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Normale Version: Tierpark Lübeck-Israelsdorf
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nachdem ich unter Suche mehrere Threads gefunden hatte, die über den Tierpark, den Verlauf, Umfragen oder Aktionsberichten unterrichtete, dachte ich könnte dies vll zusammengeführt werden?
Habe derzeit 3 Hauptlinks gefunden:
Umfrage Tierpark Lübeck
Kundgebung gegen den Tierpark Lübeck
Tierpark Lübeck Israelsdorf, Aktionsberichte

Ich wusste nicht wo in welchen ich das hätte posten sollen/können.
Und habe daher einen neuen eröffnet.

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es gibt Neuigkeiten
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Zitat:Nach gut 20 vorangegangenen Jahren lokaler Tierschutzarbeit und guten 3-4 Jahren intensiver, teils überregionaler Tierrechtskampagne ist es den AktivistInnen der Kampagne zur Schliessung der Tierparks in Lübeck nun gelungen, ihr Ziel zu erreichen.

Auf einer Bürgerschaftssitzung wurde mehrheitlich die Schliessung des Tierparks (leider erst ende 2011) beschlossen und - wie es bisher heißt- ohne Ersatz, also auch keine Alternative in Form von "Streichelzoo", "Tigerschutz-Gehege" oder "Wald-Lern-Park"!

Hier ein Artikel mitsamt Umfrage: http://www.lnonline.de/artikel/2469392
*Bitte nehmt an der Umfrage teil*, in der Vergangenheit waren diese Umfragen - anders als üblich - recht gute Spiegelbilder der öffentlichen Meinung und haben dazu geführt, dass der Bürgerschaft vor Augen geführt wurde, dass das Anliegen breit getragen wird. Bitte tragt diese Umfrage auch weiter und bittet Leute, daran teilzunehmen!

Es bleibt, den Tieren nun eine bestmögliche Unterbringung zu gewährleisten (Betreiber Lehmensiek hat daran bekanntlich kaum ein Interesse und lässt u.a. den Bären "Bruno" langsam an einem Tumorverrecken...) - konzepte liegen vor und werden seitens der Stadt in zusammenarbeit mit den örtlichen TierrechtlerInnen und der Tierschutzorga "Tierversuchsgegner Schlesweig-Holstein" besprochen. Es bleibt zu hoffen, dass die Linie der Tierrechts-kampagne (eine deutliche Ablehnung der Weiterermittlung in einen ähnlichen, spezieistischen Betrieb wie einen "vorbildlicheren Zoo" oder andere Formen der Zur-Schaustellung) mitgetragen und respektiert wird - den überlebendenTieren des Zoos wäre es mehr als zu wünschen, denn viele von ihnen mussten einen großteil ihres kläglichen Lebens dort verbringen.

Ohne die Tiere aus dem Blick zu verlieren, aber Respekt und Anerkennung haben auch die lokalen AktivistInnen verdient, die unermüdlich und teilweise mit extremen persönlichem Aufwand gegen den Tierpark gekämpft haben und sich weder von Gewaltandrohungen noch vom ermüdenden Spiel mit den Behörden haben beeindrucken lassen.

Bis jeder Käfig leer steht - das war das Credo der Lübcker TierrechtlerInnen - und, so können wir hoffen, stehen bald die Käfige leer. Nie wieder Zoo in Lübeck!

In der Hoffnung, nicht doch zu voreilig zu sein (und in der stetigen Erwartung böser Überraschungen, die wir ja alle - vor allem von Behörden- gewohnt sind) können wir sagen:

WIR HABENS GESCHAFFT!
Danke für alle, die mitgeholfen haben!

weitere Artikel dazu:

http://www1.ndr.de/nachrichten/schleswig...rk100.html

http://www.hl-live.de/aktuell/textstart....cbd31267bb

Nico

Ich freu mich, dass endlich was passiert... und mein Dank gilt den Menschen vor Ort, die nicht locker gelassen haben!!!
Weiss jemand, wieviel Tiere die genau noch haben?
letztes Jahr waren es ungefähr 110 Tiere im Tierpark Lübeck:
Meerschweinchen, Hühner, Wellensittiche, Truthähne, Pfaus, Uhus,
Ziegen, Esel, Schafe, Pferde&Ponys, Hochlandrinder, Trampeltiere,
Hängebauchschweine, Stachelschweine, Frettchen, Mäuse, ein Leopard,
Schimpansen, Waschbären, Kamele und ein Bär.

