26.04.2008, 16:47
Vermehrt werden die Stimmen laut, daß der Konsum von Tierprodukten, insbesondere Tierleichen, maßgeblich für die Hungerkatastrophe und den Klimawandel mitverantwortlich sind:
(Hervorhebungen durch mich)

http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...23,2515028
(Hervorhebungen durch mich)
der Tagesspiegel schrieb:Die Explosion der Nahrungsmittelpreise ist nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch durch ... neue Essgewohnheiten mitverursacht worden. Der Anstieg sei im Wesentlichen nicht auf Biosprit zurückzuführen, sondern auch auf die ... "nicht ausreichend prognostizierte Ernährungsgewohnheiten" in Schwellenländern, ...Wobei sie sich natürlich ausschweigt was sie mit den Ernährungsgewohnheiten meint, die Mehrheit sind nicht Veggies oder gar vegan, aber die Mehrheit wählt!

http://www.tagesspiegel.de/politik/inter...23,2515028
sueddeutsche.de schrieb:Die Grünen-Bundestagsfraktion legt den Schnitzel-liebenden Deutschen nahe, ihren Fleischkonsum drastisch zu reduzieren – das sei "besser für die Gesundheit und das Klima".http://www.sueddeutsche.de/,tt1m1/deutsc...83/145947/
An gleich drei Stellen des Papiers empfehlen die Grünen den Verzicht auf Fleischkonsum - auch für das Klima: "Nur durch eine Veränderung unserer Gewohnheiten können wir wirksam unser Klima schützen und das Spannungsfeld beim Ausbau der Bioenergien entschärfen", heißt es, und: Weltweit werde ein großer Teil der Böden für die Produktion von Fleisch genutzt.
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Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn sagte im Gespräch mit sueddeutsche.de zu der Causa: "In der Landwirtschaft sorgt die Fleischerzeugung für den größten Brocken bei der Entstehung klimaschädlicher Gase" – Tendenz steigend.
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Viehweiden und Sojafelder "fressen sich in Südamerika in den Urwald"
social-times schrieb:...http://www.social-times.de/nachricht.php...ubrik_id=6
Auch das eigene Verhalten bedürfe dringend der Überprüfung, so Mertineit. Die Nachfrage nach Agroenergie führe zu steigenden Preisen. Noch entscheidender aber sei der eigene Fleischkonsum. So werde heute deutlich mehr Land für die Tierfutterproduktion genutzt als für Agroenergie vorgesehen sei. Aufgrund des weltweit wachsenden Fleischkonsums gingen rund 90 Prozent der weltweiten Sojaproduktion ins Tierfutter.
TELEPOLIS schrieb:...http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27774/1.html
Auch die Ernährungsumstellung in den asiatischen Schwellenländern, hin zu einer mehr fleischbetonten Kost, zeigt, dass es nicht an Getreide mangelt, sondern eher daran, dass für die Fleisch- und Treibstoffproduktion da,it verschwenderischer umgegangen wird. Um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, werden durchschnittlich 7 Kilogramm Getreide verfüttert.
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Obwohl der Fleischkonsum in den Industrienationen seit Jahren abnimmt, steigt der globale Konsum weiter an.
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Seit 1970 hat sich die Fleischproduktion mehr als verdoppelt. Auf der Fläche, die benötigt wird, um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten. In den USA werden 230.000 km2 Land zur Produktion von Heu für Nutztiere beansprucht, aber nur 16.000 km2 (7 Prozent) zur Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel. Der enorme Landverbrauch für die Fleischproduktion ist besonders in Lateinamerika der Grund für großflächige Regenwaldrodungen. In Zentralamerika wurden so innerhalb der vergangenen 40 Jahre 40% des gesamten Regenwaldes vernichtet, hauptsächlich um Weideland zu schaffen oder Futtermittel anzubauen.
NZZ schrieb:Mehr Menschen und durch gesteigerten Fleischkonsum höherer Pro-Kopf-Verbrauch werden den globalen Getreidebedarf anschwellen lassen.http://www.nzz.ch/nachrichten/internatio...14802.html
sozialismus.info schrieb:...http://www.sozialismus.info/index.php?na...s&sid=2631
Neben dem Anstieg des Ölpreises und damit der Transportkosten ist eine der Ursachen der stark steigende Fleischkonsum weltweit, insbesondere in den prosperierenden und bevölkerungsstarken asiatischen sogenannten Schwellenländern.
Rinder fressen Getreide und nutzen Flächen, auf denen Getreide angebaut werden könnte. Der Fleischkonsum in Indien ist in den letzten 15 Jahren um 40 Prozent gestiegen, der in China hat sich seit 1990 verdoppelt und beträgt damit bereits ein Drittel des gesamten Weltfleischkonsums.
