Tierrechtsforen

Normale Version: tierliche Mitbewohner aus [split] Huhu :)
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"besitzt" und "Tiere"? Ts ts ts....
Du meinst, wer hier lebt in friedlicher Koexistenz mit Tieren? Wink Big Grin

Wenn Du mich fragst... ich hab nix.
Naja, meine Freundin hat ein Auarium mit einigen Fischen und zwo dicken Welsen namens "Emma" und "Otto".
Sonst nix... aber 18 Jahre lang durfte ich mal eine Katze als Dosenöffner, Türöffner und Krauler dienen.
Ach, doch. Ich hab im Bad einen Silberfisch... seit 3 Wochen oder so. Den hab ich Kuno genannt.
Hallo Vovin,
ich lese gerade (zum ersten mal bewusst) deine Sig. Hast du den "großen" -g- noch erlebt oder nur im Archiv gekramt? Seine Texte im AV-Archiv gefallen mir seeeehr gut.
Kuno der Silberfisch? Smile Cool. Aber Du bist Antiveganer und ein Silberfisch hat bei Dir ne Chance?
Hehe, Dich kriegen wir noch Wink
(02.07.2009 23:14)Homo schrieb: [ -> ]Eine Frage hätte ich: besitzt du/ihr Haustiere? Und wenn ja, welche?


Ja ich besitze Haustiere, noch um genau zu sein ...

Seit über 5 Jahren halte ich verschiedene Arten von Reptilien als Haustiere.
Bartagamen, Geckos , Schlagen, Vogelspinnen, Mantiden (Gottesanbeterinnen) und zum Schluss haben sich auch Flusskrebse bei mir verirrt.

Seid ich den Entschluss gefasst habe aus morlaischen Gründen vegan zu leben musste ich mir zwangsläufig auch Gedanken über meine Tiere machen. Alle von ihnen fressen "Futtertiere", Heuschrecken, Heimchen und "Futtermäuse" die nur aus dem Grund leben, um zu sterben. Ich als Versorger meiner Haustiere bin dafür verantwortlich "Futter" zu kaufen und es zu verfüttern, sonst werden meine "Haustiere" krank und sterben.

Ich stecke in einem Konflikt, es bricht mir das Herz mich von meinen Tieren zu trennen, doch kann ich meine Tiere nicht mehr behalten. Nicht seid dem ich mir die Frage stellen warum meine Bartagamen es mehr verdient haben könnten zu leben als die Heuschrecken, die gerade ihre letzte Reise in den Bauch meiner Agame antreten. Sie haben es nicht mehr verdient, jedes Lebewesen hat ein Recht auf Leben.

Es ist mir nicht leicht gefallen mir einzugestehen das es besser ist meine Tiere abzugen und für sie ein neues zu Hause zu suchen.
Am liebsten hätte ich sie in die Freiheit entlassen, doch sie würden nicht überleben. Alle sind in einem Terrarium geboren und werden warscheinlich auch in einem Terrarium sterben. Ich war nur eine Etappe in ihrem Leben, eine, die das Leben im "Glaskasten" versucht hat so angenehm wie möglich zu gestalten.

Mit dem Theme hast du echt einen wunden Punkt getroffen, seid einigen Wochen versuche ich das best mögliche zu Hause zu finden und hoffe das meine Schützlinge ein gutes oder ein noch besseres zu Hause finden.

Ich komme mir ein bischen so vor als würde ich mich vor der Verantwortung drücken mein Tier ein Leben lang zu begleiten. Zwei meiner Bartagamen habe ich aus dem Ei geholfen, habe ihre ersten "Jagdversuche" verfolgt und haben Krankheiten erfolgreich besiegt. Jetzt ist "unser" gemeinsamer Weg zu Ende, ich gebe meine Verantwortung für meine Tiere immer und immer weiter ab. Ich hoffe "die kleinen" werden es verstehen das ich nichts gegen sie habe, sondern nur die Umstände und meine innerer Konflikt mich dazu zwingt diese wunderbaren Tiere "allein" weiter ziehen zu lassen.

