Tierrechtsforen

Normale Version: "Vernünftige" Gründe für das Töten
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Eule

Ich würde gerne ein interessantes Thema aus dem Pirsch-Forum hier diskutieren.

Im Eröffnungspost wird dort von einem Jäger die Frage gestellt, was es alles für "vernünftige Gründe" (gemäß Tierschutzgesetz) für das jagdliche Töten geben kann?

Hier der Link zum thread im Pirsch-Forum (unschöne Bilder dabei)

Ist "Spaß an der Jagd" ein "vernünftiger Grund"?
Ein paar angefressene Bäume? Moralisch bewertet?

Ein Jäger berichtet sogar:" Ich besucht mal vor Jahren einen alten Wildmeister zu seinem 88. Geburtstag.
Ich bestaunte seine Trophäensammlung. Mit einer Träne im Auge meinte er, ach Gott könnt ich sie doch alle wieder lebendig machen.
"Quelle siehe obiger Link

Der moralische Aspekt wird dort von verschiedene Blickwinkeln selbstkritisch beleuchtet:"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter, in dem übers Jahr mehr als 300 Sauen herangezüchtet wurden, um sie im Winter in Bezahljagden auf den Ausgangsbestand von unter 100 Stück zu "rasieren". Jagd also als Schießsport pur, nicht besser als eingestellte Jagden zu Zeiten der fürstlichen Landesherren."Quelle siehe obiger Link

Also die Frage an die Jäger hier, was sind aus eurer Sicht eben keine "vernünftigen Gründe"?
Nelson Jack schrieb:Ich würde gerne ein interessantes Thema aus dem Pirsch-Forum hier diskutieren........Also die Frage an die Jäger hier, was sind aus eurer Sicht eben keine vernünftigen Gründe?
Bienchen ist bald wieder frei, Tscherni liegt auf der Lauer,
else sammelt Kräfte, und ich habe noch nicht auf Winterreifen mit Spikes gewechselt. Dann diskutiert mal schön, ich lehne mich zurück,
und kann Euch bestätigen nicht lebendsmüde genug zu sein,
um mich an den vorhersehbaren Beschimpfungen zu beteiligen
oder sie ertragen zu sollen.

mogges vor - noch ein Tor!
Na los!
Icon_mrgreen

VG
Marcel

Eule

Marcel, hast du dir zu diesem Thema denn mal Gedanken gemacht?

Stimmst du der Aussage eines Jägers aus dem Pirsch Forum zu,
dass sich mit dem Alter der Blickwinkel verändert...Trophäen werden
nicht mehr so wichtig, man erfreut sich lieber am "Leben" in
seinem Revier?
Marcel schrieb:Dann diskutiert mal schön, ich lehne mich zurück,
und kann Euch bestätigen nicht lebendsmüde genug zu sein,
um mich an den vorhersehbaren Beschimpfungen zu beteiligen
oder sie ertragen zu sollen.

mogges vor - noch ein Tor!
Na los!
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VG
Marcel

He Du Feigling, Drückeberger, Schlaffi! Icon_mrgreen

Tja, vom Mogges kannst Dir "ne Scheibe abschneiden"
Schock
Nelson Jack schrieb:Der moralische Aspekt wird dort von verschiedene Blickwinkeln selbstkritisch beleuchtet:"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter, in dem übers Jahr mehr als 300 Sauen herangezüchtet wurden, um sie im Winter in Bezahljagden auf den Ausgangsbestand von unter 100 Stück zu "rasieren". Jagd also als Schießsport pur, nicht besser als eingestellte Jagden zu Zeiten der fürstlichen Landesherren."Quelle siehe obiger Link
Die Jäger die ich kenne würden zum allergrößten Teil so etwas ablehnen. Einen vielleicht der das anders gesehen hat, ich weiß nicht, aber der hockt eh beim Luzi im Pott. Ich weiß schon auch, daß es blut- und killgeile Jäger gibt, aber um so Zeugs mach ich einen weiten Bogen. Leider ist der Zusammenhalt unter Jägern so, daß auch die Widerlinge geschützt werden.
die gründe für das erlegen von tieren sind materieller, kulinarischer, oder landeskultureller natur....ob das vernünftig ist, hängt von der betrachtungsweise eines jeden einzelnen ab....