Nico

(Quelle: HL-live - 30. Sept. 2008)
Zitat:Tierpark: Birk will Antworten von der Landesregierung
In einer Kleinen Anfrage wendet sich die Grüne Landtagsabgeordnete Angelika Birk an die Landesregierung, um zu erfahren, wie bei der bevorstehenden Begutachtung des Lübecker Tierparks am 7. Oktober vorgegangen wird. Diese Begutachtung sei notwendig, weil der Tierpark, so wie er jetzt arbeitet, keine gültige Genehmigung habe. "Im November 2007 versuchten wir Lübecker Grüne als kleine Delegation gemeinsam mit dem Umweltsenator Herrn Geißler den Tierpark zu besichtigen", berichtet Birk. "Allerdings wollten wir unsere Besichtigung nicht, wie gewöhnliche Tierparkbesucher von den Wegen aus vornehmen, sondern in Begleitung mit den Betreibern Einblick hinter die Kulissen bekommen. Dieses Anliegen ist uns bis heute verwehrt worden. Nach meiner Kenntnis soll die Zertifizierung sich nur auf Dokumente stützen, ohne eine tatsächliche tierärztliche Begutachtung der Tiere und der Gehege vorzunehmen." Außerdem will die Abgeordnete wissen, welchen Stellenwert eine gelungene oder nicht gelungene Zertifizierung für die Rechte und Schadenersatzforderungen der Betreibergesellschaft hat. "Für mich ist die Schließung dieses Tierparks lange überfällig. Ich hätte kein Verständnis dafür, wenn das Land den bisherigen Zustand legitimiert. Die bisherigen Auflagen der Vergangenheit zur Verbesserung der Tierhaltung wurden nicht erfüllt."



(Quelle: HL-live - 1. Okt. 2008)
Zitat:Tierpark-Beschluss ungültig?
Für viel Diskussion sorgte in den vergangenen Tagen der Beschluss der Bürgerschaft, den Pachtvertrag mit dem Betreiber des Tierparks Lübeck nicht zu verlängern. Astrid Stadthaus-Panissié von den Bürgern für Lübeck (BfL) bohrt jetzt nach. Der Antrag enthielt einen kleinen, aber entscheidenden Fehler. Die Bürgerschaft hat beschlossen, den Pachtvertrag mit dem Betreiber des Tierparks nicht zu verlängern. Die Stadt hat allerdings keinen Pachtvertrag mit der Familie Lehmensiek, sondern mit der Tierpark-Gesellschaft, einem Verein, der den kleinen Zoo seit Jahren fördert. Astrid Stadthaus-Panissié hat eine eMail an den Bürgermeister geschrieben: "Da es einen solchen Vertrag nicht gibt, sondern lediglich einen Vertrag zwischen HL und Tierparkgesellschaft, bitte ich, den Beschlussinhalt auf die Formulierung hin zu prüfen und mir zu erläutern, wie Sie gedenken, weiter zu verfahren." Der Bürgermeister leitete die Anfrage an seine Mitarbeiter weiter. Versehentlich schickte er seine Weiterleitung auch zurück an die BfL-Politikerin: "jetzt wirds spitzfindig! Was antworten wir der Dame? Gruß - BS". Jetzt ist die Politikerin richtig sauer: "Eine Antwort hatte ich eigentlich von Ihnen erwartet, und zwar nach objektiver und sachlicher Prüfung meines Anliegens ohne tendenziöse Weichenstellungen", mailte sie zurück.

hippo

Die jahrzehntelange Auseinandersetzung um den Tierpark Lübeck
gehört zu den beschämendsten Kapiteln totalen Versagens von
Kommunalpolitikern und ihnen unterstellten Behörden, und mich
entsetzt insbesondere das Schicksal der Lübecker Schimpansen, die
schon längst nicht mehr dort sein müssten, inzwischen aber praktisch
unvermittelbar sind.

Zwischen 1989 und 1993 bemühte sich ein Bündnis von Lübecker
Tierrechtlern und hessischen Tierschützern, zumindest die besonders
schlecht untergebrachten und erkennbar leidenden Tiere aus dem
Park zu entfernen (Zielvorstellung: Umnutzung oder Schließung dieses
Laienzoos.