So das musste jetzt mal raus ... *seufz*

Nachtrag: Danke auch noch für die anderen Begrüßungen Smile


------------------------

Sagt mal ich möchte nicht unhöflich sein, aber könnt ihr euch nicht in einem anderen Thread über Silberfische unterhalten, ich wollte mich hier lediglich kurz vorstellen und nicht über Tierchen in anderer Leutz Badezimmer unterhalten, Dankööö Big Grin.
Oh, das habe ich nicht ahnen können.
Das macht mich jetzt echt betroffen.

Es gibt ja einige Veganer, die genau aus diesen Gründen ihre Haustiere rein vegan ernähren. Meist sind dies natürlich Hunde und Katzen. Vielleicht kannst du deine Tiere ja behalten, wenn du versuchen würdest, sie mehr oder weniger auch vegan zu ernähren. So mit Tofu zB, das müsste doch gehen???

Tja, Veganismus kann schon ziemlich emotional werden und einem Menschen sehr viel abverlangen. Aber es ist für das Wohl der Tiere! Und wenn deine Gottesanbeterin dir dankbar in die Augen schaut, weißt du, dass du alles richtig gemacht hast.
(02.07.2009 23:29)Rudi schrieb: [ -> ]Kuno der Silberfisch? Smile Cool. Aber Du bist Antiveganer und ein Silberfisch hat bei Dir ne Chance?
Hehe, Dich kriegen wir noch Wink


So, so, meinst Du.... ja? *g*

Ich töte kein Tier, nur weil es existiert. Und in meinem Bad herumsaust. So lange Kuno nachts nicht randaliert und herumgröhlt, dann is mir das egal, ob er da in seiner Ecke sitzt.

[/OT] Wink
[noch einmal OT]

Hm... ich habe Kuno heute morgen schwarz angelaufen und vertrocknet aufgefunden; offensichtlich ist er tot.
Keine Ahnung bezüglich der Lebenserwartung von Silberfischen.
Es gab aber keine Beerdigung im Blumenkasten, ich habe seinen Leichnam per Wasserrutsche zu seiner Familie zurück geschickt.

[/OT]
(03.07.2009 00:06)Cindy schrieb: [ -> ]Sagt mal ich möchte nicht unhöflich sein, aber könnt ihr euch nicht in einem anderen Thread über Silberfische unterhalten, ich wollte mich hier lediglich kurz vorstellen und nicht über Tierchen in anderer Leutz Badezimmer unterhalten, Dankööö Big Grin.

Dein Wunsch war mir Befehl liebe Cindy, ich habe den Thread nun aufgeteilt und wir haben neben einem Begrüßungsthread nun diesen über tierliche Mitbewohner.

(03.07.2009 00:24)Homo schrieb: [ -> ]Und wenn deine Gottesanbeterin dir dankbar in die Augen schaut, weißt du, dass du alles richtig gemacht hast.
Homo, Du bist sehr frech! Aber der Satz ist lustig!
Rotfl

(03.07.2009 08:16)Vovin.av schrieb: [ -> ]Ich töte kein Tier, nur weil es existiert. Und in meinem Bad herumsaust. So lange Kuno nachts nicht randaliert und herumgröhlt, dann is mir das egal, ob er da in seiner Ecke sitzt.

[/OT] Wink

Vovin, Du bist ein ganz ein Guter, aber das haben wir beiden ja schon lange gewußt. An Dir könnte ich mir eine Scheibe abschneiden, dann wäre ich aber "Kannibertel".

Tja, ich gehe mit meinen tierlichen Mitbewohnern weniger freundlich um. Um es ehrlich zu sagen, ich bin Massenmörder.

Diese Motten legen ihre Babies in mein Futter, machen sich dann aus dem Staub und fliegen vor meiner Nase rum und lachen mich aus. So etwas machen die aber nur einmal. Einmal habe ich sogar zwei beim Motteln erwischt, die hatten jedenfalls einen schönen Tod. Ach ja, Krankschläge und erfolglose Nachsuchen gibt es nicht.

