27.08.2008, 09:28
bertel, du hattest fragen zu einigen jagdarten und regelüberprüfungen, wärst du bitte so freundlich, diese hier zu posten?
greenlantern schrieb:bertel, du hattest fragen zu einigen jagdarten und regelüberprüfungen, wärst du bitte so freundlich, diese hier zu posten?oder hier http://www.wildundhund.de/forum/
Zitat:Ersteinmal will ich vorwegschicken, daß ich aus TR- Gründen, sowie aus Gründen des Umweltschutzes (Klimaschutz) und der Welternährungssituation gegen den Fleisch- und Tierproduktekonsum informiere (sachlich und nicht agressiv!) und das auch recht erfolgreich, also mitnichten den Konsum von Tierkadavern zu Ernährungszwecken befürworte. Erst vor wenigen Tagen beichtete mir ein Arzt, daß er nun aufgrund meiner Informationen auf Fleisch verzichte und auch seinen Konsum von Milchprodukten eingeschränkt habe.
Nun zur Thematik. Da die Umstülpung wohl noch nicht unmittelbar vor der Tür steht wird wohl auch in absehbarer Zeit noch Fleisch konsumiert werden, welches aus Tierhaltung sowie zu einem kleinen Teil aus der Jagd gedeckt wird. Der Bereich des jagdlichen Anteils vergrößert sicher nicht den Fleischkonsum sondern ersetzt Fleisch, das sonst aus anderen Haltungsformen gewonnen worden wäre. Damit meine ich, daß der Kadaverkonsument den Wildschweinbraten nicht zusätzlich sondern statt des Schweinebratens in sich hineinstopft.
Nun ist es doch so, daß z.B. das Wildschwein wenigstens in der Zeit bevor es erschossen wurde ein artgerechtes Leben führen konnte. Muß ich nun Bilder von konventioneller Schweinehaltung hier posten?? Sollte man von dieser Warte aus gesehen nicht das Fleisch, das jagdlich "erzeugt" (um im Jargon der "Tierverarbeitungsindustrie" zu bleiben) wurde nicht gegenüber dem Fleisch aus der Massentierhaltung als das kleineres Übel ansehen? Und das auch aus TR-Gesichtspunkten?
Wenn man das Tierleid betrachtet, dann ist es mit Sicherheit für das Opfer größer durch ein Raubtier gerissen zu werden als sauber erschossen. Auf meine diesbezügliche Frage kam eigentlich keine befriedigende Antwort, außer, daß das dann eben Natur und hinzunehmen sei (Bienchen), und daß Wundschüsse ebenso großes Tierleid erzeugten (Rudi). Erstere Antwort ist für mich unbefriedigend, auf zweitere möchte ich näher eingehen.
Zitat:Es wäre meines Erachtens sinnvoll, bevor man die Jagd als solches abschaffen will (bitte auch den Fleischkonsum am besten vorher abzuschaffen), die Zahl der krankgeschossenen Tiere zu verringern. Dazu wäre es interessant, bei welchen Formen der Jagd die meisten Nachsuchen erforderlich sind, bei Treib- oder Drückjagden oder bei der Jagd vom Ansitz. Dann könnte man eventuell zuerst diese betreffenden Jagdarten verbieten. Weiterhin wäre zu diskutieren, ob eine regelmäßige Überprüfung der Jäger auf Seh- und Schießfähigkeiten durchgeführt werden sollte, vielleicht mit bei zunehmendem Alter kürzer werdenden Prüfinterwallen. Dies könnte unter Umständen auch zu einer Reduzierung der Krankschüsse beitragen. Zu diesen Fragen könnten vielleicht die hier anwesenden Jäger aus ihrer Erfahrung berichten, Statistiken über die Krankschüsse im Verhältnis zu Jagdarten gibt es ja wohl nicht. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, wie auf realistischem Wege Tierleid vermieden werden könnte. Mit der Maximalforderung der generellen Abschaffung der Jagd kommt man meiner Meinung nach überhaupt kein Stück weiter. Vielleicht haben die hier anwesenden Jäger auch noch andere Ideen, wie die Zahl der Krankschüsse (und die gibt es zweifelsohne, ich habe hier auch schon von Nachsuchen gehört, bei Treib- oder Drückjagden) noch weiter verringert werden könnte. Wir sollten es konstruktiv und den Tieren zum Nutzen ausnutzen hier praktizierende Jäger zu haben statt ausschließlich mit ihnen auf unterstem Niveau herumzuraufen, auch wenn wir grundsätzlich gegen das Töten von Tieren sind. Solange jedoch Fleisch gegessen wird und Milch getrunken werden auch Tiere getötet.
Zitat:Zur sichersten Jagdart:was bedeutet, daß Treib- und Drückjagd weniger "sicher" ist, gelegentlich auch ein wenig "Veranstaltungscharakter" hat, bei der auch "weniger geübte Jäger" teilnehmen. (Manche sicherlich auch nur einmal, da sie der Jagdpächter nicht mehr dabei haben will ob der "Fähigkeiten", andere werden eventuell wegen ihres "sozialen Status" ge(er)duldet.) Über diese Jagdarten könnte man z.B. diskutieren.
Die Ansitzjagd, die den sichersten Schuß garantiert, ...
Zitat:Durch geeignete Augengläser, die auch Ihr tragen müsst, wenn Ihr im täglichen Leben etwas sehen wollt, durch Zielhilfen wie Zielfernrohre mit Dioptrienausgleich, sind absolut präzise und sofort leidfrei tötliche Schüsse möglich, auch für 80järige Opas.
Zitat:Zu dem Bereich der wiederholten Prüfung möchte ich nochmal was sagen, Marcel.
Unabhängig vom Thema hier, halte ich regelmäßige Prüfungen für absolut angesagt, wenn man in den Bereich der Waffen geht. Und ja, auch Jäger gehören zu Menschen, die Waffen tragen und diese auch nutzen.
Alle paar Jahre eine Prüfung/ein Pflichtseminar, was darauf abzielt, die Eignung, die Gesetzesänderungen, die neuen Erkenntnisse , die persönliche körperliche Eignung und Sachkunde prüfend... etc.pp.
Ich habe ja beruflich mit Sprengstoff und Waffenrecht zu tun, bin also durchaus mit dem Thema vertraut... auch wenn es bei mir um größtenteils weitaus größere Kaliber geht...
Ich jedenfalls muss in meinem Beruf alle fünf Jahre zum Pflichtlehrgang und einer Wiederholungsprüfung, wo ich aufgrund meiner Eignung und meiner Sachkenntnis geprüft werde. Erst dann wird meine Befähigung/Erlaubnis verlängert für weitere fünf Jahre. Und das ist auch gut und wichtig so!
Halte ich für überhaupt keine schlechte Sache und wüßte nicht, warum man sich darüber echauffieren sollte.
Zitat:... sind absolut präzise und sofort leidfrei tötliche Schüsse möglich, auch für 80järige Opas.Das halte ich für Treib- oder Drückjagd für nicht zutreffend, da dort auch in hohem Maße Reaktionsfähigkeit gefordert ist, die ja bekanntermaßen im Alter nachläßt.
hippo schrieb:OT ein
Rudifan möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden.
OT aus