Eule

Und was würdest du persönlich eben nicht einen "vernünftigen Grund" nennen?
...ganz einfach: nur um etwas "tot gemacht" zu haben.....das hielte ich für ziemlich unvernünftig...
greenlantern schrieb:die gründe für das erlegen von tieren sind
materieller,
Leiche verkaufen, Geweihe und co

greenlantern schrieb:kulinarischer
Leiche fressen


greenlantern schrieb:oder landeskultureller natur
Töten als Kulturgut???
Ich finde es scheiße, illegal und sittenwidrig, Wild als Zielscheibe so zum Ballerspaß zu benutzen, was Ihr TR-ler ( außer Nico ;-))) den normalen 99,99999% Jägern immer vorwerft, ohne wirklich Ahnung von der Jagd zu haben.
Nelson Jack schrieb:Marcel, hast du dir zu diesem Thema denn mal Gedanken gemacht?

Stimmst du der Aussage eines Jägers aus dem Pirsch Forum zu,
dass sich mit dem Alter der Blickwinkel verändert...Trophäen werden
nicht mehr so wichtig, man erfreut sich lieber am "Leben" in
seinem Revier?
links - rechts guck... keiner sieht mich, keiner hört mich???
Psssssssssssssssssssst, ich hauche zögerlich ...









jaaaaaaaaaaaaa,
obwohl ich auch als Jungspund nie der Trophäen wegen jagte.

Schock
VG
Marcel
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Eule

greenlantern schrieb:...ganz einfach: nur um etwas "tot gemacht" zu haben.....das hielte ich für ziemlich unvernünftig...

Dann wäre nachfolgender Fall als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu werten?

"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter, in dem übers Jahr mehr als 300 Sauen herangezüchtet wurden, um sie im Winter in Bezahljagden auf den Ausgangsbestand von unter 100 Stück zu "rasieren". Jagd also als Schießsport pur, nicht besser als eingestellte Jagden zu Zeiten der fürstlichen Landesherren."Quelle
(Hervorhebung von mir)
Hi Nelson,

Nelson Jack schrieb:Im Eröffnungspost wird dort von einem Jäger die Frage gestellt, was es alles für "vernünftige Gründe" (gemäß Tierschutzgesetz) für das jagdliche Töten geben kann?

Allein die Form der Fragestellung aus diesem Jagdforum ist schon mal grundsätzlich falsch.

Es gibt explizit keine weiteren vernünftigen Gründe (i.S.d.G.) innerhalb des jagdlich legalen Tötens von Wildtieren, da dazu logischerweise kein Bedarf besteht.

Jagd als solche, ist ein vernünftiger Grund, der es erlaubt, Tiere von gesetzes wegen vom Leben zum Tode zu befördern.

Außer Frage steht natürlich, dass es innerhalb der Jägerschaft bestimmt sehr unterschiedliche Charakteren gibt, die aus den verschiedensten persönlichen Gründen die Jagd ausüben.
Im Prinzip ist es eigentlich Schei....egal, aus welch persönlichem Grund jeder einzelne jagt, solange er dabei die Ziele der Jagd ( Sorge für einen gesunden, artenreichen und den jeweiliigen Biotopverhältnissen angepassten Wildbestand zu tragen) dabei verfolgt.

Vernünftige Gründe für die Tötung von Wirbeltieren sind:

Jagd ( wie erwähnt – gesunder, artenreicher .......)
Schlachtung ( Nahrungsgewinnung)
Schädlingsbekämpfung (Gefahrenabwehr : Seuchen, Krankheiten, ekelerregende Zustände, Schutz von Nahrungsgrundlagen..)
Euthanasie ( z. B. durch Tierärzte, um Leiden oder Schmerzen zu vermeiden)
zu Forschungszwecken (Medikamente......)
Seuchenbekämpfung ( Bspl. Vogelgrippe, BSE, Tollwut, MKS.....)
Notwehr, Nothilfe...

