(04.01.2009 04:12)Kruckler schrieb: [ -> ]Mal ganz dumm gefragt: Habt ihr wirklich jemals ernsthaft Hoffnung in diese Partei gesetzt?
Ist nicht dumm sondern unverständlich gefragt. Wen fragst Du? Nachdem "ihr" kleingeschrieben ist, ich die Rechtsschreibsrefohrm weitestgehend ignoriere gehe ich davon aus, daß hier nicht die großgeschriebene Höflichkeitsform für eine Einzelperson gemeint ist, sondern eine homogene Menge von Menschen. (Die ist hier wo???) Vielleicht die bisher an der Diskussion beteiligten?
Falls ich eventuell auch gemeint sein sollte, (ich habe mich ja schon an der Diskussion etwas "beteiligt") meine klare Antwort:
Nein!
(04.01.2009 04:12)Kruckler schrieb: [ -> ]..., aber ich persönlich sehe für Parteien, die in erster Linie allein schon durch ihren Namen nur eine (in meinen Augen leider) kleine Wählergruppe anzusprechen versucht und dementsprechend einseitig ihr Programm ausrichtet bzw. nur dahingehend professionell ausrichtet, wenig Überlebenschance in der deutschen Parteienlandschaft. Das Problem, das ich da halt sehe, ist, dass diese Partei ohnehin immer nutzlos bleiben wird, weil sie mit ihrer offensichtlich einseitigen Ausrichtung niemals genug Wähler an sich binden wird, um irgendetwas erreichen zu können.
Du siehst das nur auf einen eventuellen Wahlerfolg ausgerichtet, was natürlich korrekt und in Deinem Fall (als in einer Partei aktiv) auch verständlich ist. Ich sehe das mehr von außen, neudeutsch "ganzheitlich", oder auch wegen meiner mathemathisch -, technisch-, philosophischen Vorbelastung von der logischen Seite her.
Wenn ich eine Partei unterstütze bzw. wähle, gehe ich ja besten-, (schlimmsten-) falls davon aus, daß sie in Regierungsverantwortung gerät, bzw. fördere ein solches Szenario. Also gehe ich vom Ergebnis aus, wie und ob dorthin zu kommen. Bevor das "wie" natürlich das "ob", da wenn das verneint wird, erübrigt sich die Frage nach dem "wie".
Male ich mir also in konkretem Fall das Szenario der o.a. Partei in Regierungsverantwortung aus. Selbst sollten sie im Bereich "Tierschutz" ultraprofessionell aufgestellt sein, nimmt dieser Bereich im gesamten politischen Geschehen nur einen kleinen Raum ein. Zu allen anderen Bereichen wie Verkehrs-, Wirtschafts-, Außen-, Arbeits-, .............politik fehlen die ernstzunehmenden Antworten. (Wenn ich mir die "aktuelle" Seite ansehe, mit eigenen veralteten und unauffindbaren Beiträgen, könnte mir fast das Wort "Dilettantismus" einfallen. Was ich dieser Partei jedoch mitnichten unterstellen möchte, es kann sich hier ja um einen oder mehrere technischen Fehler handeln).
Und so kommt es zu dem von Dir beschriebenen Szenario, womit Du selbverständlich wieder Recht hast. Wenn es auch nicht jeder so analytisch sieht wie ich, so denkt doch fast jeder Mensch irgendwo intuitiv logisch, und da jeder noch andere Sorgen hat als das Wohl der Tiere, z.B. Arbeitsplatz, Umweltschutz, Mobilität, ... wird fast jeder Mensch intuitiv keine Partei unterstützen, die viele seiner Sorgen unberücksichtigt läßt bzw. auf die Probleme keine professionellen Antworten hat.
Die "Grünen" konnten es auch nur in die Regierungsverantwortung schaffen, da sie Experten auch in anderen Bereichen als nur Ökologie hatten. (Das ist keine Wertung im Sinn "qualitativ", sondern eine Feststellung im Sinn von "quantitativ", sprich vorhanden.)