Bei einem Gespräch im Lübecker Rathaus, woran Vertreter der Vereine
sowie die damalige Lübecker Innensenatorin und Vertreter von
Ordnungs- und Veterinäramt teilnahmen, wurden wir gebeten,
alternative Unterbringungsmöglichkeiten für sämtliche im Park
gehaltene Primaten ausfindig zu machen.

Die Recherchen waren erfolgreich. Wir teilten dem Senat und dem
Veterinäramt mit, dass der Queens Park Zoo in Südafrika zur
Aufnahme der Schimpansen bereit sei. Dort stand eine neue Anlage
für Menschenaffen kurz vor der Fertigstellung, und man teilte uns
mit, dass man zwar problemlos zoogeborene junge Tiere erhalten
könne, in diesem Fall aber lieber zu einer Problemlösung beitragen
wolle.

Aus Lübeck hieß es dazu, man könne die Kosten nicht übernehmen.
Daraufhin kalkulierten wir die Transportkosten (ca. 10.000 DM),
suchten und fanden einen Geldgeber (IFAW). Wir legten in Lübeck
diese Zusage vor, zusätzlich einen Gehegeplan des Queens Park Zoo
sowie zwei Stellungnahmen südafrikanischer Naturschutz-Orgas über
diesen Zoo.

Und plötzlich hieß es: Na, gar so schlecht sind die Tiere hier ja nicht
untergebracht, für eine Beschlagnahme reicht das nicht, und zudem
willigt der Pächter des Tierparks nicht ein, denn er liebe seine Tiere.

Gemeinsam mit unseren Lübecker Partnern formulierten wir bei einer
Pressekonferenz in HL dazu: "Wir müssen der Innensenatorin der
Hansestadt Lübeck die politische Mitverantwortung für die Zustände
im Tierpark HL-Israelsdorf anlasten." Der Senatorin unterstanden
Ordnungs- und Veterinäramt.

Die "Rädelsführer" dieses Bündnisses aus TR und TS wurden auf
Betreiben der Innensenatorin mit Strafbefehlen bedacht. Nach
Widerspruch (wir strebten eine öffentliche Hauptverhandlung an)
wurden die Verfahren eingestellt, weil UNSER Verschulden als gering
anzusehen sei.

Auch die Vorlage von zwei wissenschaftlichen Gutachten zur
Tierhaltung in HL-Israelsdorf brachte keinen Erfolg. Ein Amtstierarzt
vor Ort genügte, um Stellungnahmen von Wissenschaftlern zweier
deutscher Unis vom Tisch zu wischen.

Vor mir liegt ein 14-seitiges Gutachten von Prof. Dr. Christiane
Buchholtz, Universität Marburg, Fachbereich Zoologie. Diese Fachfrau
war entsetzt. Kurzauszug:

"Insgesamt gesehen findet bei den Schimpansen auf der Verhaltens-
ebene bevorzugt ein Wechsel zwischen lethargischen Positionen und
neurotischen Phänomenen statt. Die Tiere sind schwer krank. Es ist
für mich unbegreiflich, dass eine derart verkommene Haltung von
Menschenaffen in Lübeck weiterhin gestattet wird.

Ich habe in dieser Beurteilung des Tierparks Israelsdorf lediglich eine
Auswahl an Beispielen getroffen. Insgesamt handelt es sich um eine
sehr hohe Anzahl weiterer Tiere, die in einem körperlich und
psychisch sehr schlechten Gesundheitszustand sind. Die schweren
Erkrankungen sind mit erheblichen Schmerzen und drastischem
Leiden verbunden. Ich bin erschüttert, dass die Hansestadt Lübeck,
die meines Wissens Verpächterin des Geländes ist, nicht auf
schnellstem Weg behördliche Zwangsmaßnahmen veranlasst. Meiner
Einschätzung nach müsste eine nicht unbeträchtliche Zahl der Tiere
eingeschläfert werden. Für die danach noch verbleibenden Tiere
sollten andere Unterbringungsmöglichkeiten gefunden werden. Denn
in der Tat zeichnet sich die Leitung des Tierparks durch eine totale
Inkompetenz aus, so dass ich nur dringend zu einer konsequenten
Lösung raten kann, die mit einer Schließung des Tierparks verbunden
sein muss."
Prof. Dr. Christiane Buchholtz, Marburg, 17.01.1993
meine räumlichen verhältnisse reichen leider nicht mehr...sonst hätte ich wohl die waschbären und frettchen übernommen....