Zitat:Also die Frage an die Jäger hier, was sind aus eurer Sicht eben keine "vernünftigen Gründe"?

Alles was sich ausserhalb oben angeführter Beispiele (ohne Gewähr auf Vollständigkeit), abspielt.


Zitat:Dann wäre nachfolgender Fall als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu werten?


"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter, in dem übers Jahr mehr als 300 Sauen herangezüchtet wurden, um sie im Winter in Bezahljagden auf den Ausgangsbestand von unter 100 Stück zu "rasieren". Jagd also als Schießsport pur, ...

Nein, ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist es definitiv nicht, und zwar deshalb, weil ein solch fragwürdiges Treiben leider immer noch unter die Rubrik „Jagd“ läuft und somit legitim i.S. d. G. ist.

Für mich persönlich hat das, wie es in besagtem Forum beschrieben ist (ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen) , zunächst einmal überhaupt nichts mit Jagd zu tun, sondern ist eine Möglichkeit, wie man als Gatterbetreiber an Geld kommt.

Ein anderes, positives Beispiel von Wildgattern ist z. B. das:

Die Ziele des Gatterbetriebs sind im groben hier beschrieben:

http://www.afz-derwald.de/sro.php?redid=...72e82c089c

Auch dort wird selbstverständlich gejagt, um den Besstand auf einem vernünftigen Niveau zu halten, und hat somit absolut mit Jagd zu tun, da diese Form der Wildbewirtschaftung die Ziele der Jagd bis ins Detail verfolgt.

Es ist somit keine Frage des „vernünftigen Grunds“ (der ist auf alle Fälle gegeben) ob sich jemand an einem solchen „Gemetzel“ wie von dir beschrieben, beteiligen möchte
sondern eine persönliche moralische Frage, die jeder einzelne sich selbst stellen und beantworten muss.

mogges

Eule

mogges schrieb:
Nelson Jack schrieb:Im Eröffnungspost wird dort von einem Jäger die Frage gestellt, was es alles für "vernünftige Gründe" (gemäß Tierschutzgesetz) für das jagdliche Töten geben kann?
Allein die Form der Fragestellung aus diesem Jagdforum ist schon mal grundsätzlich falsch.
Sie ist doch nur falsch, wenn es rein um die Gesetzeslage geht?
Der Jäger hat doch ausdrücklich den "moralischen Aspekt" miteinbezogen. Folglich kann es Gründe geben, die zwar gesetzlich erlaubt sind, aber von sehr zweifelhafter moralischer Qualität. Darum sollte es doch eigentlich gehen.
Nelson Jac schrieb:Dann wäre nachfolgender Fall als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zu werten?


"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter, in dem übers Jahr mehr als 300 Sauen herangezüchtet wurden, um sie im Winter in Bezahljagden auf den Ausgangsbestand von unter 100 Stück zu "rasieren". Jagd also als Schießsport pur, ...
mogges schrieb:Nein, ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ist es definitiv nicht, und zwar deshalb, weil ein solch fragwürdiges Treiben leider immer noch unter die Rubrik „Jagd“ läuft und somit legitim i.S. d. G. ist.
Im Prinzip sagst du: Wenn man es Jagd nennt, dann darf man es.
Gleichzeitig attestierst du (als Jäger!) der Sache ein moralisch geprägtes Unverständnis.
mogges schrieb:Für mich persönlich hat das, wie es in besagtem Forum beschrieben ist (ohne die tatsächlichen Hintergründe zu kennen) , zunächst einmal überhaupt nichts mit Jagd zu tun, sondern ist eine Möglichkeit, wie man als Gatterbetreiber an Geld kommt.
Also wäre es deiner Meinung nach im genannten Beispiel eine "wirtschaftliche Unternehmung"?
Da dort das Töten aber "weidgerecht" von statten geht, wäre es auch durch das Tierschutzgesetz abgedeckt?
Dürfte dann dort in einem solchen Gatter ein Bundeswehrscharfschütze (stellvertretend für einen Menschen mit sehr guter Treffsicherheit auf bewegte Objekte) auch Tiere töten?
Gesetzlich i.O.?
Moralisch i.O.?
Zitat:"Drückjagden in einem 100ha großen Jagdgatter


