Die Betreiber des Zirkus Giovanni Althoff müssen sich vor Gericht verantworten.
"Es geht um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz."
Leider ist die Elefantenkuh Maya mittlerweile schon verstorben,
aber vielleicht bekommen die Zirkus-Tierquäler noch eine Strafe für ihr widerliches im Stich lassen eines Lebewesens!
Der Fall zeigt wieder, wie wenig den Zirkusleuten an Tieren wirklich gelegen ist!
Von dem weiteren Strafverfahren verspreche ich mir nicht viel. Das
wieder einmal beklagte Trio scheint mir uneinsichtig und lernresistent
zu sein. Das letzte mir bekannte Urteil gegen diese drei Personen
(die zusammen m.W. 15 Eintragungen im Bundeszentralregister
haben) erging in der öffentlichen Sitzung der 5. großen Strafkammer
des Landgerichts Hanau am 16.06.2006 (1013 Js 9934/04 - Kls).
Die drei Beklagten wurden des vorsätzlichen Verstoßes gegen das
Tierschutzgesetz, der Beleidigung, der Körperverletzung und des
Betruges für schuldig befunden. In Anbetracht der wirtschaftlichen
Verhältnisse des Trios fiel das Urteil milde aus: je 1.300 € Bußgeld
(TSchG) sowie die Androhung von Geldstrafen von 30, 45 bzw. 100
Tagessätzen zu je 15 €.
Der Vertreter der Anklage dazu in einem Referat:
"Insgesamt war es ein böses Verfahren, denn niemand ist letztlich
zufrieden. Dies gilt für die Staatsanwaltschaft, das Gericht, den
Anzeiger, mein Ministerium, und letztlich auch für die Amtsveterinäre,
die ich hier durchaus kritisieren musste.
Zufrieden waren lediglich die Angeklagten, wie ich aus mir nach dem
Verfahren zugegangenen schriftlichen Äußerungen erfahren habe.
Die Angeklagten leben jedoch weiterhin in einer Scheinwelt und mit
einer Lebenslüge. So hat Frau (...) nach Zahlungsaufforderung
bezüglich der Geldbuße allen Ernstes mit der Begründung um
Aufschub gebeten, dass die Fussball-Weltmeisterschaft Einnahmen
in vierstelliger Höhe pro Vorstellung verhindert habe."
Hippo, danke für die "Meldung" hinter der Meldung!
So bekommt jeder einen "schönen" Einblick hinter die Kulissen!
@ Eule
Das Verfahren in Hanau wurde, wie man am Aktenzeichen erkennt,
2004 in Gang gesetzt, zog sich aber schon deshalb so lange hin,
weil einige Veterinärämter sehr schlecht gearbeitet hatten. Als 2006
das Urteil verkündet wurde, lebte Maya zwar noch, war aber wohl
schon zu sehr geschädigt und starb zwei Monate später im Tiergarten
Heidelberg, der das Tier ja im Nov. 2005 aufgenommen hatte. Dort
hat man sich sehr bemüht, aber es war einfach zu spät.
Kann mich auch noch gut dran erinnern.
Und weiter geht's.
http://www.wormser-zeitung.de/rhein-main...id=3605706
Wenn relativ niedrige Geldbußen/Geldstrafen beantragt werden, so hat
das mit den Einkommens-/Vermögensverhältnissen der Beklagten zu tun.
Niemand kann Maya wieder lebendig machen. Auf der anderen Seite
sollten aber die Taten in einem "knackig" begründeten Urteil gewürdigt
werden. So etwas kann in der "Branche" durchaus wirken.
Ich danke einem hiesigen User für die Info.
Staatsanwalt: Zirkus ließ "Maya" leiden
Amtsgericht beschäftigt sich mit Elefant, der 2005 bei Guldental zurückgelassen wurde
BAD KREUZNACH.
Ohne Futter und ohne funktionierende Heizung ließ ein Zirkus,
der auf dem Breitenfelser Hof bei Guldental
von Juni bis Oktober 2005 vorübergehend Quartier bezogen hatte,
die kranke Elefantenkuh Maya zurück.
Der Fall wird nun vor Gericht geklärt.
...
Richter Wolfram Obenauer kündigte für Montag, 2. Februar, 12 Uhr,
eine Entscheidung über den Antrag und eventuell einen Urteilsspruch an.
27.01.2009 Von Christine Jäckel
http://www.az-badkreuznach.de/region/obj...id=3606040
Das Amtsgericht Bad Kreuznach fällte heute ein Urteil im Fall der Elefantenkuh „Maya“ des Zirkus Giovanni Althoff*. So wurde Mitarbeiterin Barbara Rothmund zu 60 Tagessätzen á 10 Euro verurteilt und bekam ein dreijähriges Halteverbot für Elefanten auferlegt. Sie gelte als Mithalterin und sei entsprechend mitverantwortlich. Gegen die Eheleute Althoff wird es ein separates Verfahren geben. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte begrüßt das Urteil. Mehr unter
openpr.de