

Über die Eltern des jungen Spaniers, der in Pamplona von dem Stier getötet wurde, meine ich gelesen zu haben (weiß leider nicht mehr wo), dass sie zwar den Tod ihres Sohnes bedauern, die Tradition der Stierhatz aber weiterhin befürworten.

Nicht mal der Tod des EIGENEN SOHNES bringt diese Leute zum Nachdenken. Was soll nur noch geschehen, damit sie aufwachen?
hier mal noch ein, wenn auch schon älterer Artikel,
über die Palmöl-Plantagen auf Borneo und Sumatra

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artik...cfec257bc7

Sind auch nützliche Informationen und Zahlen,
die doch mal echt einiges verdeutlichen können. Kleiner Auszug:

Zitat:Indonesiens Pläne sind tatsächlich gigantisch: 5,4 Millionen Hektar waren 2004 im Inselreich mit Ölpalmen bepflanzt. Laut Regierungsbeschluss sollen in diesem Jahr 8,4 Millionen Hektar erreicht werden - der größte Teil des Zuwachses soll in Kalimantan erreicht werden. Auf Satellitenaufnahmen sieht die Landschaft schon jetzt aus wie ein Flickenteppich - kleine Waldstücke stehen wie einsame Inseln in teils riesigen Öden. Für mindestens 20 Millionen Hektar Ölpalmenplantagen soll es in Indonesien schon Verträge geben - eine Fläche, die fünfmal so groß ist wie die Schweiz.

Der UN-Klimarat IPCC hat ermittelt, dass 20 Prozent des Kohlendioxids weltweit durch die Entwaldung verursacht werden. Damit ist das Abbrennen oder Roden der Wälder die zweitgrößte Emissionsquelle auf der Welt - nach der Energiewirtschaft. Zwar hat sich auf Antrag der Regenwaldländer Brasilien, Indonesien und Papua-Neuguinea die Klimakonferenz der UNO auf Bali auch mit der Entwaldung befasst - ohne allerdings irgendwelche nennenswerten Beschlüsse zu fassen.
Sehr interessanter Link,

danke Nicky!
kann natürlich nicht sagen wie sich der Bericht auslegen lässt,
aber zum Thema passend wäre die Beschreibung:

Im Wald der Kopfjäger - die neue Welt der Dayak
Zitat:Bäume waren für sie Quellen der Kraft, der Dschungel das Zentrum der Welt: Die Dayak, Ureinwohner der indonesischen Insel Borneo, waren einst gefürchtete Kopfjäger. 4.500 Jahre lang lebten sie in kleinen Gemeinschaften entlang der Flüsse, bis die indonesische Regierung im 20. Jahrhundert die drittgrößte Insel der Welt für die Besiedlung freigab. Seitdem gehen Jahr für Jahr 13.000 Quadratkilometer Wald unwiederbringlich verloren.

Läuft heute Nacht um 00:55 Uhr auf Phoenix...

Viele Grüsse Nicky
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