Beast

15 jahre nichts geschehen, das bestätigt meine sicht der dinge ( politiker betreffent )
auslegung von gesetzen ist scheinbar gummiartig anwendbar.
die tiere dürfen aufgrund der ( hier fehlen mir die worte ) weiterleiden, denn der betreiber liebt seine tiere ja so sehr.

analog dazu schlag ich dann meine kinder, weil ich sie doch so sehr liebe.

selbst auf die gefahr der löschung hin, mod. sei gnädig, kann mensch hier nur noch sagen :
" die schweine wechseln, aber die tröge bleiben die gleichen "

zoo-richtlinien werden dort offenbar mit füssen getreten und kein s...n interessiert`s.
was aber nicht heissen soll, das besagte richtlinien die bedürfnisse der tiere wirklich erfüllen, sondern bestenfalls etwas verbessern.

Beast

greenlantern schrieb:meine räumlichen verhältnisse reichen leider nicht mehr...sonst hätte ich wohl die waschbären und frettchen übernommen....

du würdest aber auch bestimmt schwierigkeiten mit der haltung von frettchen bekommen.
denn dann müsstest du glaubhaft darlegen, das die ferrets nicht zum frettieren gebraucht werden.
das würde dir als grünrock bestimmt sehr schwer fallen.

ps:
die honigscheisser kommen auch in einer 70 qm - wohnung sehr gut zurecht.
hatte seinerzeit sowohl frett als auch iltis über einen 7-jährigen zeitraum in ebensolcher.
Jedenfalls ist der TP bald geschlossen und es müssen Plätze für die Tiere gefunden werden. Wer da helfen kann, bitte melden (PN, Mail oder fon)

Beast

Rudi schrieb:Jedenfalls ist der TP bald geschlossen und es müssen Plätze für die Tiere gefunden werden. Wer da helfen kann, bitte melden (PN, Mail oder fon)

rudi, den bären nehmen doch bestimmt die " fachleute " aus worbis auf, die hängen sich doch schon längere zeit aus dem fenster, um die schwarzwälder
abteilung zu beleben.
werde die anschreiben und auf ihre chance hinweisen.

bei den frettchen wird es schwieriger, ich könnte 2,0 ( wenn kastriert oder ähnliches auch mehr ) aufnehmen.
denn ich bin nur tierschützerin und deswegen besteht bei mir dahingehend kein problem.

hippo

Rudi schrieb:Jedenfalls ist der TP bald geschlossen und es müssen Plätze für die Tiere gefunden werden. Wer da helfen kann, bitte melden (PN, Mail oder fon)

@ Rudi

Der Tierpark SOLL bis Ende 2011(!) geschlossen werden. Und derzeit
weiß man nicht, wer denn über den Verbleib der Tiere entscheidet.
Die Schimpansen und der Bär (meine Güte, wenn es der ist, den ich
auf den Fotos - und oft gesehen - habe, dann ... ähm ... naja)
kommen für Privathaltung eh nicht in Frage, während andere Tiere
problemlos irgendwo integriert werden könnten.

Die Differenzierung zwischen "Trampeltieren" und "Kamelen" irritierte
mich etwas, aber ich nehme an, dass mit letzteren Neuweltkamele
gemeint waren.

Beast

@hippo
deswegen habe ich ja proforma mal den " alternativen bärenpark " und die " stichting aap " angeschrieben,
oder glaubt hier irgendwer tatsächlich, das er wildtiere halten dürfte? siehe §11 ( der einzige der hilft ).

du weist doch selbst, wie schwer es sein kann, eine adäquate unterbringung zu finden.
ergo kann ich heute mehr erreichen als morgen, also warum warten?
ob die kameliden nun 1 oder 2 höcker haben oder die hippos 2 oder 4 prämolaren ist doch nebensächlich, oder?
Warten wirs ab. Und 2011, nee, das geht schneller.
Würden die Schimpansen nicht über das Great Ape Project gut vermittelt werden können?