Die Babies werden größtenteils vor der Zubereitung aus der Nahrung entfernt, damit sie nicht qualvoll bei lebendigem Leib gekocht werden, was ich aber nicht ganz ausschließen möchte.
(04.07.2009 07:46)Vovin.av schrieb: [ -> ][noch einmal OT]
[...]Keine Ahnung bezüglich der Lebenserwartung von Silberfischen.[...]
[/OT]
für den nächsten Kuno ...vielleicht nützliche Infos: Rätsel Nummer 17 Wink
Dir gilt natütrlich mein vollstes Beileid *tröst*
Aber da fällt mir ein ...n nettes Rätsel könnte auch mal wieder angedacht sein.

@ Cindy
Ja ich glaube auch hier kann ich dich wieder sehr gut nachvollziehen. Habe sehr viele Jahre auch viele Reptilienindividuen bei mir zu Hause verpflegt/versorgt, sie also mit mir leben lassen. Elliot und Leah waren die letzten beiden, aber sie waren Leguane die reine Folivore sind. Von demher brauchte ich da keine "Heimchendosen" oder sonstwas im Zooladen kaufen. Gerade was die z.B. Vogelspinnen, oder auch besonders Schlangen anging, hatte ich auch sehr grosse Probleme was deren Fütterung anbelangte. Grundsätzlich meist weil es sich ja auch nunmal um "Lebendfutter" handelte. Wenn ich daran zurück denke ...owei. Noch viel früher verspürte ich zu Insekten z.B. noch einen anderen Zugang, grosser Ekel und Angst, was mich nicht zum Nachdenken brachte. Aber mt der Zeit lösten sich die Ängste und mein Bewusstsein hat sich ebenfalls verändert und ich stand auch für mich vor dem Problem, von dem auch du hier schilderst. Allen gerecht werden bedeuted aber nunmal auch sie so zu füttern wie es dem Einzelnen entspricht. Ner Vogelspinne n Salatblatt hinhalten geht halt nich. Ich habe z.B. die Tiere die ich zum verfüttern vorhergesehen habe so gut es geht "behandelt". Habe für sie eigene Terrarien ausgebaut und ihnen für die Lebenszeit immerhin was besseres als ne "Heimchendose" angeboten. (wie gesagt mein Verhältnis zu ihnen war vorher noch ganz anders).

In die "Freiheit" entlassen könnte für die meisten den sicheren Tod bedeuten, aber das war ja auch nur ein Gefühlsgedanke von dir. Was "die Verantwortung abschieben" anbelangt, ja manchmal muss mensch sich das halt auch eingestehen können, wenn er zu etwas nicht in der Lage ist, diese Verantwortung zum Wohle des anderen dann "abzgeben". Fühlt sich nicht schön an, aber im Grunde zeigt Selbstkritik und Eingeständnis mehr Stärke, als es einfach zu vertuschen. Hmm... hoffe du kommst mit dem Konflikt zurecht und findest für dich und euch ne Lösung mit der ihr klarkommen könnt.

Zu den Tieren die (zum gegenwärtigen Zeitpunkt) mit mir hier leben. Also die einzige die in meinem Bett mitschlafen "darf" ist Emma die Hündin. Da ich aber sehr schön "ländlich" wohne habe ich noch viele, die sich ziemlich neben mir oder bei mir auch eingefunden haben. Was mich ja immer besonders freut. Dazu zählen zur Zeit ganz kontinuirlich: ein Kukuck, eine Eule, 2 Fledermäuse, ein grosses Erdhummelnest, und mindestens 1 Hornisse, die tagtäglich kommt...desweiteren Krähenvögel, Stare, Tauben, Amseln, Meisen, Sperlinge, Girlitze, Nachtigallen, Fasane, Bussarde und Falken. Etwas weiter unten aufhalten tun sich einige Maulwürfe, Mäuse, Ratten. Ja und dann kommen da noch massich viele Schnecken, (auch Flug-)Insekten und Käfer jeglicher Form und Farbe dazu. Fast täglich hoppeln hier Hasen rum und Füchse und Rehe. Smile
So irgendwen habe ich sicher vergessen jetzt mit aufzuzählen, es sei mir bitte verziehen^^.

Viele Grüsse Nicky
(04.07.2009 11:16)bertel schrieb: [ -> ]Vovin, Du bist ein ganz ein Guter, aber das haben wir beiden ja schon lange gewußt. An Dir könnte ich mir eine Scheibe abschneiden, dann wäre ich aber "Kannibertel".