Klingt für mich mehr nach 'ner Schießbude, wo man die Tiere der Reihe nach aufstellt.
Nelson Jack schrieb:Sie ist doch nur falsch, wenn es rein um die Gesetzeslage geht?

Sehr gut beobachtet, aus eben jenem Grund schrieb ich ja, dass diese Frage grundsätzlich falsch gestellt ist.

Nehmen wir also zum besseren Verständnis den kompletten Text des Fragestelles hinzu, und erläutern diesen:

aus Forum Jagd:

Frage in die Runde: liegt bei der Jagd immer ein vernünftiger Grund vor, wenn dabei ein Tier erlegt wird?

Die Antwort MUSS eindeutig JA lauten, da die Ziele der Jagd vom Gesetzgeber ebenfalls klar definiert sind, und diese Ziele u. a. durch die Erlegung von Tieren erreicht werden.


Lt. deutschem Tierschutzgesetz von 1972; §17, Abs.1 ist das Töten eines Wirbeltiers nur bei Vorliegen eines vernünftigen Grunds zulässig.

Das Stimmt!!

Als wichtiger und vernünftiger Grund, für sich alleine genommen, kann wohl nicht etwa "Freude am Schießen" oder ganz allgemein "Freude an der Jagd" , d.h. ohne einen weiteren, ernsthaften Vernunftsgrund als eine hinreichende Begründung angesehen werden.

Diese Feststellung ist im Grunde vollkommener Blödsinn. Der Gesetzgeber hat bei der Festlegung, dass Jagd ein vernünftiger Grund für die legitime Tötung von Wirbeltieren darstellt, nicht auch noch einschränkend hinzugefügt, dass beispielsweise dann kein vernünftiger Grund mehr vorläge, falls der Jäger Freude am jagen oder Freude am Schießen zeigen sollte.


Nahrungserwerb, Bestandsregulation und Seuchenabwehr sind vermutlich die wichtigsten vernünftigen Gründe für das Töten von Wildtieren auf der Jagd.

Auch bei diesem Statement liegt „Kollege“ Waidmann vollkommen falsch mit seiner Ansicht. (zum Glück schreibt er wenigstens „vermutlich“ )

Das nun folgende in seiner Gesamtheit betrachtet ist es, was die Jagd als vernüntigen Grund rechtfertigt,Wirbeltiere zu töten:
Zitat:Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepaßten artenreichen und gesunden Wildbestandes (Wildhege), Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen (Biotophege) sowie Berücksichtigung der Belange des Tierschutzes,
* Wildschäden in einer ordnungsgemäß betriebenen Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft möglichst zu vermeiden,
* Nachhaltige Nutzung und Regulierung von Wildbeständen einschließlich Prädatoren, wenn diese andere Tierarten in ihrem Bestand bedrohen oder deren nachhaltige Nutzung beeinträchtigen,
* Sorge zu tragen, daß die zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften eingehalten werden.


Nahrungserwerb, Bestandsregulation und Seuchenabwehr wäre – jedes für sich allein gestellt, - kein vernünftiger Grund, dauernd zu jagen, sondern
gegebenenfalls nur im Bedarfsfalle gerechtfertigt. Aus diesem Grund gibt es somit auch keine, quasie zusätzlichen vernünftigen Gründe, innerhalb des „vernünftigen Grunds Jagd“

Ist aber Jagd ( bzw. das Töten eines Tiers auf der Jagd ) immer gerechtfertigt oder gibt es auch hier Situationen, Fälle oder Fehlentwicklungen, die einen Verstoß gegen § 17 des Tierschutzgesetzes darstellen?