Die in Spanien niedergelassene NGO Proyecto Gran Simio (http://www.proyectogransimio.org/inicio.php), zu deutsch Projekt Großer Menschenaffe setzt sich als europäische Vertretung des sogenannten Great Ape Projects seit vielen Jahren erfolgreich für die Erlangung von Grundrechten für die großen Menschenaffen, sowie deren Schutz, der Verbesserung ihrer Lebensumstände und der Erhaltung ihrer natürlichen Lebensräume ein. Die Einsatzbereiche des Proyecto Gran Simio, kurz PGS sind vielfältig und reichen von weltweiten Aufklärungskampagnen bis hin zur Befreiung und Pflege von in Gefangenschaft lebenden großen Menschenaffen.
http://www.janegoodall.de/m8link7.php
-> in Spanien:
http://www.proyectogransimio.org/index.php
Ich weiß nicht, ob die Affen dann bei Madrid,
- http://www.rainfer.com
- http://www.uam.es/otros/ape/default.html
oder in Villena (Alicante) unterkommen würden.
- http://www.aap-primadomus.es/

hippo

Beast schrieb:@hippo
deswegen habe ich ja proforma mal den " alternativen bärenpark " und die " stichting aap " angeschrieben,
oder glaubt hier irgendwer tatsächlich, das er wildtiere halten dürfte? siehe §11 ( der einzige der hilft ).

du weist doch selbst, wie schwer es sein kann, eine adäquate unterbringung zu finden.
ergo kann ich heute mehr erreichen als morgen, also warum warten?
ob die kameliden nun 1 oder 2 höcker haben oder die hippos 2 oder 4 prämolaren ist doch nebensächlich, oder?

@ Beast

Im Prinzip verstehen wir uns. Viele der aufgezählten Tierarten sind
relativ leicht vermittelbar, falls sich genügend viele Stellen wirklich
darum bemühen. Freilich kommt es sehr wohl darauf an, die zu
vermittelnden Tiere nach Art, Geschlecht und Alter so präzise wie
möglich zu beschreiben, wenn man Erfolg haben will. Es ist ein
himmelweiter Unterschied, ob man ein neues Zuhause für eine alte,
evtl. lahme Trampeltierstute sucht oder für einen jungen Lama-
Hengst. Beides Kameliden, stimmt, aber eben sehr verschieden.
Der neue Halter muss angemessene Bedingungen bieten können.
Daher muss er wissen, was auf ihn zukommt, und deshalb muss
man selbst wissen, um welche Tiere es sich überhaupt handelt.

Die Hauptprobleme sehe ich bei den Schimpansen und dem Bären.
Ich habe diese Tiere oft gesehen. Sie sind, wie auch gutachtlich
bestätigt, nicht nur alt, sondern in mehrfacher Hinsicht vorgeschädigt.
Dies bezieht sich auf die lange Zeit desolate
Unterbringung wie auch auf Fehlernährung. Es ist ein Irrglaube
anzunehmen, man könne diese Tiere "einfach so" umsetzen, wie man
Gegenstände von A nach B transportieren kann.

Was ich damit sagen will: Eine Lebensperspektive hätten diese Tiere
haben können, aber unfähige Beamte in HL verhinderten das. Jetzt
kann man eigentlich nur noch versuchen, den Tieren einige ruhige
Jahre bis zum Ableben zu verschaffen. Mehr ist nicht mehr "drin".
Und ich hoffe, dass man mit diesen Senioren behutsam umgeht.

Die sich abzeichnende Schließung des Tierparks HL-Israelsdorf ist
kein "Sieg", allenfalls das Ende eines 20jährigen Krieges, der enorm
viele Opfer forderte. Die Aktionen von 1989 bis 1993 führten zwar
dazu, dass wir den Tierpark um zwei Meerkatzen "erleichtern"
konnten, und die Landesbehörden in SLH sorgten für das Aus der
Wolfs- und Seehundehaltung in Lübeck. Freude will trotzdem nicht
aufkommen, denn so etwas wie Einsicht oder Problembewußtsein
war bei den Verantwortlichen in dieser Hansestadt zu keiner Zeit
auch nur ansatzweise zu erkennen.
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