Tja, ich gehe mit meinen tierlichen Mitbewohnern weniger freundlich um. Um es ehrlich zu sagen, ich bin Massenmörder.

Diese Motten legen ihre Babies in mein Futter, machen sich dann aus dem Staub und fliegen vor meiner Nase rum und lachen mich aus. So etwas machen die aber nur einmal. Einmal habe ich sogar zwei beim Motteln erwischt, die hatten jedenfalls einen schönen Tod. Ach ja, Krankschläge und erfolglose Nachsuchen gibt es nicht.

Die Babies werden größtenteils vor der Zubereitung aus der Nahrung entfernt, damit sie nicht qualvoll bei lebendigem Leib gekocht werden, was ich aber nicht ganz ausschließen möchte.


Jo... aber Silberfische fressen auch mit Vorliebe Staubmilben.
Nützlich Eigenschaft. Bin zwar kein Allergiker, aber dennoch.
Zitat:hoffe du kommst mit dem Konflikt zurecht und findest für dich und euch ne Lösung mit der ihr klarkommen könnt.

Ja ich habe für mich die beste Lösung gefunden, ich konnte meine Tiere so gut wie alle in meinem Freundeskreis unterbringen, so kann ich sie immer noch ab und zu sehen, um zu gucken wie es ihnen geht Smile. Momentan bedarf es zwar noch einiger Überrendenskünste, aber ich denke das ich für die anderen Tiere auch noch ein nettes Plätzchen finden werde und so lange ich das noch nicht habe bleiben sie halt bei mir.

Ich habe übrigens meine Heuschrecken auch noch großzügiger untergebracht als vorher.
Die Heimchdosen waren mir immer schon zu klein, deswegen habe ich diese immer in einer großen Faunabox untergebracht, jetzt leben sie quasi in einem "Luxusappartment", ein großes Glasterrarium mit Wärmelampe Holzeinstreu ect. .

LG Cindy
Das verstehe ich allerdings nicht, Cindy...
Jungbartis fressen zwar mehr Lebendfutter - dafür sind erwachsene Bartis mehr der pflanzlichen Nahrung zugeneigt.

Du kannst z. B. auch so füttern:

Montags: ein paar Heimchen oder Heuschrecken
Dienstags: nichts
Mittwochs: Obstteller (Apfel, Banane, Birne, Weintrauben, Erdbeeren oder andere Südfrüchte (aber bloß nix Saures))
Donnerstags: Salatteller (Feldsalat, Tomaten, Möhren, Petersilie, Gurke, Spinat, Weitzenkeimlinge)
Freitags: nichts
Samstags: Salatteller und ein paar Mehrwürmer
Sonntags: Obstteller
Etwas besonderes für Bartis ist übrigens der Löwenzahn samt Blüte...

Der Speiseplan der Bartis IST sehr vielfältig, daraus kann man gut schöpfen.

Damit minimierst Du zudem das Lebendfutter, Deinen Bartis würde es trotzdem gut gehen bei Dir. Ansonsten Sepia (zerrieben), Nekton-Vitamine und Mineralstoffe.
Außerdem gibts mittlerweile auch Trockenfutter für Bartis.
Abr immer Obacht wegen der Nieren... die müssen bei Salat und Obst etwas mehr ackern.
Aber mehr als zweimal pro Woche würde ich eh kein Lebendfutter geben. Sonst werden Deine Bartis recht schnell dick und rund.
Der pflanzliche Anteil der Nahrung sollte eben recht groß sein, bei erwachsenen Bartagamen ca. 70 %.

Du solltest Dir trotzdem klar machen, dass die Bartis nicht über ethische Verhaltensweisen verfügen, was die Nahrung angeht. Die kennen Deine Bedenken nicht. Denen ist egal, wer Ihnen die Insektten vor die Nase setzt.
Ist es im Sinne des Tieres, wenn Du ihm Deine Ideologie auflädst?
Die Bartis können da nichts für.
Und ja - Du hast das Prinzip erkannt. Tiere werden geboren, um anderen Tieren als Futter zu dienen. Darum geht es (vor allem) in der Natur, neben der Vermehrung und Aufrechterhaltung der Art.