Entschuldigung- aber was für eine blöde Frage ist das denn?
Selbstverständlich ist das Töten eines Tieres nicht immer gerechtfertigt, wenn irgend etwas aus den oben erwähnten Ausführungen nicht beachtet würde. Und da ist auch der Tierschutz ganz klar mit beinhaltet.

Und wie bitte soll man die Frage nun verstehen?
Jedenfalls verstößt man nicht gegen das Tierschutzgesetzt dadurch, dass man etwas vermeintlich "unmoralisches" im Rahmen der legalen Jagdausübung = aus vernünftigem Grund, getan hat.

Man verstößt allenfalls gegen das Tierschutzgesetz dann, wenn man einem Tier mehr als vermeidbare Schmerzen zufügt und danach nicht alles daran setzt, dem ganzen ein möglichst schnelles Ende zu bereiten.


Nelson Jack schrieb:Der Jäger hat doch ausdrücklich den "moralischen Aspekt" miteinbezogen. Folglich kann es Gründe geben, die zwar gesetzlich erlaubt sind, aber von sehr zweifelhafter moralischer Qualität. Darum sollte es doch eigentlich gehen.

Richtig – wie bereits erwähnt, ist daher die Fragestellung komplett falsch und könnte daher zweckmäßigerweise in etwa so oder so ähnlich lauten:

"Welche Situationen bei der Jagd gibt es, die eures erachtens als nicht mehr moralsich vertretbar gelten? "

In meinem Schlusssatz meines vorherigen Beitrags schrieb ich bereits:
....sondern eine persönliche moralische Frage, die jeder einzelne sich selbst stellen und beantworten muss.


Zitat:Im Prinzip sagst du: Wenn man es Jagd nennt, dann darf man es.

Falsch!
Nicht WENN man es Jagd nennt, sondern WEIL so etwas leider auch noch unter die Rubrik Jagd fällt, darf – nicht man- sondern Jäger es.

Zitat:Gleichzeitig attestierst du (als Jäger!) der Sache ein moralisch geprägtes Unverständnis.

In diesem Fall ja,- und das ist auch lediglich nur meine persönliche Ansicht, ohne jedwede rechtliche Wertung- jedoch mit der Einschränkung, dass ich die genauen Hintergründe dieses angeführten Beispiels nicht kenne.
Mir scheint dieses Beispiel eh etas an den Haaren herbeigezogen, denn ich kenne kein Saugatter, das nur 100 ha groß ist , darin 300 Schweine hausen sollten, die von ein paar morallosen Jägern gegen viel Geld abgeschlachtet werden.
Und wenn es dies tatsächlich gibt, - ja, dann begegne ich diesem Treiben mit moralsich geprägtem Unverständnis.
Zitat:Also wäre es deiner Meinung nach im genannten Beispiel eine "wirtschaftliche Unternehmung"?

Die Vermutung läge zumindest nahe, ja – ansonsten siehe oben – man müsste dazu eben die genauen Umstände kennen, um sich ein abschließendes Urteil zu erlauben.
Zitat:Da dort das Töten aber "weidgerecht" von statten geht, wäre es auch durch das Tierschutzgesetz abgedeckt?

Grundsätzlich ja
Zitat:Dürfte dann dort in einem solchen Gatter ein Bundeswehrscharfschütze (stellvertretend für einen Menschen mit sehr guter Treffsicherheit auf bewegte Objekte) auch Tiere töten?
Gesetzlich i.O.?

Sofern dieser Bundeswehrscharfschütze in deinem Beispiel zusätzlich noch einen gültigen Jagdschein besitzen würde, ja, dann wäre es gesetzlich zumindest legitim. - sonst nicht.
Ohne Jagdschein - keine Lizenz zum Töten
Zitat:Moralisch i.O.?
Wie erwähnt – muss jeder für sich selbst entscheiden – für mich in einem solchen Fall nicht!

mogges
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