Die Zeit schrieb:Wenn Pflanzen nicht Menschen, sondern Schlachtvieh nähren, ist das kein Gewinn für unseren Speiseplan. Im Gegenteil: Es ist die pure Energieverschwendung.http://www.zeit.de/online/2008/17/bg-fleisch
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Wo mehr Fleisch gebraucht wird, steigt also auch der Bedarf an Mais, Soja und Futtergetreide. In China hat sich der Maisverbrauch seit Ende der achtziger Jahre verdoppelt, die Produktion hinkt der Nachfrage längst hinterher.
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Was für eine Energieverschwendung das alles ist, offenbart uns spätestens der Kalorienvergleich. Um eine Fleischkalorie zu erhalten, müssen beim Hühnchen nämlich fünf, beim Schwein etwa sieben pflanzliche Kalorien investiert werden. Die meiste Energie aber verschlingt das Rind: Sechs Kilo Getreide haben etwa 22000 Kalorien. Verfüttert man sie ans Rindvieh, entsteht dabei ein Kilo Fleisch, das seinem Esser nicht einmal ein Zehntel der Getreideenergie bringt, sondern nur etwa 2000 Kalorien. Mehr als 90 Prozent der Nahrungsenergie bleiben also auf der Strecke. Das meiste davon verbrauchen die Rinder für Wachstum, Bewegung und Körperwärme - und ein sattes Viertel verfurzen sie gar! Das missfällt auch Klimaschützern, denn das Methan, das aus dem Rinderdarm entweicht, ist ein gefährliches Treibhausgas.
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Fleisch ist kein lebensnotwendiges Nahrungsmittel. Die wichtigen Aminosäuren stecken auch in pflanzlicher Kost. Soja, Buchweizen, Quinoa und Amarant zum Beispiel enthalten gleich die gesamte Palette essenzieller Eiweißbausteine. Und nennenswerte Mengen der wertvollen Stoffe stecken, hoppla, auch: im Reis.
Bündnis 90 die Grünen schrieb:...http://www.gruene-bundestag.de/cms/defau...22257.html
Ein gewaltiges Problem stellt vor allem die ständig wachsende Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten dar. In den westlichen Industrienationen werden seit langem wertvolles Getreide und nährstoffreiche Ackerfrüchte zum Kraftfutter verarbeitet mit dem Ziel, Rinder, Schweine und Geflügel in Rekordzeit zur Schlachtreife zu bringen. Dieses Futtergetreide stammt überwiegend aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die häufig eine weitaus größere Menge an Getreide, vor allem Soja, für die Verarbeitung zu Tierfutter exportieren als sie für die Ernährung der eigenen Bevölkerung zurückbehalten. Der steigende Wohlstand in Schwellenländern wie China und Indien lässt auch dort den Fleischkonsum kräftig ansteigen.
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Nicht zuletzt kommt es aber auch auf jede Konsumentin und jeden Konsumenten an: Weniger Fleischverzehr ... das wäre ein guter Anfang.
Tropenwaldnetzwerk-Brasilien schrieb:...http://www.tropenwaldnetzwerk-brasilien.....20080416/
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Damit die Welt nicht zur Anbaufläche wird, ist es außerdem ratsam sich wieder mehr pflanzlich zu ernähren. Denn die steigende Erzeugung von Viehfutter ist ebenso ein Problem. Aber das wissen sie vielleicht eh schon.
Welt Online schrieb:Reinhard Loske:http://www.welt.de/hamburg/article192417...Beust.html
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Und das Hauptproblem bei der Hungerkrise ist nicht der Sprit, sondern das Fleisch.
WELT ONLINE: Inwiefern?
Reinhard Loske: Sowohl bei der Regenwaldzerstörung als auch bei der Verdrängung von Ackerfrüchten, die dem menschlichen Verzehr dienen, ist der wichtigste Faktor die Produktion von Soja und Mais für die Viehzucht. Wenn wir also grundsätzlich über die Welternährung sprechen wollen, müssen wir vor allem über unseren Fleischkonsum und unseren Lebensstil sprechen.
stern.de schrieb:...http://www.stern.de/wirtschaft/unternehm....html&cp=2
Doch das ist auch ein Grund für die Hungerkrise, denn auf der Fläche, die benötigt wird um ein Kilogramm Fleisch zu erzeugen, könnten 200 Kilogramm Tomaten oder 160 Kilogramm Kartoffeln angebaut werden. Die Fütterung der Masttiere verschlingt Unmengen an Getreide
Evangelischer Pressedienst schrieb:Nach Auffassung der Grünen-Politikerin Bärbel Höhn ist der steigende Fleischkonsum für Verknappung der Lebensmittel verantwortlich. "Die Hälfte des weltweit produzierten Getreides landet nicht auf dem Teller, sondern wird vor allen Dingen zu Futter gemacht", sagte Höhn im WDR Radio in Köln. "Chinesen essen heute viermal so viel Fleisch als noch 1966", erklärte sie. Dass ein Teil des Getreides zur Produktion von Kraftstoffen genutzt werde, verschlimmere jedoch die Situation.http://www.epd.de/index_55417.html
Zeit und stern sind besonders informativ.