Persönlich würde ich eher Deine Einstellung überdenken, als die Tiere wegzugeben.
Denn - Du änders an den Grundprinzipien und der Ausgangslage nichts. Es werden weiterhin Futtertiere gezüchtet und an Deine Bartis verfüttert. Dir geht es nur um die Beruhigung Deines Gewissens, oder?
Du bist ja nicht mehr die fütternde Hand.
(04.07.2009 15:59)Vovin.av schrieb: [ -> ]Das verstehe ich allerdings nicht, Cindy...
Jungbartis fressen zwar mehr Lebendfutter - dafür sind erwachsene Bartis mehr der pflanzlichen Nahrung zugeneigt.

Du kannst z. B. auch so füttern:

Montags: ein paar Heimchen oder Heuschrecken
Dienstags: nichts
Mittwochs: Obstteller (Apfel, Banane, Birne, Weintrauben, Erdbeeren oder andere Südfrüchte (aber bloß nix Saures))
Donnerstags: Salatteller (Feldsalat, Tomaten, Möhren, Petersilie, Gurke, Spinat, Weitzenkeimlinge)
Freitags: nichts
Samstags: Salatteller und ein paar Mehrwürmer
Sonntags: Obstteller
Etwas besonderes für Bartis ist übrigens der Löwenzahn samt Blüte...

Ich habe über 5 Jahre die verschiedensten Terrarientiere gehalten und von diesem Plan habe ich alles schon verfüttert (regelmäßig), es ist nicht so das mir das nicht bekannt ist. Doch bleibt der Teil der Ernährung dieser und anderer Reptilien über tierische Kost bestehen.

Kleine Anmerkung zwischendurch, ich weiß nicht ob es nur Tippfehler oder eine neue Gattung ist von der ich noch nichts gehört haben "Mehrwürmer" kenne ich nicht, nur als Mehlwürmer, oder alternativ kann man auch Zophobas oder Wachsmottenlarven verfüttern (sry ein bischen vom Thema abgekommen).

Zitat:Du solltest Dir trotzdem klar machen, dass die Bartis nicht über ethische Verhaltensweisen verfügen, was die Nahrung angeht. Die kennen Deine Bedenken nicht. Denen ist egal, wer Ihnen die Insektten vor die Nase setzt.
Richtig, muss ich es deswegen sein, der die Insekten verfüttert?
Und nein es ist nicht richtig meine "Ideologie" den Tieren aufzuladen, und meine Bartagamen können nichts dafür!

Zitat:Und ja - Du hast das Prinzip erkannt. Tiere werden geboren, um anderen Tieren als Futter zu dienen. Darum geht es (vor allem) in der Natur, neben der Vermehrung und Aufrechterhaltung der Art.
Ja das ist das Prinzip, fressen und gefressen werden.
Jetzt müßte es klick machen und genau jetzt müßte dir etwas auffallen.
Die Natur regelt ihre Dinge seit Jahrtausende auf "ihre" Art. Tiere jagen schwache und kranke Tiere und sondern die aus, nur die starken und gesunden Tiere überleben.

Jetzt kommt der Mensch ins Spiel, er greift in die Natur ein. Um mal bei dem Beispiel der Bartagamen zu bleiben, züchtet der Mensch um die im Terrarium gehaltenen Bartagamen zu ernähren tausende von Heuschrecken, der Tot vieler dieser Heuschrecken wird mit eingeplant. Das Geschäfft mit den Futtertieren ist ein gutes Geschäfft, z.B. 3€/10 Heuschrecken (egal ob schon 4 tot in der Schachtel liegen oder nicht); 1,80€ für eine! nackte Babymaus. Die Heuschrecken haben nie eine Wiese gesehen, sie leben nur um zu sterben. Die kleinen Mäuse haben noch nie ein Loch in die Erde gegraben. Viele können keine Sympathie für Insekten oder andere "Futtertiere" aufbringen, doch wie kann es sein das ein Lebewesen egal welcher Art einen Wert hat den man in € bezahlen kann.
Ein Tier in freier Wildbahn würde nie mehr Tiere töten als es zum überleben braucht. Ein Tier würde nie andere Tiere in Käfigen sperren und sie vermehren, sie verkaufen für Geld, oder habt ihr schonmal eine australische Bartagame mit eigener Heuschreckenzucht gesehen?