hippo schrieb:Bärchen, anders als Du habe ich auch Rudifans zweiten, völlig
sinnfreien Satz gelesen.
Rudifan schrieb:Reicht nicht schon Terror gegen Tiere? Müsst ihr jetzt noch Terror zwischen Jagdfreunden und Jagdgegnern machen?

und hier eine friedfertige Stimmung erzeugen.

Nico schrieb:Zu dem Bereich der wiederholten Prüfung möchte ich nochmal was sagen, Marcel.
Unabhängig vom Thema hier, halte ich regelmäßige Prüfungen für absolut angesagt, wenn man in den Bereich der Waffen geht. Und ja, auch Jäger gehören zu Menschen, die Waffen tragen und diese auch nutzen.
Alle paar Jahre eine Prüfung/ein Pflichtseminar, was darauf abzielt, die Eignung, die Gesetzesänderungen, die neuen Erkenntnisse , die persönliche körperliche Eignung und Sachkunde prüfend... etc.pp.
Ich habe ja beruflich mit Sprengstoff und Waffenrecht zu tun, bin also durchaus mit dem Thema vertraut... auch wenn es bei mir um größtenteils weitaus größere Kaliber geht...
Ich jedenfalls muss in meinem Beruf alle fünf Jahre zum Pflichtlehrgang und einer Wiederholungsprüfung, wo ich aufgrund meiner Eignung und meiner Sachkenntnis geprüft werde. Erst dann wird meine Befähigung/Erlaubnis verlängert für weitere fünf Jahre. Und das ist auch gut und wichtig so!
Halte ich für überhaupt keine schlechte Sache und wüßte nicht, warum man sich darüber echauffieren sollte.
Nico schrieb:@Marcel@ Nico,
da der betreffende Thread, in dem ich schrieb, geschlossen wurde und Bertel meinen Beitrag an Dich bereits zitierte...
Mich würde schon interessieren, was man(n) dazu so sagt... Du (weil Du es recht seltsam kommentiertest) und gerne auch andere.
Die regelmäßige Prüfung auf Eignung und Sachkunde ist in meinem Beruf und in vielen anderen eigentlich Usus und gesetzliche Verpflichtung.
Und ich halte es für ein schweres staatliches Versäumnis, dass dies nicht für Jäger gilt....