Der Mensch ist da anders ... In anderen Ländern sterben Menschen, weil sie Hunger leiden während ein paar Kilometer weiter von ihnen entfernt riesige Felder z.B. voller Soja stehen, dass für die "Tierproduktion" in Deutschland benötigt wird.
Ich habe mich sehr bewusst umgeschaut, geht mal mit offenen Augen durch die Geschäfte und schaut euch an in welchen Produkten überall Tiere drin verarbeitet sind.

Ich frage mich muss das alles sein? Muss es sein das ein Tier wegen mir leidet und umgebracht wird, NEIN.

Zitat:Persönlich würde ich eher Deine Einstellung überdenken, als die Tiere wegzugeben.
Denn - Du änders an den Grundprinzipien und der Ausgangslage nichts. Es werden weiterhin Futtertiere gezüchtet und an Deine Bartis verfüttert. Dir geht es nur um die Beruhigung Deines Gewissens, oder?
Du bist ja nicht mehr die fütternde Hand.
Ja genau darum geht es mir, ich will kein Richter über Leben und Tot mehr sein. Ich will nicht mehr entscheiden müssen, welche von diesen kleinen Mäusen gleich für ein Mahl meiner Schlangen sterben muss.
Ich weiss das ich nichts ändere, sie existieren weiter, sie haben weiterhin hunger, aber ich bin nicht mehr die Hand die ihnen das Futter reicht. Es ist eine beruhigung des Gewissens, meines Gewissens, doch ich habe keinen besseren Weg für mich und meine Tiere gefunden, wenn ich nicht weiter für den Tot von Heuschrecken und Mäusen egal in welcher Masse verantwortlich sein möchte.

LG Cindy

PS: Die "Bartis" möchten lieber "Bartagamen" oder noch besser "pogona vitticeps" genannt werden, wenn du dich ein bischen mit der Thematik Terraristik auseinander gesetzt hast und der "Essensplan" nicht einfach Copy Paste irgendwo entnommen ist, solltest du wissen das "Verniedlichungen" nicht so gerne gesehen sind.
Respekt. Das würden sich die wenigsten Menschen eingestehen, was Du schreibst. Andererseit maße ich mir nicht an zu urteilen, ob Dein Gewissen tatsächlich den Ablass erhielt oder ob Du Dich nur selbst täuschst.

Denn wieder machst Du den Fehler, menschliche Maßstäbe bei nicht-menschlichen Tieren anzusetzen.
Die Heuschrecke, die Grille, sie hüpfen nicht pfeifend über eine grasgrüne Wiese und freuen sich des Lebens. Diese Insekten schlendern nicht fröhlich unter Blättern entlang und laben sich am Tau.
Diese Dinge sind Ihnen nicht bewußt - und werden es auch nie sein.
Also - wenn der Tod einiger Insekten bereits Dein Gewissen so sehr belastet, dann möchte ich nicht in Deiner Haut stecken.
Dann solltest Du dem fließenden Wasser abschwören, Deinen Stromvertrag kündigen, kein Auto, keine Bahn mehr fahren. All dies kostet ebenfalls Tierleben. Mehr als Du zeitlebens verfüttern kannst.
Allein Deine Anwesenheit im Internet genau jetzt tötet Tiere.

Was die "Barti's" angeht - eine Spitz- oder Kosename, den ich sehr oft in meinem Bekanntenkreis höre.
Und wenn Verniedlichungen tabu sind - auch wenn es so ist - juckt mich nicht. Es ist weder unrespektvoll einer Echse gegenüber noch beleidigend. Es ist ein Spleen der Terraristiker - über die angebliche "fehlende fachliche Kompetenz", die sie allen ankreiden, die es wagen, eine Verniedlichung zu benutzen.
Mein Bekannter hat zwei Terrarien "vermacht" bekommen, in dem unter anderem 3 Bartagamen wohnen. Ich hab mich eine ganze Weile mit denen beschäftigt. Von daher kenne ich mich schon ein wenig aus mit den Echsen.
Keine Ahnung, warum die Terris so verklemmt sind, aber meist hilft es, den "fachkompetenten" Stock ein wenig aus dem Hintern zu ziehen.
Oh ja, Terraristik ist ja so ernstzunehmen und würdevoll, "wir sind ja alle so besonders", da gibts für Worte wie "Schildi", "Barti", "Terri" und so weiter gleich ein "Na, na, na!". Wobei es für mich keine vernünftige Erklärung gibt, warum Verniedlichungen nicht erwünscht sind. Ausser Scheinargumenten kenne ich da nix, also purer Blödsinn und nur dienlich, um als "elitärer Kreis" zu gelten. Gelacht wird nur im Keller.
Viele haben sich das Wissen grade mal aus irgendwelchen Lexika oder easy-learning-Büchern oder dem Weltnetz gezogen, aber tun so wie 50 Semester Echsenkunde. Das Spießertum der pseudowissenschaftlichen Terraristiker unterstütze ich nicht.

P.S.: Es waren natürlich "Mehlwürmer" gemeint. Wink
Zitat:Dann solltest Du dem fließenden Wasser abschwören, Deinen Stromvertrag kündigen, kein Auto, keine Bahn mehr fahren. All dies kostet ebenfalls Tierleben. Mehr als Du zeitlebens verfüttern kannst.
Allein Deine Anwesenheit im Internet genau jetzt tötet Tiere.

Das mag sein, doch muss ich das Leid der Tiere noch weiter fördern, in dem ich sie in Käfige sperre, sie esse oder ihre Haut als Kleidung trage? Soll es mir egal sein, ob jetzt ein paar mehr oder wenigere Tiere draufgehen oder nicht? Nein es ist mir nicht egal, es ist mein ganz persöhnlicher Beitrag das Leid der Tiere zu minimieren. Ich weiß das ich es nicht ganz aufhalten kann, ich weiß, dass die Welt keine rosarote Plüschkugel ist auf der alles in Ordung ist.
Ich kann nicht alle Tiere durch meine vegane Lebenseinstellung "retten", doch wenn nur ein Tier verschont bleibt, es z.B. ein Leben in Freiheit führen kann und nicht durch beim Konsumverhalten stirbt, habe ich meine Aufgabe in der Gesellschaft erfüllt.

Zitat:"Bartis" ... Es ist ein Spleen der Terraristiker - über die angebliche "fehlende fachliche Kompetenz", die sie allen ankreiden, die es wagen, eine Verniedlichung zu benutzen.

Es mag ein Spleen sein, doch gibt es so viele selbst ernannte Terrianer, die meinen gerade ein Kuscheltier in ihrem Terrarium sitzen zu haben was man nach herzenzlust knuddeln kann bis das es schielt. Mir ist bewusst das gerade Bartagamen ein sehr zutrauliches Wesen haben und es manchen Halter dazu verleitet sie rauszuholen und zu "schmusen", doch sind dies Tiere die in ein Terrarium "gehören" (wenn sie denn schon darin gehalten werden), wo sie ihre Wärme beziehen können, UV Licht bekommen, Schutz suchen können ect. . Wenn mir ein Halter den richtigen lateinischen Namen seines Reptiels richtig sagen, oder schreiben kann, kann man zumindest davon ausgehen das er sich schon etwas länger damit auseinander gesetzt hat. Sich einen "Exoten" ins Haus zu holen ist nichts besonderes mehr, seit ein paar Jahren boomt die Terraristik, Bartagamen und Co gibt es bald an jeder Ecke zu kaufen. Immer mehr Tiere werden ausgesetzt, weil ihre Halter nicht mehr damit klarkommen, oder ihnen die Kosten über den Kopf wachsen.

Die Terraristik ist ein sehr spannendes Thema und ich finde es toll wenn sich jemand richtig gut mit den Tieren auskennt. Es mag ein Vorurteil sein, dass derjenige der seine Schützlinge "Barti" nennt sich nicht richtig drum kümmert und auskennt, überall gibt es schwarze Schafe. Von mir aus darf jeder seine Tiere "Schnucki Putzi Hasi Wutzi" nennen, solange das Tier in einem ausreichend großen Terrarium lebt, die richtige Beleuchtung eingebaut ist, die Einrichtung angemessen ist und vernünftigt ernährt wird.

LG Cindy
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